Der Fall des Zen-Meisters Thich Thien Son

Ich weiß gar nicht wo ich bei dem Fall des sogenannten „Zen-Meisters“ Thich Thien Son, bürgerlich Mai Hue Giang Tran, von seinen Schülern „Thay“ genannt, anfangen soll. Vielleicht mit dem, wie alles begann …

Am 15. Juni 2009, ich war zu meinen Studien in Italien, erreichte mich eine Email Herbert Rusches, der zu dieser Zeit auch Ratsmitglied der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) war und das Online Forum der DBU betreute. Er schrieb, „Hallo Tenzin, seit heute morgen gibt es eine mehr oder weniger delikate Diskussion im DBU-Forum unter ‚Rechte Rede‘.“ und er fügte einen Diskussionsauszug mit einem Ausgangspost von Kampierapanyo vom selben Tag bei, der u.a. schrieb:

[…] Ich selbst habe 2 Jahre lang in der Pagode Phat Hue als Novize gelebt. Mein Novizenname war „Hue Phap“. Ich erhielt meine Pabajja am 30.12.2005 in der Pagode.

Ich lebte in der Pagode bis im Oktober 2007. Danach erhielt ich meine Upasampada (Vollordination) am 28.11.2007 im Tempel „Wat Thai Buddha Apa“ in Ludwigshafen (ein Thailändischer Theravada Tempel). Die letzten Monate verbrachte ich in Sri Lanka in der „Island Hermitage“ zur Praxis des Anapanasati und des Satipatthana.

So viel zu meiner Person.

Ich verließ die Pagode Phat Hue, da ich große Zweifel an dem „Meister“ Thich Thien Son hatte.  Ich war von Anfang an sein persönlicher „Attendant“, also persönlicher Helfer von daher habe ich den „wirklichen“ Thien Son kennengelernt.

Gründe meiner Zweifel an Thien Son gab es viele. Zum einen habe ich ihn kennengelernt als jemanden der im Luxus lebt. […]

Der eigentliche Grund für mein Verlassen der Pagode war der, dass Thien Son’s Lehrmethode oft sehr „fragwürdig“ ist. Eine der Hauptmethoden seiner Arbeit war, den Schülern zu erzählen, sie sollen in ihre Vergangenheit zurückgehen und in unterdrückte Gefühle etc. reinfühlen. In den Zen Seminaren ging es dadurch oft sehr wild zu.

Zen in der Pagode, bestand aus Schreien, Tanzen zu Trommelmusik, Erotik und vielem mehr. Ja auch erotisch ging es oft zu. Getarnt wurde es durch den Vorwand, dass einige Aufgaben dazu dienen sollen, sich selbst und andere anzunehmen. Es ging manchmal so, dass in den Zen Seminaren sich gegenseitig massiert wurde, auch an den „seltsamsten Stellen“ etc.

Der Hauptgrund für mein Verlassen war jedoch der, dass in meiner „privaten“ Arbeit mit Thien Son, welche immer in seinem Zimmer statt fand, er mich an sehr „intimen“ Stellen am Körper angefasst hat und mich auch dort geküsst hat etc.

Es gibt zu diesem Thema noch mehr zu schreiben, aber das reicht meiner Meinung nach erstmal.

Ich habe, als ich die Pagode verlassen habe, sozusagen versprochen nicht anzufangen darüber zu sprechen. Aber da hier jemand ist der sich große Gedanken macht über das, was in der Pagode vorgeht, muss ich jetzt mich auch dazu äußern.

Mögen alle Wesen glücklich sein
Kampierapanyo

Innerhalb des Threads, der sich recht schnell entfaltete, äußerte sich Kampierapanyo auch zum Umgang der Gemeinschaft mit den Geschehnissen:

Doch, es gab Austausch. Die ganze „junge“ Sangha weiß darüber Bescheid. Junge Sangha nannten wir immer die europäische Sangha. Als ich die Pagode verließ, traf ich mich nach einigen Tagen noch einmal mit allen Sanghamitgliedern und berichtete über alles. Der Rest der Sangha, stellte sich jedoch auf die Seite des Thien Son, meistens mit der Begründung, er wollte mir doch sicher nur helfen mit dem was er getan hat.

Die erste Person, mit der ich darüber sprach, war sogar Bhante Punnaratana, ein Mönch aus Sri Lanka welcher bereits ein Mahathera ist (Mönch über 20 Jahre) und auch er schweigt bis heute.

Die ganze Sangha weiß natürlich Bescheid, über das luxuriöse Leben des Thien Son, sie leben schließlich alle mit ihm unter einem Dach.

Er ist ein sehr „mächtiger“ Mensch. Sein Auftreten nach außen ist oft sehr „lieb“ etc. Ich hatte jedoch immer eine gewisse Angst vor ihm.

Herbert schrieb ich sofort zurück, dass das ernst genommen werden müsse und ich ordinierte Mönche und Nonnen informieren werde, denen ich vertraue. So informierte ich u.a. die Deutsche Buddhistische Ordensgemeinschaft (DBO). Es war eigentlich recht vielen klar, dass das nur die Spitze des Eisberges sein kann …

Der Fall wurde von vielen Seiten – auch der Deutschen Buddhistischen Union – angegangen und nach ca. einem Jahr lagen der DBO durch das sehr gute Kooperieren vieler sehr engagierter, offener und mutiger Menschen und vor allem einiger Betroffener insgesamt fünf eidesstattliche Versicherungen vor, die weitere sexuelle Übergriffe gegenüber jungen Männern über 18 Jahre bestätigten.

Es wurde auch berichtet, dass Thich Thien Son, Abt und Leiter der Pagode Path Hue in Frankfurt, die sexuellen Übergriffe gegenüber den Mönchen rechtfertigte, indem er falsch behauptete, dass es sich hierbei um einen Teil des Mönchtrainings handeln würde und der Dalai Lama und Thich Nhat Hanh dies angeblich selbst so handhaben würden. Die Skrupel- und Schamlosigkeit Thien Sons ließ sich für mich besonders daran erkennen, dass zwei Betroffene sexueller Übergriffe durch Thien Son schon als Kind sexuell missbraucht wurden und er ihnen eine „Therapie“ anbot, die dann zu erneuten sexuellen Übergriffen führte – diesmal im Rahmen einer „Therapie“.

Wie kann man Menschen nur derartig schaden und derartig ihr Vertrauen missbrauchen?

Die dysfunktionalen Strukturen der manipulierten Gemeinschaft offenbarten sich für mich an ihrer Reaktion: sie rechtfertigte die sexuellen Übergriffe als Hilfe innerhalb einer „Therapie“. Später erfuhr ich, dass es sexuelle Übergriffe schon vor 2009 gab und viele Mönche und Nonnen in einer Abwanderungswelle quasi über Nacht die Pagode Path Hue verließen. Der damalige Polizeipräsident von Frankfurt soll ein Schüler Thich Thien Sons  gewesen sein, berichteten mir ein Mönch der Gemeinschaft.

Der Vorstand der DBO (Deutsche Buddhistische Ordensgemeinschaft), suchte aktiv Kontakt mit Betroffenen sexualisierter Gewalt durch Thich Thien Son, hörte ihnen zu, schaltete einen Anwalt ein und legte Thich Thien Son recht zügig nahe, sein Amt als Vorsitzender der DBO, das er seit Gründung der DBO im Jahr 2008 innehatte, niederzulegen. Bereits drei Monate nach dem Eintrag im Diskussionsforum der DBU kam Thich Thien Son diesem Rat nach und erklärte schriftlich am 17.09.2009 sein Amt als Vorsitzender der DBO niederzulegen.

Auf der Basis von vier eidesstattlichen Versicherungen aussagebereiter Betroffener bzw. Zeugen sexueller Übergriffe bzw. sexualisierter Gewalt gegenüber volljährigen jungen Männern, gab die DBO Thich Thien Son am 5.12.2010 eine abschließende Möglichkeit eine Stellungnahme bis zum 21.12.2010 abzugeben. Die gegen ihn vorgebrachten Vorwürfe verneinte Thich Thien Son in seinem Antwortschreiben an die DBO nicht. Am 24.12.2010 wurde dann Thich Thien Son vom Vorstand der DBO aus der DBO ausgeschlossen.

Zwei Monate später, im Februar 2011, veröffentlichte die DBO nachfolgende Stellungnahme – die, ohne Name und Stadt zu benennen, in verkürzter Form auch von Buddhismus aktuellder Zeitschrift der DBU abgedruckt wurde. (Der Vaters Thien Sons, Thay Tu Tri, der Thien Son auch als Abt der Pagode Path Hue ersetzte, übte massiv Druck auf die DBU aus und versuchte zu verhindern,  dass diese Meldung in Buddhismus aktuell erscheint. In dem Zusammenhang muss man als Hintergrund verstehen, dass die Pagode Path Hue primär ein Familienunternehmen ist, das Einkommen nicht nur für Thien Son sondern auch für dessen Familie generiert.)

Mitteilung Februar 2011

Der Abt der Pagode Phat Hue in Frankfurt, Thich Thien Son, ist im Dezember 2010 von der Deutschen Buddhistischen Ordensgemeinschaft e.V. als Mitglied ausgeschlossen worden. Es liegen der DBO fünf eidesstattliche Versicherungen vor, die beweisen, dass er sexuelle Beziehungen zu einigen seiner Schüler unterhielt.

Der Vorstand begründete die Entscheidung in seinem Brief an Thich Thien Son vom 24.12.2010 im Wesentlichen wie folgt:

„Diese Aussagen bezeugen ein Verhalten, das zum Reinen Lebenswandel eines buddhistischen Mönchs in völligem Widerspruch steht. Nicht nur das: es zeigt ein gravierendes Ausnutzen der Lehrer-Schüler-Bindung, ‚abuses of power‘, wie es in einer der eidesstattlichen Erklärungen heißt.

An dem Wahrheitsgehalt der Briefe können wir nicht zweifeln, sie sind sogar eher zurückhaltend oder mit viel Verständnis und Mitgefühl verfasst worden, obwohl die Verfasser darunter gelitten haben müssen, als sie dies schrieben. Als Rache-Akt sind sie also keineswegs zu sehen. Hinzu kommt, dass sie unter Eid geschrieben wurden und die Verfasser sich der Tragweite ihrer Aussagen auch im strafrechtlichen Sinne bewusst sind.

Entlastende Gründe für dieses Fehlverhalten konnten wir nicht erkennen. Auch von dir selber haben wir keine Stellungnahme dazu erhalten, obwohl wir darum gebeten hatten.

Dass im Widerspruch zum tatsächlichen Verhalten die sexuelle Abstinenz – also der Reine Lebenswandel eines Mönchs – auf der Webseite der Pagode hervorgehoben wird, ist in besonderem Maße unaufrichtig, und stellt unserer Meinung insbesondere im Hinblick auf Männer, die die Ordination anstreben, eine grobe Täuschung dar.

Vor diesem Hintergrund müssen wir dich zu unserem Bedauern gemäß § 6 Nr. 3 der Satzung wegen eines grundlegenden und massiven Verstoßes gegen die Interessen des Vereins mit sofortiger Wirkung aus dem Verein ausschließen.

Darüber hinaus möchten wir dir nahelegen, dein Amt als Abt niederzulegen und nicht mehr in der Robe eines buddhistischen Mönchs zu erscheinen, sondern öffentlich in den Laienstand zu gehen, so wie es den Ordensvorschriften, die du auf deiner Webseite zitierst, entspricht.

Wir schreiben dies in der Hoffnung, alle Beteiligten, sowie zukünftige Schüler und Schülerinnen, vor noch größerem Leid und den Ursachen des Leids zu schützen.“
(Ende des Briefs)

Nachtrag: Nachdem Thich Thien Son den Ausschlussbrief bekommen hatte, erhielt die DBO eine kurze Stellungnahme von ihm, die aber keine entlastenden Gründe enthält.

Die Deutsche Buddhistische Union (DBU) verweigerte nach eigenen Ermittlungen und auf Basis von ingesamt fünf eidesstattlichen Versicherungen der Pagode Path Hue die anstrebte Mitgliedschaft in der DBU. In einem Antwortschreiben der Pagode als Deutsch-Vietnamesische Buddhistische Gemeinde e.V. vom 24.2.2012 wurden (indirekt) die sexuellen Übergriffe Thich Thien Sons als besonderes Mittel der Li Chi Linie gerechtfertigt: „Die Tradition unseres Abts ist die Lin Chi Tradition. Eine Tradition die, wie auch die Überlieferung zeigt, mitunter mit extremen Mitteln den Schülern ihren Geist zeigt. Als Schüler Buddhas haben wir viele harte Prüfungen zu bestehen. Jede Gruppe, aber auch jeder Einzelne von uns, bekommt seine Prüfung vom Leben, wo sich die Früchte seiner authentischen Praxis zeigen.“ Die DBU wird im Antwortschreiben der Pagode beschuldigt, dass durch ihr Vorgehen „nicht nur der Ruf des Buddhismus, sondern auch unsere Gemeinde diffamiert und geschädigt“ werde. Außerdem heißt es: „Der Angriff auf unseren Ehrw. Abt Thich Thien Son stellt die Hingabe und die Tradition von über 20.000 Buddhisten überwiegend vietnamesischer, chinesischer, taiwanesischer und auch europäischer Herkunft in Frage und entzweit und schädigt den interreligiösen und interkulturellen Austausch zwischen asiatischen und westlichen Buddhisten.“  

Die DBO, Einzelpersonen und ich selbst informierten alle Kooperationspartner der Pagode Path Hue über den Ausschluss Thich Thien Sons aus der Deutschen Buddhistischen Ordensgemeinschaft und die Ablehnung der Aufnahme in die DBU. Diese offensive Informationspolitik wurde über einen langen Zeitraum aufrecht erhalten. Nur wenige Kooperationspartner der Pagode Path Hue sahen von einer weiteren Zusammenarbeit ab, die meisten Kooperationspartner setzten ihre Zusammenarbeit mit der Pagode fort. Immerhin wurde die Pagode Path Hue in den letzten zwei Jahren nicht mehr in die VESAK Feier der Buddhisten in Frankfurt einbezogen, bei der sie sonst eine sehr tragende und zentrale Rolle gespielt hatte.

Ich erhielt ca. 2010 Hinweise, dass Thien Son auch in den sexuellen Missbrauch eines Minderjährigen verstrickt sein soll, der zum Zeitpunkt des Missbrauchs 12 Jahre alt gewesen sein soll. Die Person, die das offen legte war für mich glaubwürdig, es passte in die gesamte Hintergrundgeschichte und das Beweismittel war eindeutig und schlüssig aus meiner Sicht. Durch die Hilfe einer Freundin in Frankfurt ersuchte ich Beratung bei Wildwasser Gießen e.V. und durch eigene Kontakte ersuchte ich Beratung bei einem Leiter eines Polizeireviers. Am 1. Februar 2011 stellte ich Anzeige, wegen mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs eines Minderjährigen. Das Problem bei der Anzeige war: die meisten Zeugen lebten außerhalb von Deutschland und der Betroffene des sexuellen Missbrauchs lebte noch in der Pagode Path Hue, abhängig von Thich Thien Son, dem mutmaßlichen Täter. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelte nicht sofort sondern erst auf Anfrage einer Journalistin begann sie mit ca. 8monatiger Verspätung zu ermitteln und teilte am 25.10.2011 abschließend mit: „[…] Aufgrund der vorliegenden Beweislage, insbesondere aber durch die Aussage des Geschädigten, ist eine Überführung des Beschuldigten nicht hinreichend möglich und eine Verurteilung entsprechend wenig wahrscheinlich. Nach alledem ist das Ermittlungsverfahren nach § 170 Abs. 2 StPO einzustellen.“

Die vietnamesische ordinierte Sangha (Congregation) leitete ein formales Vinaya Verfahren gegenüber Thich Thien Son ein, den sie aber trotz zugegebenen Parajika nicht des Ordens verstieß. (Ein Parajika führt gemäß der Lehre des Buddhas (Vinaya) zum Ordensausschluss.) Zudem wurde der Zeuge des Parajika, selbst ein vollordinierter Mönch und Betroffener sexueller Übergriffe von Thien Son, kurzfristig als Zeuge dieser Versammlung wieder ausgeladen. So hatten vergangene schwere Fehltritte keine wirklichen Konsequenzen und Thich Thien Son konnte seine Getriebenheit und Umtriebe weiter ausleben und fortsetzen. Besondere Sorgen machten kritischen Beobachtern der Junge Hua Bao – von der FAZ als „Wiedergeburt eines bedeutenden Mönches“ beschrieben – denn es war unklar, ob er nicht auch Opfer eines Übergriffs werden könnte. Das Jugendamt ermittelte, sah aber keinen Grund zum Einschreiten.

Das Jugendamt Frankfurt wurde am 29. Oktober 2013 noch einmal auf die möglichen Gefahren für den minderjährigen Hue Bao und den Ausschluss Thich Thien Sons aus der DBO und die Begründung dafür hingewiesen und antwortete am 21.11.2013 u.a. „Im Ergebnis dürfen wir Ihnen mitteilen, dass es keine Anhaltspunkte für sexuelle Übergriffe von Herrn Thich Thien Son auf seinen Schutzbefohlenen Hue Bao gibt. Auch wenn das Kloster keine Jugendhilfeeinrichtung ist, und der Aufenthalt von Hue Bao keine Jugendhilfemaßnahme darstellt, wird der Junge bereits seit mehreren Jahren durch Mitarbeiter/-innen aus dem Bereich Kinder- und Jugendhilfe unseres Amtes professionell begleitet.“

Um es knapp zu machen, die ganze Sache bekam Momentum, als Hue Bao Ende 2013 von Thich Thien Son wegen einem Facebook Eintrag kritisiert wurde und Hue Bao sich ethische Moralpredigten verbat, da Thich Thien Son ja jede Nacht einen jungen vietnamesichen Lover empfangen würde und er deren Geräusche beim sexuellen Verkehr ertragen müsse. Dieser Fakt wurde einigen Mönchen, die in „Buddhas Weg“ im Odenwald lebten, bekannt und diese hatten nun die Nase voll und stellten Thich Thien Son am 15. und 16. Novemher 2013 in zwei Krisensitzungen zur Rede. Nach Versuchen der Beschönigung, des Abstreitens und heftiger manipulativer Maßnahmen – zu der die Erniedrigung und Denunziation Hue Baos gehörte, der auf den Boden vor Thien Son niederknien musste um zu „bekennen“, dass er „gelogen“ habe und später als Schwindler und Racheübender von Thien Son denunziert wurde – gab Thien Son nach Vorlage von Beweisen zu, dass die Anschuldigungen zu den nächtlichen Lover-Besuchen stimmen. Er gestand auch den sexuellen Missbrauch des damals 12/13jährigen Jungen ein, den ich bereits 2011 angezeigt hatte.

Ein Teil der Gemeinschaft von „Buddhas Weg“ (ein Zweigzentrum der Pagode Path Hue) holte dann den Rat verschiedener ordinierter Lehrer ein, die alle betonten, dass Thich Thien Son entroben müsse, das heißt auch nach außen sichtbar in den Laienstand treten muss.

Auch Thich Nhat Hanh wurde von Mönchen der Gemeinschaft „Buddhas Weg“ in einem Brief um Hilfe ersucht, der Brief beginnt mit folgender Darstellung:

We are writing this letter to you today in the midst of a very difficult time.

Our Abbot and Zen Master, Thich Thien Son, has been having sexual relations with multiple partners for many years, and our Sangha is beginning to take action.

In the beginning, young monks from our own Sangha were coerst into having sexual relationships with our Master for „their benefit“. Sometimes he cited an attempt at therapy as his motivation, other times he just ordered sexual act to be performed. This included sexual acts with a 12 year old novice monk. The mental and emotional suffering endured in this time was great, and still continues to haunt many of those involved. Most of our monks left and disrobed because of an inability to deal with the emotional and psychological pressure of the events.

Most of our monks who served as his attendant were instructed to have sexual relationships with him and were also witness to his relationships with other men. His lifestyle in general also involved late nights out, an abandonment of attendance to morning ceremonies, and slowly a building of a community system filled with manipulation, emotional pressure, and threats to keep his secrets from being revealed. The well being of the Sangha and community fell into the background as protection of his way of life became the chief focus. Clarity was replaced with confusion, openness with defensiveness, and supportiveness with manipulation.

Currently, our Master is in a more long-standing sexual relationship with a young Vietnamese boy. […]

Teile der Gemeinschaft fuhren dann zusammen mit Thich Thien Son zu Thich Nhat Hanh nach Plum Village. Thich Nhat Hanh riet Thien Son u.a., die Robe abzulegen und keine Kurse mehr zu geben.

Am 5.02.2014 schrieb Thien Son dann an seine Schüler u.a.:

Liebe Zenschülerinnen und Zenschüler,
sicher hat Euch alle inzwischen die Nachricht erreicht, dass ich einen neuen spirituellen Weg einschlagen möchte und Ende Januar mein Amt als Abt der Pagode Phat Hue und dem Kloster Buddhas Weg meinem Stellvertreter Thay Tu Tri übertragen werde und meine Robe als Mönch zurückgebe. Die Spirituelle Leitung beider Häuser werden in Zukunft durch Thay Tu Tri, Bhante Punnaratana und der Ehrw. Nonne Young Gong vertreten.

Seit einiger Zeit lebe ich ein Leben, das im Widerspruch steht zum Mönchsein und den Gelübden die ich angenommen habe. Viele Menschen habe ich dadurch, absichtlich oder unabsichtlich, verletzt und das bereue ich zutiefst.

Ich möchte innere und äußere Wahrheit in Einklang bringen, doch der Weg dahin ist für mich ein langer Prozess. Der Mönch in mir, hat mich seit 40 Jahren begleitet. Er ist mein Leben. Ihn loszulassen ist genauso schwierig, wie ihn zu halten.

Auf der offiziellen Website der Pagode erschien dann folgende Meldung:

Thay Thien Son – Rücktritt als Abt

In seiner Neujahrsrede zum vietnamesischen Neujahr in der Pagode Phat Hue, gab Thay Thien Son seinen Rücktritt als Abt der Pagode Phat Hue und des Klosters Buddhas Weg bekannt und übertrug offiziell sein Amt auf seinen Nachfolger Thay Tu Tri.

Thay Tu Tri wird von jetzt ab alle Verpflichtungen und die Spirituelle Leitung der beiden Häuser Phat Hue und Buddhas Weg übernehmen und sie in Begleitung mit Bhante Punnaratana und der Ehrw. Nonne Young Gong im Sinne des Dharmas weiter führen.

Der Amtsrücktritt ermöglicht Thay Thien Son sich nach über 12 Jahren Aufbauarbeit der Pagode Phat Hue und des Klosters Buddhas Weg zurück zu ziehen und seinen spirituellen Weg für sich zu prüfen. Außerdem kündigt er seine Entrobung an. Die Entrobung ist notwendig für ihn, um nach 40 Jahren als Mönch, sich ehrlich selber zu begegnen und mit sich selbst auseinander zu setzen. […]

Am 19.01.2014 war ich auf Bitte eines Betroffenen sexuellen Missbrauchs, den er als Minderjähriger erfahren musste, als Vertreter der DBO in „Buddhas Weg“ und sprach mit dieser Person und einem weiteren Mönch. Anschließend gab es ein Treffen mit einem Teil der Gemeinschaft (incl. mir 14 Personen, darunter 3 Laien, 3 Mönche und der Rest Nonnen), an dem auch der extra angereiste neue Abt, Thay Tu Tri, teilnahm. Noch während des Treffens und der Gespräche wurde mir klar, dass Thich Thien Son bei seinen Suchtstrukturen und einer mutmaßlich dringend behandlungsdürftigen Persönlichkeitsstörung und der Struktur und Denkweise der verbliebenen Gemeinschaft innerhalb kürzester Zeit wieder alte Fahrwasser einschlagen wird und die versprochene Reue und Einkehr leere Worte sind. Deshalb stellte ich am 10. Februar 2014 erneut Anzeige, wegen mutmaßlich mehrfachen sexuellen Missbrauches eines Minderjährigen. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat auf der Basis neu beigefügter Beweise (wie einer neuen eidesstattlichen Versicherung) recht schnell reagiert und die Kriminalpolizei ermittelt derzeit. Mit einer Haftstrafe für Thien Son ist mit hoher Wahrscheinlichkeit zu rechnen.

Thien Son ist am 28. Februar 2014 nach Sri Lanka gereist – geplant war ein Besuch bis zum 8. März 2014. Ab dem Zeitpunkt war er auch nach eigenem Bekunden kein Mönch mehr (dies ist er gemäß Vinaya schon sehr lange nicht mehr). Seine salbungsvollen Statements in Deutschland halten Thien Son – bzw. den Laien Mai Hue Giang Tran – jedoch nicht davon ab, Aussagen zur Entrobung und Einkehr wieder aufzugeben und sich in Sri Lanka als buddhistischer Mönch zu präsentieren und an der Seite von Bhante Punnaratana¹ feiern zu lassen:

Screenshot eines aus Sri Lanka hochgeladenen YouTube Videos. Mai Hue Giang Tran (aka Thien Son) in dunkler Robe der vietnamesischen Vinaya Tradition neben Bhante Punnaratana.
Screenshot eines aus Sri Lanka hochgeladenen YouTube Videos. Mai Hue Giang Tran (aka Thien Son) in dunkler Robe der vietnamesischen Vinaya Tradition neben Bhante Punnaratana.

Hier ist das ganze Video zu bestaunen und es macht mich traurig zu sehen, wie sich eine Mönchsgemeinschaft von Mai Hue Giang Tran alias Thien Son narren lässt und Bhante Punnaratana einfach schweigt¹ und mitspielt und das Vertrauen der hingebungsvollen Laien missbraucht wird.

Auf diesem Bild, das aus der Facebook-Seite eines Mönches aus Sri Lanka stammt, präsentierte sich Thien Son letzte Woche als Mönch und Meister in der gelben Zeremonienrobe …

Der Gemeinschaft der Pagode Path Hue wurde der sexuelle Missbrauch an dem damals minderjährigen Betroffenen, den ich nun zwei mal anzeigte, im Juli 2010 bekannt. Thich Thien Son beauftragte darauf hin ein Therapeuten-Paar, Hans Peter Thomann und Ulrike Thomann Gruppentherapie und Einzeltherapien durchzuführen. Bezahlt wurden die Therapeuten für diese Therapien von der Pagode Path Hue. Der Betroffene des sexuellen Missbrauchs bezeichnet diese „Therapien“ als „Manipulation“, „die Probleme wurden nie angegangen“. Sein Vertrauen in Therapeuten ist seit dem nachhaltig erschüttert.

Foto 1
Bild vom Besuch von Mai Hue Giang Tran (aka Thien Son) in Sri Lanka. Er ist in der Mitte in der Robe eines Mönches der vietnamesischen Vinaya Tradition. Rechts von ihm ist Ulrika Thomann, eine Psychologin, die mit ihm die sogenannten „Zenkurse“ macht und eine seiner engsten Schülerinnen ist.
Foto 2
Bild vom Besuch von Mai Hue Giang Tran (aka Thien Son) in Sri Lanka. Er ist in der Mitte in der Robe eines Mönches der vietnamesischen Vinaya Tradition. Rechts von ihm ist Ulrika Thomann, eine Psychologin, die mit ihm die sogenannten „Zenkurse“ macht und eine seiner engsten Schülerinnen ist.

Zen erfahrene Praktizierende als auch Schüler von Thich Thien Son wiesen mich in Gesprächen wiederholt darauf hin, dass das was Thich Thien Son als Zen-Seminare anbietet, kein Zen sei sondern selbstgebastelter Psycho-Bla-Bla. Fragen woher er denn den Zen-Meister Titel erhielt, hat Thien Son häufig erhalten, konnte sie aber nie beantworten.

Thich Thien Son wird ohne Gegenwind aus der Öffentlichkeit sein manipulatives und missbräuchliches System fortsetzen und ausbauen. Derzeit soll Thien Son verbreiteten, dass „Kritik“ an ihm Diskrimnierung Homosexueller sein würde – Menschen also an ihm eine Art Schwulen-Bashing exerzieren würden.

Im Sinne des offenen Briefes buddhistischer Lehrer, der nach einem Treffen mit dem 14. Dalai Lama 1993 in Dharamsala verfasst wurde und auch auf Bitten Betroffener, sehe ich keine Möglichkeit mehr, als Thich Thien Sons Handeln durch das Herstellen von Öffentlichkeit Einhalt zu gebieten:

Besondere Besorgnis wurde über unethisches Verhalten unter Lehrern geäußert. In vergangenen Jahren waren sowohl asiatische wie westliche Lehrer in Skandale wegen sexuellen Fehlverhaltens gegenüber ihren Studenten, Alkohol- und Drogenmissbrauch, Veruntreuung gesammelter Gelder und Machtmissbrauch verwickelt.

Dies hat zu weitverbreiteten Schäden geführt, von denen sowohl die buddhistische Gemeinschaft als auch Einzelne betroffen waren. Jeder Student muss ermutigt werden, verantwortliche Maßnahmen zu ergreifen, um Lehrer mit unethischen Aspekten ihres Verhaltens zu konfrontieren. Zeigt der Lehrer kein Zeichen der Änderung, sollten Studenten nicht zögern, jegliches unethische Verhalten, für das es unwiderlegliche Beweise gibt, öffentlich zu machen. Dies sollte geschehen ohne Rücksicht auf wohltätige Aspekte seiner oder ihrer Arbeit wie auch auf die eigene spirituelle Verpflichtung diesem Lehrer gegenüber.

Es sollte auch in jeder Veröffentlichung klargestellt werden, das solch ein Verhalten nicht im Einklang mit der buddhistischen Lehre ist. Ganz gleich, welchen Grad spiritueller Entwicklung ein Lehrer erlangt hat oder beansprucht erlangt zu haben; keine Person kann über der Norm ethischen Verhaltens stehen. Um den Buddhadharma nicht in Verruf zu bringen und um Schaden von Studenten und Lehrern abzuwenden ist es notwendig, dass alle Lehrer zumindest nach den fünf Laiengelübden leben. In Fällen, wo ethische Standards verletzt wurden, sollte dem Studenten wie auch dem Lehrer mit Mitgefühl und Fürsorge begegnet werden.

Die Offenlegung ist hoffentlich auch ein klares Signal, dass Missbrauch, Verschweigen und Mittragen von Missständen in Deutschland unter Buddhisten keine Zukunft haben sondern, wenn alle Maßnahmen scheitern, Öffentlichkeit hergestellt werden wird.


¹ Update 9. April 2014: Punnaratana Ratmale stellte später gegenüber seinen Schülern klar, dass Thien Son in Sri Lanka mit vielen hochrangigen Mönchen befreundet sei und diese sich gewünscht hätten, dass Thien Son an den geplanten Feierlichkeiten und der Reise als Mönch teilnehmen möge. Man habe ihm vorgeschlagen, ihm dafür eine temporäre Ordination innerhalb der Theravada Tradition zu geben. Die Ordination habe in Uposathaghara in Ganekanda Purana Vihara in Wataddara, Veyangode stattgefunden. Bei der Ordinationszeremonie wären mehrere Hochehrwürdige Äbte und Mönche und weitere 20 vollordinierte Mönche anwesend gewesen.

Es ist unklar ob Thien Son zu einem vollordinierten Mönch oder Novizen ordiniert wurde. In jedem Fall hat Thien Son mehrere Parajikas begangen und diese erzwingen gemäß Vinaya den Ordensausschluss. Es ist zwar möglich nach einem Parajika innerhalb der Theravada Tradition als Novize ordiniert zu werden, aber das passiert nur in ganz seltenen, begründeten Ausnahmefällen.

Update 15. November 2016

Nach ca. 2 1/2 Jahren hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt die Ermittlungen gegenüber Thich Thien Son (bürgerlich Mai Hue Giang Tran) wegen dem Fehlen „eindeutiger Indizien“ eingestellt.

Was juristisch „eindeutige Indizien“ sind , entzieht sich meiner Kenntnis. Von daher ist diese Entscheidung für mich nicht nachvollziehbar.

Es erscheint mir jedoch völlig absurd, dass das was Realität für die Gemeinschaft, Täter und den Betroffenen ist, was Thien Son vor der Gemeinschaft explizit zugab (wurde aufgezeichnet, liegt der Staatsanwaltschaft vor,² eidesstattliche Versicherung eines Anwesenden des „Bekenntnisses“ von Thien Son liegt der Staatsanwaltschaft ebenso vor), wegen dem zwei Psychologen im Auftrag der Pagode den Betroffenen „behandelten“, wegen dem die Gemeinschaft zu Thich Nhat Hanh fuhr, um Rat zu holen, was die Gemeinschaft auch mir gegenüber freimütig einräumte (dass Thich Thien Son (Hue Giang Tran) den Betroffenen als 12jährigen sexuell missbraucht haben soll),… usw. usw., dass das alles nicht „eindeutige Indizien“ für die Staatsanwaltschaft Frankfurt sind. Das ist für mich wirklich sehr schwer zu verstehen und zu akzeptieren.

² Updates Mai-Juni 2018: In einer nachträglicher Recherche im März 2018 musste ich feststellen, dass die Aufzeichnung, in der Thich Thien Son den Missbrauch zugibt, am Ende nicht an die Staatsanwaltschaft Frankfurt ging. Außerdem habe ich dem Artikel einen kurzen Abschnitt zum Rücktritt Thich Thien Sons als DBO Vorsitzender hinzugefügt.

Der SPIEGEL veröffentlichte eine ausführliche Recherche zu den Missbrauchsvorwürfen gegen Thich Thien Son. Die Frankfurter Neue Presse zog nach und veröffentlichte 3 Artikel, dann folgten die Weinheimer Nachrichten.

Update Juli 2018
Der Fall des Zen-Meisters Thich Thien Son

169 Gedanken zu „Der Fall des Zen-Meisters Thich Thien Son

  • 24. März 2014 um 19:35
    Permalink

    Zu TTS:
    Ich bin ein Schüler von TTS.
    Ich weiß nicht was er alles getan hat , aber in seinen Kursen hat er einigen Menschen geholfen und sein Psychoblabla entbehrte nicht der Logik und hat mehr mit unserem Bewusstsein zu tun als westliche Psychiatrie.
    Auch ist er ein Meister der Akkupunktur . Ich habe einige sehr kranke Mitschüler gehabt denen TTS geholfen hat mit Akkupunktur und dem Psychobbka bla sehr geholfen hat.
    Ich möchte hier nicht über die gemachten Anschuldigungen schreiben aber man sollte nicht nur einseitig urteilen.
    Über Reaktionen freu ich mich

    Antworten
    • 24. März 2014 um 21:06
      Permalink

      Vielen Dank. Was seine Akkupunktur-Fähigkeiten angeht, dazu kann ich nichts sagen.

      Er ist aber kein Therapeut und trotzdem hat er als selbsternannter „Therapeut“ auch Missbrauchsopfer erneut sexuell missbraucht. Das ist schlicht falsch, skrupellos, schamlos und vollkommen inakzeptabel.

      Was Heilung betrifft, ist die Frage, wie viel das mit der Person zu tun hat und wie viel mit Thien Son. Auch die Schüler von Shoko Asahara von der AUM Sekte (Giftgasanschläge in Tokio) hatten und haben außerordentlich Gutes über Asahara zu berichten. Vertrauen selbst in eine Person, die keine Qualitäten von der eigenen Seite her hat, kann zur Heilung führen, wie Placebo und Nocebo Studien bestätigen. Dass Schüler auch von falschen Lehrern geheilt werden können macht dieser außerordentliche Film bewusst:

      Ich kann den Film nur jedem empfehlen, der sich Lehrern und spirituellen Meistern anvertraut, seien diese nun authentisch oder self-made Gurus.

      Antworten
    • 26. März 2014 um 05:50
      Permalink

      Wie schon oben geschrieben , ich weiß nichts über den Missbrauch !
      Und wenn wird es hoffentlich eine gerechte Bestrafung geben!

      Therapeut ist kein geschützter Titel.
      Und wenn die Selbstheilung bei TTS s Behandlungen im Vordergrund stand?
      Ist er ein guter Verstärker!
      Gib einem Menschen Macht und Verantwortung über dich und er wird dies über kurz oder lang ausnutzen, das ist Gesetz!

      Triffst du Buddha so töte ihn!

      Antworten
    • 26. Februar 2018 um 14:38
      Permalink

      Ich kann leider nicht finden, wie ich hier einen Beitrag einfügen kann, also nutze ich einfach mal die „Antworten“Funktion:

      Ich möchte darauf hinweisen, dass der Mann in der orangen Robe neben Sich Thieß Son keinesfalls Bhante ist, sondern vielmehr sein Neffe… tatsächlich sehen sie sich sehr ähnlich. Doch Bhante ist um einiges älter… Es wäre sehr freundlich, wenn Sie das korrigieren könnten.

      Antworten
      • 26. Februar 2018 um 15:03
        Permalink

        Danke für den Hinweis. Soweit ich sehe steht unter keiner Bildunterschrift, dass es sich bei dem eher kräftig gebauten Mönch in heller orangener Robe um Bhante Punnaratana handelt. Der Text selbst nennt ihn nur in Bezug auf das Video und dort ist ein hagerer, in nicht so hell-orange gekleideter Mönch zu sehen – der wohl Bhante Punnaratana ist.

        Wo genau also ist der Fehler im Text oder der Darstellung zu verorten oder beziehen Sie sich auf einen Kommentar hier?

  • 26. März 2014 um 01:35
    Permalink

    Bei so extremem Missbrauch, Unwahrheiten und Machtmissbrauch möchte ich nun doch klarstellen, Frau Thomann hat keinen Hochschulabschluss und ist eine Psychotherapeutin nach dem Heilpraktiker-Gesetz.

    Antworten
    • 26. März 2014 um 01:45
      Permalink

      Danke für die Klarstellung. Frau Thomann und ihr Mann sollen 4.000€ für die „Therapien“ von der Pagode pro Monat erhalten haben.

      Antworten
    • 26. März 2014 um 05:52
      Permalink

      Ja und das klingt so negativ !
      Seit wann ist ein Hochschulabschluss ein Zeichen für Intelligenz und Rechtschaffenheit !
      Kenne viele Heilpraktiker die mehr auf dem Kasten haben als studierte Ärzte .

      Antworten
      • 18. April 2014 um 13:24
        Permalink

        Ihr Kommentar verfehlt das Thema. Ich habe nicht geschrieben,
        dass Psychotherapeuten nach dem HPG-Gesetz schlechtere
        Therapeuten sind. Ich habe nur eine scheinbare Titel-Anmaßung
        korrigiert.

  • 27. März 2014 um 10:54
    Permalink

    Herr Dosch,
    ich habe mehrmals TTS Seminare besucht und mir ist dabei immer aus objektiver Sicht aufgefallen, dass fast alle seiner Schüler psychisch von TTS abhängig sind. Sie machen einfach ohne eigenes beurkunden das, was TTS ihnen sagt. Sei es während dem Seminar oder privat. Psysich sind sie nach seinen Seminaren so labil und rennen dann wegen jede Kleinigkeit zu ihm und fragen, ob das gut oder schlecht ist und was sie denn tun sollen. Wenn TTS sagt, dass sie einen Handstandüberschlag machen und dabei furzen sollen, weil es aus seiner Sicht 100% helfen würde, dann machen sie es auch. Beobachten Sie demnächst ganz neutral und objektiv deren und TTS Verhalten. TTS weißt wirklich sehr gut, wie er in deren Psyche kommt und sie psychisch abhängig von ihm macht! Vielleicht sind Sie bereits psysich in seinen Klauen? Bleiben Sie mal objektiv.
    Gruß
    Dosch

    Antworten
    • 27. März 2014 um 11:55
      Permalink

      Also was mir von so einem Seminar erzählt wurde hat mir die Sprache verschlagen.
      Ein Beispiel: eine Nonne soll über eine Reihe aufgestellter Tische laufen. Am Tisch sitzen die anderen Schüler und beobachten sie. An einer Stelle stockt sie. Thien Son sagt, sie solle doch mal näher da hinfühlen, bei dem Mönch wo sie stockt habe sie sicher ein verstecktes sexuelles Verlangen.

      Mir hat das gereicht um anhand der Beschreibungen von “Hue Phap”

      Zen in der Pagode, bestand aus Schreien, Tanzen zu Trommelmusik, Erotik und vielem mehr. Ja auch erotisch ging es oft zu. Getarnt wurde es durch den Vorwand, dass einige Aufgaben dazu dienen sollen, sich selbst und andere anzunehmen. Es ging manchmal so, dass in den Zen Seminaren sich gegenseitig massiert wurde, auch an den “seltsamsten Stellen” etc.

      und den Aussagen Zen Praktizierender, die bei seinen Kursen waren, das als Psycho Bla Bla zusammenzufassen. Psycho Bla Bla ist viel zu freundlich ausgedrückt.

      Antworten
  • 29. März 2014 um 10:15
    Permalink

    Nehmt euch einfach alle vor TTS in Acht! Das ist das alles, was ich euch raten kann!

    Antworten
  • 11. April 2014 um 13:55
    Permalink

    die erklärung von ratmale entlarvt ihn als lügner. Tts hätte dann die orange robe tragen müssen.

    Antworten
    • 18. April 2014 um 14:43
      Permalink

      soweit würde ich nicht gehen. lügen heißt im wesentlichen vorsätzlich etwas falsch zu sagen oder auf eine frage nicht wahrhaft zu antworten, um den anderen zu täuschen.

      Antworten
  • 29. April 2014 um 18:57
    Permalink

    Vor einigen Jahren habe ich das „Einstieg“-Zen-Seminar in der Pagode besucht. Was dort angeboten wurde, fand ich mehr als lächerlich. So schnell es eben ging, bin ich verschwunden. Ganz offensichtlich aber war, dass sich die überwiegende Zahl der Anwesenden von diesem (angeblichen) Zen-Meister, Thich Thien Son und dem ganzen Spektakel „einspinnen“ ließen. Wie eine Spinne im Netz hat dieser Mönch sie eingefangen. Hin und wieder war ich – bis vor einem Jahr – bei Veranstaltungen oder zum Meditieren in der Pagode. Durch Zufall habe ich am letzten Wochenende von den Vorfällen in der Pagode bei einer privaten Geburtstagsfeier erfahren. Ja, es ist mir „zu-gefallen“. Jetzt bin ich sehr glücklich darüber, dass ich mich dazu entschieden hatte, 2014 nicht mit nach Sri Lanka zu fliegen, obwohl ich gerne die Patenkinder wieder einmal gesehen hätte, für die mein Sohn und ich die Patenschaft übernommen haben. Allerdings muss ich mir reiflich überlegen, ob ich die Patenschaft, die ich für einen jungen Novizen übernommen habe, mit gutem Gewissen weiter aufrecht erhalten kann. Ich werde mich entscheiden müssen.

    Antworten
  • 8. Mai 2014 um 13:03
    Permalink

    Sie sollen besser ein weg für ihre eigene Zufriedenheit selbst herrausfinden als ganze Zeit ein schmall über andere Menchen schreiben.
    Herzlichen Dank
    Julia

    Antworten
    • 8. Mai 2014 um 15:02
      Permalink

      Hallo Julia,
      Machen Sie das nicht gerade selbst, was Sie anderen als RatSchlag geben?

      Antworten
  • 18. Mai 2014 um 13:10
    Permalink

    Ich finde sehr gut, dass es diese detaillierten Info’s und den Threat dazu gibt. Einiges war mir bekannt, anderes nicht.
    Transparenz und Offenheit tun immer gut. Das Gegenteil davon, also Heimlichkeiten, schweigen wo klare Worte angesagt wären, ist nicht heilsam und hält die Menschen gefangen in Angst und Abhängigkeit.
    Ich war selbst einige Jahre in der Pagode, habe mein Herz daran gehangen und war sehr überzeugt, von all den Aktivitäten die angeboten wurden und habe mich in der Gemeinschaft sehr wohlgefühlt.
    Irgendwann, ich glaube es war 2011, habe ich mich dann davon abgewendet.
    Und das waren äußerst schmerzhafte Erfahrungen, die teilweise bis heute anhalten.
    Wer eine eigene Meinung hatte und diese auch kund Tat, war ganz schnell unten durch.
    Es war bitter mitzuerleben wie vormals harmonische Beziehungen sich auflösten.
    Einfach nur deshalb, weil man seinem eigenem Gewissen, seiner eigenen Stimme gefolgt ist.
    Also eigentlich genau das was man doch durch die „Zen-Schulung“ erreichen wollte, seine Intuition wieder zu spüren und zu folgen.

    Im Nachhinein habe ich mir oft die Frage gestellt: Wie konnte sich diese Scheinheiligkeit, dieses Lügengebäude nur solange halten?!
    Und da glaube ich, ist es eben nicht nur „sein“ Verhalten, sondern vorallem auch so wie sich die Masse, jeder einzelne Verhalten hat, mitverantwortlich.
    Die Angst vor Ausgrenzung aus der Gemeinschaft bzw. bei einigen sogar die nackte Existenzangst, hat eine entscheidende Rolle gespielt.
    Vor diesem Hintergrund wird eine Ursache deutlich die zu dieser Ignoranz und dem Wegschauen geführt hat.
    Es hat eine ganz starke Gruppendynamik gegeben, gegen die es der Einzelne sehr schwer hatte.
    Hinzu kommt noch die Gläubigkeit an die „besonderen Fähigkeiten“ des Meisters, welche immer über den gesunden Menschenverstand und die eigene Meinung erhoben wurde.
    Ich selbst war ganz sicher in so einer emotionalen Abhängigkeit.
    Anstandslos habe ich ALLES übernommen was der “ Meister“ mir gesagt hat.
    Und ich erinnere mich noch sehr genau daran, wie es Usus war, dass jeder und jede bei jeder kleinen oder großen Persönlichen Entscheidung zuerst den Meister fragte.
    „Hast du IHN denn schon gefragt, oder was sagt ER denn dazu?“ waren die Standartfragen.
    Wenn ich heute daran denke, muss ich schmunzeln – damals habe ich keinen Zweifel daran gehabt, dass ER es besser wissen muss.
    Und ich weiß, dass ich dabei nicht der einzige war.

    Wie ich finde zeigt das schonmal deutlich, wieviele Faktoren und Menschen mit beteiligt waren, dass sich dieser ganze Schein solange halten konnte.
    Es war also bei weitem nicht nur SEIN Fehlverhalten, sondern eine ganze Gemeinschaft musste in Form von Ignoranz und Ausgrenzung von Andersdenkenden mitwirken.

    Für mich ist das eine Form der Aufarbeitung, damit ich dieses Kapitel meiner Vergangenheit endlich in Frieden und ohne Groll loslassen kann.
    Denn das ist bis heute bei mir nicht wirklich geschehen.
    Und mein Mitgefühl gilt all jenen die sich über all die Jahre etwas vorgemacht haben und jetzt die Realität annehmen müssen.
    Ich weiß wie weh das tut und wie lange es braucht damit diese Wunden heilen können.
    Aber sie heilen – ganz sicher.

    Antworten
    • 18. Mai 2014 um 18:36
      Permalink

      Lieber Andreas. Danke für deinen ehrlichen und reflektierten Beitrag. Er ist in meinen Augen ein Licht in diesem Dunkel von Manipulation, Abhängigkeit und Selbsttäuschung.

      Thich Nhat Hanh betonte, dass die Entwicklung in der Gemeinschaft auch deren Schwäche aufzeigt. Jeder Einzelne hat seinen oder ihren Beitrag geleistet, dass diese Fehlentwicklungen stattfinden können. Eine Gesundung kann es nur durch ehrliches Aufarbeiten und eine neue ethisch saubere spirituelle Führung geben die ganz ohne Tien Son auskommt.

      Antworten
  • 19. Mai 2014 um 10:06
    Permalink

    Der „Zen-Meister“ geht regelmäßig mit seinem jungen Lover ins FITNESS-FIRST auf der Hanauer-Landstraße! Zumindest habe ich ihn sehr oft dort gesehen….

    Antworten
    • 19. Mai 2014 um 10:18
      Permalink

      Nun, da er die Robe abgegeben hat und auch schon lange kein Mönch mehr ist, ist das ja völlig in Ordnung.

      Antworten
  • 11. Oktober 2014 um 00:04
    Permalink

    TTS und fast seine gesamte Familie sind wirklich skrupellos und intrigant. Leider weiß ich das aus eigener Erfahrung und finde keine Worte dafür, was das für Menschen sind. Es ist einfach traurig zu was diese Menschen fähig sind. Womöglich könnte ich ein ganzes Buch über ihr Verhalten und ihre Machenschaften schreiben. Ich möchte nur alle Menschen vor TTS und seiner Familie warnen!!!

    Antworten
  • 13. Oktober 2014 um 21:29
    Permalink

    Als ich zufällig hier von den Vorwürfen laß, habe ich das ganze System für mich hinterfragt. Sicher habe ich in vielen Punkten von der TCM von Thich Thien Son profitiert und es hat mir sehr viel weitergeholfen, ich bin aber froh das ich Gelegenheit bekam, kritisch zu Hinterfragen was dahintersteht. Einige Auffälligkeiten wenn ich Buddhas Weg oder Akkupunktursitzungen besuchte wischte ich wie selbstverständlich vom Tisch, aber was Andreas sagt trifft eigentlich genau mein empfinden. Nach dem realisieren des ganzen und des vor Augen führens auf welchem Weg ich mich befand, bin ich froh noch rechtzeitig erwacht zu sein, auch wenn es zunächst mein Weltbild ins wanken brachte.
    Es lässt sich überwinden und letztendlich bin ich stärker daraus hervorgegangen und gehe jetzt meinen eigenen Weg.
    Ob sich Buddhas Weg und die Gemeinschaft neu aufstellt, wage ich zu bezweifeln. Ich wüßte gerne ob der Rücktritt von TTS eine Abtrittswelle nach sich zog, oder ob sonst alles beim „alten“ geblieben ist.

    Antworten
    • 13. Oktober 2014 um 22:41
      Permalink

      Hallo. Ich glaube eher, es wird ein bisschen zurück gefahren, um alles beim Alten lassen zu können und dann weiter zu machen. Einen tieferen Lernprozess bezweifle ich. Thích Nhất Hạnh soll gesagt haben, dass es TTS nicht gut tun würde und er in alte Fahrwasser steuert, wenn er weiter als Lehrer tätig ist und das es nur eine Perspektive persönlich für ihn gib, wenn er diese Situationen vermeidet. Aber er und das ganze System scheinen so abhängig von seiner „Führung“ und „Meisterschaft“ zu sein, dass das wohl nicht Wirklichkeit wird. Gehen ist wahrscheinlich der beste Weg.

      Sehr sehr schade und traurig das Ganze …

      Antworten
  • 13. Oktober 2014 um 21:48
    Permalink

    Was ist aus den Anzeigen geworden? Gibt es ein Verfahren gegen Mai Hue Giang Tran (Zen-Meister???? Thich Thien Son)?

    Antworten
    • 13. Oktober 2014 um 22:42
      Permalink

      Die Anzeige wurde gestellt und die Polizei hat ermittelt und den Fall aufgenommen – er ist eindeutig. Wie der Stand ist, weiß ich nicht. Beim letzten Mal kamen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nur dadurch in Gang als eine Journalistin nachhakte …

      Antworten
    • 7. November 2014 um 00:50
      Permalink

      Das war zu erwarten. Aber es kommt ja noch ein Prozess denke ich …

      Antworten
  • 7. November 2014 um 01:32
    Permalink

    Sollte es zutreffen, dass die Person ‚Thay‘ identisch ist mit ‚Thich Thien Son‘ – er also weitermachen kann wie bisher, kann ich nur sagen: „Menschen werden weiterhin getäuscht, manipuliert etc.“ Und wenn ich lese, dass das ganze „System“ abhängig von seiner “Führung” und “Meisterschaft” zu sein scheint, fehlen mir die Worte. Gutgläubige, vielleicht auch Sinn oder neue Wege suchende Menschen nehmen an diesen Zen-Seminaren teil – im Irrglauben, dass sie einen wahren Meister begegnen, der das lebt, was er verkündet.

    Antworten
    • 7. November 2014 um 02:06
      Permalink

      Es kann der Sache nur juristisch oder mit Geradlinigkeit und ehrlicher Selbstreflexion bei gekommen werden. Letzteres passiert im System nicht, man muss dazu die Gruppe verlassen. Ersteres dauert. Aber immerhin gibt es Ermittlungen …

      Antworten
  • 25. Januar 2015 um 12:40
    Permalink

    Gestern einmal ‚Buddhas Weg‘ besucht, im Teehaus einen Tee getrunken, mit einer freundlichen Laienschwester gesprochen (‚Ich war auf der Suche nach einem Lehrer und vor 2 Jahren habe ich Thay gefunden…‘) und auch die Möglichkeit gehabt, eine Weile in der Halle zu sitzen.

    Was mir gleich aufgefallen war (die Hintergrundgeschichte war mir in Zügen bekannt): Im Eingangsbereich gibt es einen Aushang mit Bildern aller Teammitglieder und unter ihnen ist auch ein Foto von Thay (allerdings ohne den Zusatz ehrw. und ohne die Nennung seines alten Mönchnamens, was darauf schließen läßt, daß es neueren Datums ist). – Wenn ich mich recht entsinne, stellte ihn die Fotowand auch weiterhina als spirituellen Leiter des Hauses den Besuchern vor… ( – Und an einem Seiteneingang des Hauses stand auch ein Lexus RX mit Frankfurter Kennzeichen…)

    Schade, daß es die Sangha nicht schafft, sich von diesem ‚Schatten‘ zu befreien.

    Das Zentrum liegt in meiner unmittelbaren Wohnortnähe, aber mit dem Wissen um all diese Geschichten ein absolutes NOGO, sich dort persönlich einzubringen.

    Antworten
  • 3. März 2015 um 17:03
    Permalink

    dharma ending age… der begriff zen meister wird missbraucht… nehme das vinaya als euren lehrer… egal wer vorgibt etwas zu sein, verwirklicht zu haben, wenn sie entgegen dem vinaya handeln, handelt es es um mara.

    Antworten
    • 3. März 2015 um 17:11
      Permalink

      solche menschen können nicht ihre untaten vollbringen, wenn es keine mittäter und mitläufer gibt… deshalb ist eine karmische verbindung vorhanden und der mangel an merits sowie seeds of the true teaching in uns selber, die uns auf solche falschen und teuflischen Lehrer stossen lässt….

      Antworten
    • 3. März 2015 um 17:26
      Permalink

      Well said!

      Die Pratimoksha ist unser Lehrer. Aus dem Pratimoksha Sutra:

      (8) “When I have entered into nirvana
      It will be your teacher” – so
      With devotion the Self-Arisen earnestly
      Praised it before the assembly of monks.

      und

      (24) Those who do not have this bridle
      Nor desire to ever, either,
      Will roam about without settling down,
      Confused by the army of defilements.

      Antworten
      • 3. März 2015 um 18:09
        Permalink

        mitschuld trägt auch die „sangha“ monastisch sowie laien… es ist nicht leicht, das rechte dharma zu begegnen; wahre meister leben zurückgezogen und vinayatreu… früher oder später wird sich die wahrheit herausstellen. Die Misstände in der Sangha weltweit ist wie ein Stich ins Herz…Umso mehr recht hat Buddha mit deiner Prophezeihungen und Beschreibungen vom dharma ending age. Jeder sollte vows machen, damit man rechtes vs. falsches Dharma unterscheiden kann; den reinen( vinaya-reinen) Lehrer trifft . admin… kann ich Deine email hanen? ich möchte mit Dir sprechen. Es geht um die Zukunft des Buddhismus in Deutschland. Meine adresse: tcttue@gmail.com

      • 4. März 2015 um 16:25
        Permalink

        lieber thong tue, ich schreibe dir eine mail. persönlich spreche ich weniger von schuld. dinge entstehen in wechselseitiger abhängigkeit … aber in jedem fall hat eine schwache sangha dazu beigetragen, das hat auch Thich Nhat Hanh ihnen gesagt … mehr dann via mail.

      • 6. März 2015 um 06:51
        Permalink

        wechselseitige abhängigkeit …oder ursache-wirkung…bedeutet nicht, es gibt keine schuld, denn nichts kann den karmischen kraeften entkommen, nichts geht verloren. wuerde die sangha gemaess dem vinaya leben und entscheiden, gaebe es nicht bis heute die akkumulation der misstaende. das vinaya gibt konkrete anweisungen und richtlinien. niemand wird gezwungen, moensch oder nonne zu werden. aber monastische buddhistischen muessen im einklang mit den vorgegeben vinayaregeln leben. Die Verheimlichung und das in Schutznehmen von Mitwissenden ist ebenfalls ein Verstoss der Vinanyaregeln. Die regeln zu brechen bedeutet „Schuld“, die Ursachen liegen in der wechselseitigen Abhaengigkeit, was aber auch gleichbedeutend mit totaler Verantwortungstraeger fuer seinerTaten ( Denken, Rede, Handlungen) ist. Wenn man nicht von Schuld spricht, wieso musst sogar Buddha beispielsweise 3 Monate von lang Pferdefutter leben, warum hat Buddha Kopfschmerzen als Koenig Lazuli den Sakya Clan ausrottete ?
        Kurz: wechselseitige abhängigkeit hilf uns zu verstehen und achtsame, heilsame Samen zu saen; schuldsprechung bezieht sich auf die unausweichliche konsequenzen unserer Handlungen.

        Thich Nhat Hanh kann nicht als Autoritaet genommen werden, denn er selbst hat das Vinaya veraendert ( prajikas )und sogar seine eigenen silas ( s. interbeing-order ) geschrieben. plagiat oder arroganz oder beides ? In der Linie zahlreicher hoch erleuchteter Meister, Patriarchen hat niemand das vinaya so angefochten wie er. Ist Mahakasyapa oder Bodhidharma etwa weniger weise und erleuchtet als „ThaY“ (wie Thich Nhat Hanh von seine Schüler genannt wird. Auch Ex-Moench Thien Son nennt sich bis jetzt noch Thay..Plagiat vom Plagiat ?! )?
        Nur voll Erleuchtete können alle Ursache-Wirkungen-Faktoren klar wissen, Das Vinaya basiert auf der vollkommenen Erkenntnis von Ursache-Wirkung von Buddha. Deshalb können nur Buddhas das Vinaya zur Welt bringen.

      • 12. März 2015 um 16:25
        Permalink

        Melde mich später dazu …

      • 23. Mai 2015 um 16:10
        Permalink

        Hi Thong Tue,
        bin wieder in Dtl. Kannst mich anrufen oder Email schreiben. Daten siehe Impressum.

        In der Tat scheint es so zu sein – nach Stand meiner Info – das TNH zwei Ethik Schienen parallel fährt, die von Buddha (Vinaya) und die eigene. Wobei mir unklar ist, welche er priorisiert. Er hat zudem TTS angeboten er könne wieder Mönch werden, was nach einem Parajika eines Vollordinierten, der TTS war, aber eben nicht geht. Wer als Vollordinierter ein Parajika beging kann nicht wieder Mönch werden. Diese Aushöhlung und Aufweichung der Vinaya / Ethik ist überhaupt nicht hilfreich – vor allem nicht in einem so kranken und manipulativen System, wie es TTS aufgebaut hat.

        Immerhin hat der Geshe, der früher von TTS / Pagode eingeladen wurde, ganz klare Worte dazu gefunden und diese auch mit TTS kommuniziert – der Sangha wurde seine Sicht der Dinge, die mit der Vinaya im Einklang ist, auch mitgeteilt. Der Geshe nimmmt auch keine Einladung mehr an, so lange TTS dort „an der Macht“ ist. Das ist wenigstens konsequent und eine der wenigen positiven Inspirationen in diesem Haufen von Verwerfungen, Verwirrung, Desorientierung und Leid.

        Ich kann Deine Frustration sehr gut verstehen. Weil eben NICHT der Vinaya gefolgt wurde – gemäß Vinaya hätte der amerikanische Mönch, der den Fall vor der Sangha ins Rollen, brachte vor der Sangha aussagen müssen – ist die Situation völlig unbereinigt. Ein Treffen ohne den amerikanischen Mönch hätte gar nicht statt finden dürfen (als die 20 Mönche der vietn. Kongregation sich trafen). Sie luden ihn aber rechtswidrig und kurfristig wieder aus. Weder dort, noch danach wurde der Fall so weit ich das erkennen kann wirklich geklärt.

        Diese Nicht-Klärung und Nicht-Befolgung der Prozeduren für Parajika Vorwürfe, wie sie in der Vinaya dargelegt werden, resultiert meines Erachtens in dem Ergebnis, dass die ganze Gemeinde und die Situation ungeheilt, ungeklärt und in Verwerfungen, Disharmonie und Unglück zurück bleibt. Das gilt auch für Huy Giang Tran May, dem mit dieser Nicht-Klärung auch nicht geholfen wird – noch mehr aber für die Opfer seiner Missetaten, die keine Gerechtigkeit / Wiederherstellung des Friedens in der Sangha erfahren können und die man damit völlig missachtet. Sehr sehr traurig das Ganze in meinen Augen – aber eben auch Ausdruck des kulturellen asiatischen Kontextes in dem das so geschehen ist.

        Von außen kann man da aber sehr sehr wenig tun, außer es eben zu benennen und zu beleuchten und ggf. anzuzeigen. (Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt noch immer im Fall des mutmaßlichen und nicht verjährten Missbrauchs eines Minderjährigen.)

  • 12. März 2015 um 11:31
    Permalink

    Buddhas Weg in Finanznöten?

    Mich erreichte eine Mail mit der Bitte um eine Spende da erneute Kosten über 200 000 € anfallen, und ggf. das Projekt gefährdet ist.
    Wißt ihr näheres?

    Antworten
  • 26. März 2015 um 23:17
    Permalink

    Das ist der Newslettern und TS fährt immer noch einen Lexus….

    Von: Kloster Buddhas Weg [mailto:info=buddhasweg.eu@mail47.atl161.mcsv.net] Im Auftrag von Kloster Buddhas Weg
    Gesendet: Montag, 16. Februar 2015 15:08
    An: =?utf-8?Q??=
    Betreff: Buddhas Weg Sonder-Newsletter: Akute Hilfe und Unterstützung für Buddhas Weg

    Sonder Newsletter Buddhas Weg
    Spirituelles Seminarhaus | Kloster | Naturheilpraxis | Ayurveda | Teehaus | Klosterladen

    Sonder-Newsletter
    Akute Bitte um HILFE für
    Buddhas Weg

    Liebe Freundinnen & Freunde, Liebe Alle,

    Buddhas Weg geht nun in das berühmte „verflixte“ siebte Jahr.

    Als wir vor sieben Jahren begonnen haben, das Haus aufzubauen, war unsere Vision, einen Ort zu schaffen, der für alle Menschen offen ist, ein Platz für Spiritualität unabhängig von religiösen Hintergründen.

    Unser Wunsch war, dass in Buddhas Weg jeder die Möglichkeit hat, an dieser Vision teilzuhaben und an dem Haus mitzubauen und gleichzeitig viele Menschen darin zu unterstützen, gemeinsam zu heilen, zu wachsen und zu erblühen.

    Bis jetzt hat diese Philosophie sehr gut funktioniert, das Haus selbst – das alt, krank und heruntergekommen war – hat sich in diesen sieben Jahren vollkommen verwandelt. Es konnte durch die Liebe, Kraft und Arbeit vieler Menschen erblühen und wurde zu einem Platz, der Transformation, Heilung und innere Entwicklung ermöglicht.

    Wir haben bereits zahlreiche Prüfungen und Herausforderungen bewältigt und auch unsere Kalkulationen immer wieder angepasst, doch auf Grund weiterer Sicherheitsprüfungen der städtischen Behörden, mit der Forderung nach Brand- und Alarmschutzmaßnahmen, müssen am Haus zahlreiche Kriterien aufgestockt und umgesetzt werden, um einer Schließung vorzubeugen, die uns in eine ernste finanzielle Notlage bringen.

    Dies ist nicht nur ein Spendenaufruf, sondern ein Ruf um Mithilfe.
    Unser aller Wunsch ist, dass Buddhas Weg weiterhin als ein Ort für Spiritualität bestehen bleibt. Doch dafür brauchen wir Euch und Eure Unterstützung.

    Im Moment ist die Situation sehr kritisch und wir müssen schnell handeln, aber wir sind uns sicher, dass wir es gemeinsam schaffen und wir gemeinsam alle Kräfte mobilisieren werden, dass Buddhas Weg weiterhin ein Ort ist, wo Menschen innerlich und zusammen wachsen können.

    Worum geht es?Die FAKTEN

    Die laufenden Brandschutzmaßnahmen die getätigt werden müssen und bereits in der Umsetzung sind, haben ein großes Loch von 200.000 Euro gerissen, das aufgrund unserer laufenden Betriebskosten, inkl. Gehälter, Strom, Gas, Nahrungsmittel und Kreditabzahlungen nicht mehr allein durch Buddhas Weg und den Verein gestopft werden kann.

    Was uns in den vergangen Jahren am tiefsten berührt hat, ist zu sehen, dass so viele Menschen die Gemeinschaft oder Gemeinsamkeit wertschätzen, deshalb möchte wir uns jetzt auch an Euch alle wenden, Euch über die Situation informieren, dass wir alle gemeinsam dazu beitragen können, dass Buddhas Weg die Chance hat, sich neu zu formieren und zu wachsen….

    Welche Möglichkeiten gibt es?

    Spenden
    Zunächst brauchen wir tatsächlich sofort flüssiges Geld.
    Das heißt jede Spende zählt. Aus jeder Spende die jetzt eingeht, können Rechnungen bezahlt werden und wir gewinnen Spielraum.
    Zu unseren Konto-Informationen geht es hier.

    Fördermitgliedschaft
    Eine Fördermitgliedschaft im Verein DVBG e.V. mit dem Jahresbeitrag von 240€ unterstützt auch Buddhas Weg. Näheres dazu und ein Formular zum Herunterladen findet Ihr auf der Webseite der Pagode Phat Hue unter: http://www.phathue.de/ueber-uns/fordermitgliedschaft/

    Seminare und Kurse
    Wer bereits Kurse für dieses Jahr eingeplant hat, kann sie schon jetzt buchen und bezahlen, dann können wir von diesem Geld Kosten JETZT decken.

    Darlehen
    Wer ein privates zinsloses Darlehen geben möchte, bitte bei Hue Nghiem melden um Formalitäten abzuwickeln (siehe Kontakt unten)

    Fragen & Ideen?
    KONTAKT

    Habt Ihr noch Fragen zu Spenden oder Darlehen oder habt ihr weitere Ideen, könnt Ihr Euch auch an Sr. Hue Nghiem wenden:

    Email: huenghiem1@googlemail.com
    Tel: 06207-92598-36

    Ebenso habt Ihr die Möglichkeit – nach Terminabsprache – bei Hue Nghiem unseren Finanz-, Business & Strategieplan einzusehen.

    Wir möchten natürlich gewährleisten, dass so eine Loch nicht mehr entstehen kann! Schon jetzt sind zahlreiche Aktionen und Maßnahmen eingeleitet worden die ermöglichen sollen, dass das Haus sich selbst trägt. Doch das alles kann nur greifen, wenn die momentane Zahlungslücke überbrückt ist.

    In diesem Sinne wünschen wir uns allen, dass wir uns weiterhin in Buddhas Weg begegnen und gemeinsam wachsen können!

    Herzlich, im Namen von Thay Tu Tri, Young Gong
    und der ganzen Gemeinschaft von Buddhas Weg und Phat Hue
    Euer Thay

    Unser
    SPENDEN
    KONTO*

    Bitte alle Spenden mit dem Stichwort: Spende – Buddhas neuer Weg 2015

    Bank: Volksbank Frankfurt
    Kontoinhaber: DVBG e.V. gemeinnützig
    IBAN: DE85 5019 0000 6000 4632 20
    BIC: FFVBDEFF

    *Hinweis: Für Spendenbeträge bis 200,- Euro gilt der Kontoauszug als Beleg für das Finanzamt. Bei Spendenbeiträgen über 200,- Euro senden wir ihnen zum Jahresende eine Zuwendungsbestätigung zu.

    Share

    Forward

    Tweet

    Share

    Read Later

    +1

    © 2015 Buddhas Weg
    Sie erhalten diese Email, da sie sich für unseren Newsletter angemeldet haben. Dadurch erhalten Sie monatliche Empfehlungen, Sonderankündigungen und Berichte aus dem Seminarhaus und Kloster Buddhas Weg im Odenwald und unserem angeschlossenen Stadtzentrum Pagode Phat Hue in Frankfurt.

    Newsletter abmelden Email-Adresse aktualisieren

    Adresse:
    Kloster Buddhas Weg
    Buddhas Weg 4
    69483 Siedelsbrunn / Wald-Michelbach

    Antworten
    • 9. Juni 2015 um 00:42
      Permalink

      Hey Volker, guck mal genauer hin! Das sind Photos von 2008! Wir haben nun 2015, sieben Jahre später ;-)

      Antworten
      • 9. Juni 2015 um 10:32
        Permalink

        Hallo Tenzin, danke für den Hinweis. Ich dachte es wären aktuelle Bilder, da sie ihm Fotoordner von 2015 waren. Trotzdem hat der Münchener Ableger, der Vietnamesischer Tempel Tâm Giác http://phaplamtemple.com/photo/munich/chuatamgiac/index.html, sich wieder an dem diesjährigen Fest beteiligt http://www.vesakh-muenchen.de/mitwirkende.html, obwohl doch klar sein sollte, dass auch die Münchener Gruppe von Thich oder Thay Tu Tri, nach wie vor das unheilsame Wirken von Thich Thien Son toleriert und unterstützt.
        Erwähnenswert ist vielleicht auch, dass wieder bekannte buddhistische Lehrer wie Bhante Dhammadipa http://www.buddhasweg.eu/programm/aktuelle-programmuebersicht/juli-2015/meditationsretreat-mit-ehrw-dhammadipa-auf-basis-des-diamantsutra.html und andere http://www.buddhasweg.eu/programm/aktuelle-programmuebersicht/oktober-2015/intensives-vipassana-schweigeseminar.html leider keine Scheu besitzen, an diesem unheilsamen Ort zu lehren.

      • 9. Juni 2015 um 11:08
        Permalink

        Hi Volker,
        ja, die Menschen gehen damit unterschiedlich um und haben unterschiedliche Motive. Ich will da nicht zu sehr spekulieren, was sie antreibt, da das schwer bis gar nicht zu erfassen ist. Ich gucke lieber da wo ich Dinge leichter erfassen kann, bei mir und da ist genug zu tun ;-)

        Es ist vielleicht auch schwer die Gruppe auszuschließen, wenn Thien Son offiziell zurückgetreten ist und Thay Tu Tri offiziell die Gruppe vertritt … schwierig hier die richtige Entscheidung zu treffen. Wissenschaftliche Forschungen zeigen, dass Gruppen noch destruktiver werden, wenn man sie ausschließt und weniger destruktiv, wenn man sie einbindet. Nehmen wir Ajahn Brahm, obwohl er von den Sachen wusste kam er dennoch an den Ort. Das hatte dann aber auch in einem sehr spezifischen Fall etwas sehr Gutes bewirkt und in dem Fall war das wichtig und hat langfristige positive Wirkungen gebracht. Trotzdem kann man ihm vorwerfen, dass er mit seinen Besuchen ein krankes System unterstützte und aufrecht erhielt. In einem anderen Fall glaube ich, dass der Lehrer, der trotzdem hinging, sich maßlos überschätzte in dem was er dachte Gutes bewirken zu können. Er wurde dann auch nicht mehr eingeladen, weil er zu direkt war – lediglich seine Name wurde benutzt.

        Es ist nicht zwangsläufig schlecht an einem unheilsamen Ort zu lehren. Es gehen ja auch Nonnen und Mönche in den Knast also zu Verbrechern, Vergewaltigern, Mördern, Menschen die Kinder sexuell missbrauchten etc. um ihnen mit dem Dharma zu helfen …

      • 9. Juni 2015 um 11:40
        Permalink

        Hallo Tenzin, normalerweise würde ich dir auch Recht geben, aber dieser Fall ist doch wohl etwas anders, denn der offizielle Rücktritt Anfang 2014 http://www.phathue.de/allgemeines/news-2014/ war doch wohl eher eine Farce und ein Täuschungsmanöver als Ernst gemeint, denn kurze Zeit tauchte TTS unter dem Namen Thay in weisser Kleidung als Dzogchen-Lehrer auf http://www.buddhasweg.eu/programm/programm-archiv/dezember-2014/winter-retreat-2014-2015.html und heute macht er sogar wieder Therapieseminare http://www.buddhasweg.eu/weg-zu-sich/seminare-und-kurse/zen-weg/neue-themenseminarreihe-.html, wo wahrscheinlich auch eventuell missbrauchte und/oder misshandelte Personen daran teilnehmen werden, die sich dort Heilung und Verständnis erhoffen. Ausserdem hat TTS und seine Gemeinschaft doch nie wirklich Einsicht, Verständnis und Reue für ihr Fehlverhalten gezeigt oder etwa doch? Du hattest doch direkten Kontakt zu der Gemeinschaft und wirst es vielleicht besser wissen. Ich glaube aber nicht daran, denn ein reumütiger und einsichtiger Mensch verhält sich wohl etwas anders. Auch dass die Gemeinschaft ihre Feierlichkeiten unter einer Statue von Padmasambhava abhalten, finde ich beachtenswert, obwohl ja auch Padmasambhava etwas gegen Eid-und Gelübdebrecher hatte, oder irre ich mich?

      • 9. Juni 2015 um 13:43
        Permalink

        Danke Volker. Ja, von Anfang an sah es nicht nach Neuanfang aus, sondern nur, die Wellen verebben zu lassen um dann weiter zu machen wie bisher. Soweit ich verstehe ist die Pagode ein Familienunternehmen und entsprechend steht primär deren Wohl im Mittelpunkt und ohne den charismatischen und auch durchaus Fähigen (was Heilung aber auch Manipulation und Täuschung betrifft) Thien Son stagniert das Geschäft … Uns allen war und ist das klar, dass Thien Son nur 6-12 Monate etwas aus dem Vordergrund tritt um dann wieder aktiv zu werden. Er wird nicht zu stoppen sein, weil er nicht anders kann und seine Familie, die Pagode, viele Vietnamesen und die Gemeinschaft nicht anders wollen. Das einzige was ihn stoppt und die Gemeinschaft zu einem Erwachen führt ist eine Verurteilung vor Gericht. Das ist iR immer so bei Gruppen, die eine ausgeprägte destruktive „Sekten“-Struktur haben.

        Du fokussierst Dich mE auf ein moralisches Dilemma, das in der weltlichen Ordnung in der die Gruppe operiert, nur bedingt ein Problem ist. Zu viele haben zudem einen Vorteil weiter mit der Pagode und Thien Son zusammenzuarbeiten, deshalb wird das System vorerst nicht kollabieren. Entweder eine Verurteilung oder es muss noch mehr passieren – bedenke die Geschichte der Odenwald Schule: das dauert Jahrzehnte!

  • 11. Juni 2015 um 10:56
    Permalink

    Hallo Tenzin, danke für deine Erklärungen. Auch hier hast du Recht, aber es würde sich meiner Meinung nach auch schon etwas ändern, wenn die anderen buddhistischen Gruppen und deren ach so hoch verwikrlichten Lerer/innen sich auch etwas anständiger Verhalten und sich an ihre Gelübde erinnern würden. So wäre es doch ein leichtes, jegliche Kooperation mit dem Kloster,der Gemeinschaft und ALLEN ANDEREN, die bisher das Treiben dort unterstützt haben, einzustellen und eine öffentliche Stellungnahme zu verbreiten, dass man sich von diesen Personen distanziert und sie nicht mehr als „buddhistisch“ anerkennt. Aber außer die Stellungnahme der DBO findet sich leider nichts in der Öffentlichkeit. Die DBU hat wohl auch mal eine Stellungnahme verfasst, aber die lässt sich nirgends finden. Letzendlich möchte ich dir aber auch noch danken, dass du dich weiterhin mit der ganzen Thematik befasst und soviel Zeit und Mühe hierfür verwendest. Wenn du irgendwelche Hilfe und Unterstützung benötigst, kannst du dich ja mal bei mir melden.

    Antworten
    • 12. Juni 2015 um 21:04
      Permalink

      Lieber Volker, mit Sicherheit würde das helfen! Allerdings, es gibt kein Gelübde nicht mit einer Laienperson zu verkehren, die ihre Robe zurück gegeben oder ihre Ethik gebrochen hat. Die Person hört auch dadurch nicht auf ein Buddhist zu sein. Es liegt also im Ermessen und der Verantwortung derer, die mit der Pagode / Son zusammenarbeiten oder ihn/sie stützen. Dieses „Distanzieren von einer Person“ und „nicht mehr als ‚buddhistisch‘ anerkennen“ sehe ich kritisch. Es bedarf einer klaren Erkenntnis und Einstellung, dass die Handlungen grundfalsch und enorm schädlich waren. Auf dieser Basis und der Einsichtsfähigkeit / oder Uneinsichtsfähigkeit des „Meisters“ müssen dann einzelne Menschen, Mitglieder der Gemeinschaft oder kooperierende Gruppen / Lehrer entscheiden ob sich die Wege trennen oder ob man zusammen weiter geht; oder es zB eine Besinnungs–, Reflektions- und Korrekturphase gibt. Aber das bleibt auch ein individueller Prozess der Beteiligten für den sie selbst verantwortlich sind …

      Die DBU hatte mal die Meldung der DBO anonymisiert abgedruckt – ohne Namen der Pagode oder des „Meisters“ zu nennen – so dass nur Insider wussten, um wen es geht. In der Tat, und das meine ich nicht als Eigenlob, es ist eine Tatsache in meinen Augen, ist die DBO klar, sensibel und offen – ja sogar offensiv – mit der Sache umgegangen. Die einjährige Aufarbeitung wurde dann mit einem Ausschluss und einem öffentlichen Statement abgeschlossen – auch Kooperationspartner der Pagode wurden von Vorstandsmitgliedern über den Sachverhalt informiert. Das könnte anderen durchaus als Vorbild dienen, aber es liegt in ihrer Hand und Verantwortung, woran sie sich orientieren möchten …

      Danke für Dein freundliches Angebot mir zu helfen oder mich zu unterstützen, wenn ich es benötige.

      Antworten
      • 1. September 2016 um 11:16
        Permalink

        Die Pressemeldung der DBU erschien wohl im Jahr 2013, wurde aber kurze Zeit später auf Druck der Pagode wieder aus dem Netz genommen. Folgendes habe ich noch hierzu gefunden:
        Der Dachverband der Buddhisten in Deutschland distanziert sich von Frankfurter ‚Abt‘.

        Die Deutsche Buddhistische Union, Repräsentant von 60 buddhistischen Gemeinschaften und einigen tausend Einzelmitgliedern, distanziert sich von Mai Huy Gian Trang, besser bekannt unter dem Ordensnamen Thich Thien Son. Der Abt der Frankfurter Pagode Phat Hue wird insbesondere wegen sexueller Beziehungen zu jungen Männern, die sich als Schüler seiner spirituellen Leitung anvertraut hatten, kritisiert.

        Thich Thien Son ist Vorsitzender der Deutsch-Vietnamesischen Buddhistischen Gemeinde e.V., die seit 2002 in der Hanauer Landstraße in Frankfurt am Main das Gemeindezentrum und Kloster ‚Pagode Phat Hue‘ (‚Weisheit Buddhas‘) unterhält, als dessen Abt Thich Thien Son fungiert. Im Jahr 2009 wurde außerdem eine ehemalige Klinik bei Siedelsbrunn im Odenwald gekauft, die nun als Seminarzentrum betrieben wird. Das vielfältige Angebot sowohl in Frankfurt wie auch im Odenwald – u.a. sog. ‚Zen-Kurse‘, die von Thich Thien Son durchgeführt werden – richtet sich ausdrücklich auch an Menschen westlicher Herkunft.

        Die Deutsche Buddhistische Union bemühte sich im Interesse der Integration buddhistischer Migranten jahrelang um eine enge Zusammenarbeit mit der Deutsch-Vietnamesischen Buddhistischen Gemeinde. So veranstaltete sie im Jahr 2004 ihren jährlichen Kongress in der Pagode Phat Hue und organisierte gemeinsam mit dem Tibethaus Frankfurt und der Pagode die Veranstaltung mit dem Dalai Lama in der Commerzbank Arena Frankfurt im Juli 2009.

        Im April 2007 hatte die Deutsch-Vietnamesische Buddhistische Gemeinde Antrag auf Mitgliedschaft in der DBU gestellt und war vorläufig als Mitglied im Wartestatus aufgenommen worden. Der dreijährige Wartestatus dient der gründlichen Überprüfung des Antragstellers, bevor über eine endgültige Aufnahme als reguläres Mitglied entschieden wird. Im Juni 2009 wurde Thich Thien Son erstmals sexueller Übergriffe durch einen ehemaligen Schüler und Mönch beschuldigt. Die schwer wiegenden Vorwürfe konnten bis zum Ablauf des Wartestatus nicht abschließend geklärt werden. Sie erschienen jedoch hinreichend glaubwürdig, um den Wartestatus im April 2010 auslaufen zu lassen, ohne über eine Aufnahme abzustimmen. Weitere Beschuldigungen tauchten kurz darauf, im Juni 2010, auf.

        Mittlerweile liegen fünf eidesstattliche Versicherungen vor, die zweifelsfrei belegen, dass Thich Thien Son wiederholt gegen seine Mönchsgelübde verstoßen hat. Zwar sind die ihm zur Last gelegten sexuellen Übergriffe nach Einschätzung der DBU nicht strafrechtlich relevant, da die Betroffenen bereits volljährig waren und die zwischen ihnen und Thich Thien Son bestehende Schüler-Lehrer-Beziehung kein Beratungs- oder Betreuungsverhältnis im strafrechtlichen Sinn ist, doch sie widersprechen in eklatanter Weise dem Vinaya (der buddhistischen Mönchsregel) und den ethischen Anforderungen, denen ein buddhistischer Lehrer zu genügen hat. Insbesondere wurde das Vertrauen der jungen Männer, die sich seiner Führung anvertraut hatten, nach Auffassung der DBU grob missbraucht.
        Quelle: http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?t=14605

      • 1. September 2016 um 11:44
        Permalink

        Vielleicht müsste man noch hinzufügen, die Pagode zog dann selbst ihren Antrag zur Aufnahme zurück. Allerdings hätte die Wahrscheinlichkeit für eine Aufnahme nach bekannt werden und Bestätigung der Vorwürfe auch gegen Null gelegen.

  • 23. Juni 2015 um 13:28
    Permalink

    Hallo! Ich wollte mich eigentlich für einen ZEN-Kurs in Buddhas-Weg, Siedelsbrunn anmelden. Jetzt lese ich das. – Thich Thien Son gibt anscheinend noch weiter Kurse. Habe ich gerade auf der Webseite von http://www.buddhasweg.eu gelesen. Frage: 1) Was rät ihr mir? 2) Gibt es noch andere „Häuser“, die solche Kurse anbieten und wo die Kursleitung auch für die Teilnehmer, Verantwortung zeigen und mit einem achtsam umgehen. Ich will ja danach nicht mich noch in ärztlich Behandlung begeben müssen!

    Antworten
    • 23. Juni 2015 um 13:37
      Permalink

      Hi Oliver, raten kann ich Dir nichts, da ich dort nichts kenne. Du könntest aber bei der DBU http://www.buddhismus-deutschland.de anfragen oder auf der Site die gelisteten Gruppen durchforsten. Dort werden zwar auch Ole Nydahl Gruppen gelistet (Diamantweg), die ich nicht empfehlen würde, aber eine Empfehlung sollte man eh nicht ZU ernst nehmen, nur als Start für die eigene Erforschung und Suche. (Also den Verstand nicht abgegeben, selbst wenn etwas empfohlen wird). Mehr kann ich leider nicht dazu sagen … höre Dich um und teste mit Vorsicht, dann wird sich hoffentlich etwas finden. Vielleicht hat jemand anders einen Tipp?

      Antworten
  • 23. Juni 2015 um 13:42
    Permalink

    Ein kurzer Gruß eines Mitlesenden an Oliver: Es sind sicherlich solche Menschen wie Du, die es braucht, damit sich dort ein Umdenken vollzieht. – Schreibe dem Kloster, daß Du eigentlich einen Kurs bei Ihnen belegen wolltest, aber nun ob der ganzen Geschichten um Thich Thien Son, davon Abstand nehmen möchtest, konfrontiere Sie, frage nach, was es damit auf sich hat.

    Ansonsten, um auf Deine Frage zu antworten: Benediktushof Holzkirchen ist, denke ich in ZEN-Kreisen sehr angesehen oder Du guckst einfach mal hier: http://www.zen-guide.de/zen/zentren/

    Im Film Stopping kam ein Zen-Meister vor, den ich sehr inspiriernd fand: L. Tenryu Tenbreul, einfach mal googeln, in dessen Zentrum hat es auch Kurse…

    Liebe Grüße

    Stefan

    Antworten
  • 3. Juli 2015 um 17:20
    Permalink

    Hallo! Ich denke, dass Seminarhäuser, wie das Seminarhaus Buddhas-Weg, eine Zertifizierung haben müßten, die Ihnen z.B. über die Deutsche Buddhistischen Ordensgemeinschaft (als Dachorganisation) befähigt, Seminare abzuhalten und diese auch regelmäßig überprüft. Das könnte Täter abschrecken, dass es zu weiteren Übergriffen kommt und noch mehr Opfer gibt. Jeder Seminarleiter müßte eine Prüfung über die Dachorganisation ablegen und dann könnte er Seminare machen. Das andere: Ähnlich müßten es für Kursleiter Pflicht sein, wie jetzt auch bei Jugensleitern in der Katholischen Kirche, die mit KIndern zu tun haben, das ein Führungszeugnis dem Orden vorgelegt werden muss.

    Ich habe auch von furchtbaren Sachen gehört: Ein Teilnehmer berichtet von psychischer EInschüchterung während eines mehrtägigen Retreats unter der Leitung von Thich Thien Son und Frau Ann-Uta Beisswenger im Kloster Buddhas Weg. So bekam ich mit, dass die Retreatleitung ihre Position ausnutzte, um die psychischen Probleme des selbst ernannten Zen-Meisters mit der Gruppe aufzuarbeiten. Dabei wurde keine Rücksicht auf Erstbesucher oder psychisch instabile Menschen genommen. So kam es u. a. zu Nervenzusammenbrüchen unter den Teilnehmern, ohne dass diese angemessen betreut wurden. Sichtlich verstört waren vor allem jüngere Teilnehmer. Frau Beisswenger zeigte auch auf Nachfrage per E-Mail wenig Einsicht bezgl. der Geschehnisse.

    Wie können solche Vorfälle verhindert werden (Schließung der Einrichtung, Entlassung der Täter aus den Ordensstand).

    Weitere Infos hier:
    http://buddhistische-ordensgemeinschaft.de/dbo_mitteilung-02-2011.htm

    Zudem besteht ja die Möglichkeit, wenn Thich Thien Son noch weiter Seminare führt, eine führende / leitende / bekannte Persönlichkeiten des buddhistischen Lebens über die Missstände in diesem Kloster aufmerksam zu machen. Ich denke da an S.H. 14. Dalai Lama, mit dem Thich Thien Son auf diese Webseite abgebildet wird.

    Wenn ich noch hinzufügen darf:
    Der Fall ähnelt den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche (siehe Medienberichte von 2010 bis heute). Da durften die Täter auch weitermachen, die Täter wurden sogar noch nach Anzeigen befördert. Nur das zur Info.

    Antworten
    • 3. Juli 2015 um 18:52
      Permalink

      Vielen Dank. Aber das wird wohl nicht gehen. Im Buddhismus gibt es eigentlich keine zentrale übergeordnete Autoritäts-Instanz. Es geht ziemlich anarchisch zu. Jeder kann mehr oder weniger machen was er will – auch sich Lehrer nennen, Meister, Guru …

      Der Buddha selbst hat abgelehnt, dass jemand den Orden anführt und gelehrt, dass die Vinaya und der Dharma der Lehrer sein sollen. Natürlich gibt es Kongregationen, Dachverbände etc. oder auch Linienoberhäupter aber deren Wirkbereich ist begrenzt. Die DBO kann da eher gar nichts machen, schon gar nicht, wenn jemand nicht Mitglied ist. Dann kann sie maximal eine Stellungnahme abgeben. Das selbe gilt für die DBU …

      Im Buddhismus liegt die Verantwortung viel mehr beim Schüler / Lernenden sich mit unterscheidender Weisheit und auf der Basis der Fähigkeit Dharma von Nicht-Dharma zu unterscheiden, die besten Lehrer zu suchen.

      Natürlich kann ein Neu-Interessierter eher nicht Dharma von Nicht-Dharma unterscheiden und ist potenziell Opfer von „Rattenfängern“ … aber er kann sich auf der Suche schützen, Zeit lassen … die mit diesem Blog verbundene „Sekten“-Seite und die DBU stellen für diesen Prüfprozess ja Kriterien und Anregungen zur Verfügung.

      Eine Qualitätskontrolle ist überlegenswert, wird aber eher nicht funktionieren – aus unterschiedlichen Gründen … ein sehr sehr weites Feld … Vielleicht später mehr dazu … (habe nur wenig Zeit im Moment).

      Das Büro des Dalai Lama wurde von der DBO auf die Situation 2x aufmerksam gemacht. Aber sehr viel kann er auch nicht tun – außer sich nicht mit ihm zu treffen (wobei das wiederum seinem Mitgefühl widersprechen könnte. Ein Mitfühlender kümmert sich eben auch um Gefallene …)

      Die Pagode wurde nicht in die DBU aufgenommen, aus der DBO wurde Thien Son ausgeschlossen. Eine Stellungnahme ist online. Partner der Pagode wurden informiert, die Presse wurde mehrfach angeschrieben … Mehr als das kann man als Außenstehender wahrscheinlich nicht tun. Die Sache ist halt, so lange Thien Son innerhalb der vietnamesischen Gemeinschaft in Frankfurt Rückhalt bekommt und Menschen ihm folgen, geht es weiter. Außenstehende können da nicht viel tun, außer aufzuklären und all das passierte doch recht umfangreich.

      Im Buddhismus gibt es keinen Papst der nun den Laien und Nicht-Ordinierten Mai Hue Giang Tran aus der Pagode entlassen könnte. Das müssten die Vietnamesen in Frankfurt, die ihm Rückhalt geben, schon selbst tun – wenn ihnen denn das für richtig erscheint. Ein Außenstehender kann sich da nur begrenzt oder eher gar nicht einmischen und es ist auch ihr Recht, sich anders zu entscheiden und ihn eben zu behalten.

      Antworten
      • 29. Juli 2015 um 21:09
        Permalink

        Meiner Meinung läuft dann im Buddhismus auch irgendetwas falsch, wenn es keine zentrale übergeordnete Autoritäts-Instanz gibt. Es geht ziemlich anarchisch zu, sagen sie. – Ich finde das naiv, wenn jeder „mehr oder weniger machen kann was er will – auch sich Lehrer nennen, Meister, Guru …“ – Das ist auch ein Schlupfloch für Täter. Das kann auch falsch verstanden werden.

        Schert nicht bereits derjeniger aus der Reihe aus (Zitat: Der Buddha selbst hat abgelehnt, dass jemand den Orden anführt), der sich sich dann anmaßt sich „Meister“ oder „Guru“ nennt?

        Zitat: „Ein Mitfühlender kümmert sich eben auch um Gefallene …“

        Wenn die Person die einen Fehler begannen hat, Einsicht zeigt (im Christentum würde man sagen „Reue zeigt“), dann kann ein Mitfühlender sich um Gefallene kümmern, aber nicht umgekehrt. – Da wird wieder was falsch verstanden. Reue zeigen heißt, ich habe was falsch gemacht. Ein Mitfühlender macht sich sogar schuldig, wenn er sich um den Täter / Gefallenen kümmert! Ein Gefallener hat etwas falsch gemacht (z.B. einen Menschen umgebracht), ein reuiger Mensch gibt die Tat zu, übernimmt VERANTWORTUNG für die Tat.

      • 12. Oktober 2015 um 21:44
        Permalink

        Hi Blogleser.
        Es ist ein Aspekt der Realität, dass der Buddhismus eher anarchisch ist und das liegt mE daran, dass ein Suchender selbst die Wirklichkeit erkennen oder suchen muss. Was Wirklichkeit ist, kann ihm oder ihr keiner vorschreiben, er / sie muss es selbst erkennen. Einsicht kann also nicht so einfach von einer höheren Autorität aufgezwungen werden.

        Wohl aber gibt es durchaus Traditionen, die Einsichten bestätigen, zB, dass einer Arhat geworden ist oder diese oder jene Ebene erlangt hat. Diese Bestätigungen setzen aber voraus, dass eine Person oder Personen, die das bestätigen selbst dieses oder ein höheres Level erreicht haben, um das gültig bestätigen zu können. So ist auch dieses Bestätigungssystem fehleranfällig, wenn zB der/die Bestätigende/n gar nicht ein solches Level erreicht haben um irgendetwas bestätigen zu können.

        Hier finden Sie ein Interview mit einem Wissenschaftler, der das Anarchische am Buddhismus sehr gut beschreibt: http://info-buddhismus.de/Gewalt-in-Sueddostasien_Interview-mit-Thierry_Dodin.html. Das Einzige was eher mit Bestimmtheit festgestellt werden kann (aber nur wenn Ehrlichkeit vorherrscht und Mitglieder eines Klosters korrekt nach Vinaya handeln) ist, ob jemand Mönch oder Nonne ist.

        Ob jemand Meister oder Guru ist, hängt eher von den Schülern ab, die das so sehen und dann gibt es in manchen Ländern Systeme wie eine formelle Ausbildung, Zertifikate oder Urkunden. Es gibt kein einheitliches Vorgehen und so gibt es leider auch Spielraum und damit Spielräume, die sich ausnutzen lassen.

        Im asiatischen Raum wird die Verantwortung nur guten Lehrern zu folgen eher beim Schüler als bei Institutionen gesehen. Wenn aber ein Mönch, der ausgeschlossen wurde, weil er seine grundsätzliche Ethik (Parajika) brach, das Vertrauen von Laien erschleicht und weiter als Mönch auftritt, kann es schon vorkommen, dass Ältere des Ordens Laien vor so einem Betrüger warnen – vor allem Ältere oder der Abt des Klosters dem diese Person einmal angehörte.

        Es ist wichtig die innere Logik des Buddhismus und Ordens (Vinaya) zu verstehen um nachvollziehen zu können, warum wie reagiert wird, was abweichend ist, was korrekt ist im Sinne der Lehren oder des Dharma.

        Sie können nicht 1:1 das katholische Christentum mit dem Papst als Sprachrohr Gottes mit dem Buddhismus gleichsetzen. Oder, wenn, dann folgt dass es dann auch ok ist, wenn buddhistische Mönche und Nonnen Tiere töten und Bier brauen und trinken :-;

        Auch den Begriff „Schuld“ und das Konzept dazu gibt es nicht im Buddhismus.

        Ansonsten stimme ich weitgehend zu in Bezug auf Einsicht und Reue, bzw. Nicht-Einsicht und Nicht-Reue. Auch stimme ich zu, der Buddha wollte keinen Anführer des Ordens. Aber Ältere oder Autoritäten durch die Kraft ihrer Einsichten und ihres Wissens gab es schon immer im Buddhismus, zB neben dem Buddha seine 2 Hauptschüler. In der Waldtradition stellen Ajahn Chah oder Ajahn Mun solche eine Autorität dar, sie waren auch eine Art Guru oder Meister, wenn man das näher betrachtet. Nur wurden diese Begriffe innerhalb der Waldtradition – soweit ich das verstehe – eher nicht auf sie angewandt.

        Beste Grüße, t

    • 3. Juli 2015 um 19:01
      Permalink

      Ich habe auch von furchtbaren Sachen gehört: Ein Teilnehmer berichtet von psychischer EInschüchterung während eines mehrtägigen Retreats unter der Leitung von Thich Thien Son und Frau Ann-Uta Beisswenger im Kloster Buddhas Weg. So bekam ich mit, dass die Retreatleitung ihre Position ausnutzte, um die psychischen Probleme des selbst ernannten Zen-Meisters mit der Gruppe aufzuarbeiten. Dabei wurde keine Rücksicht auf Erstbesucher oder psychisch instabile Menschen genommen. So kam es u. a. zu Nervenzusammenbrüchen unter den Teilnehmern, ohne dass diese angemessen betreut wurden. Sichtlich verstört waren vor allem jüngere Teilnehmer. Frau Beisswenger zeigte auch auf Nachfrage per E-Mail wenig Einsicht bezgl. der Geschehnisse.

      Das sind natürlich Behauptungen, die wenn sie stimmen (was zu prüfen wäre!), ernst genommen werden sollten. Das Problem ist, bei Thien Son kann man nicht viel machen – außer vielleicht einer Zivilklage –, weil er gar kein ausgebildeter Therapeut, Psychologe oder Heilpraktiker ist. Und genau das schützt ihn ja für sein Fehlverhalten gegenüber seinen Klienten juristisch zur Verantwortung gezogen zu werden, weil sexuelle Übergriffe nur für staatlich ausgebildete und geprüfte Therapeuten strafbar sind, nicht aber für selbst ernannte. Allerdings arbeitet er mit staatlich ausgebildeten und geprüften Therapeuten zusammen. Hier kann man wesentlich mehr tun: z.B. eine Strafanzeige stellen, sich an den Dachverband wenden usw … Also, wenn Du oder andere überprüfbares Detailwissen / Beweise / Zeugen haben, dann nehmt es in die Hand, verantwortlich zu handeln und mögliches Fehlverhalten zu stoppen.

      Antworten
      • 4. Juli 2015 um 12:11
        Permalink

        Hallo tenzin, schau mal auf diese Webseite:

        http://www.freiheit-und-bewusstsein.de/inspiration/buddhas-weg/

        Die Webseite habe ich ich beim Surfen im Internet gefunden, als ich auf der Suche nach Informationen über das Kloster Buddhas Weg war. Ich wollte dort einen ZEN-Kurs belegen. Als ich das las war ich entsetzt. Daraufhin habe ich die Buchung für diesen Kurs storniert. Ich wollte sogar als Volunteer dort arbeiten. Ich lasse das jetzt aber auch, als ich diese Informationen auf dieser und weiterer Webseiten gelesen habe. Ich denke als Vonuteer dort zu arbeiten, hätte mir großen Spass gemacht. Aber was ich da lese, ich finde das schrecklich…
        VG Oliver

      • 4. Juli 2015 um 12:24
        Permalink

        Danke Oliver für den Link. Der Kommentar darunter bestätigt dies. Nach allem was ich von Seminaren TTSs hörte, passt das ins Schema.
        Sehr traurig. Aber gut, dass Menschen den Mut haben das öffentlich zu machen.
        VG T

      • 4. Juli 2015 um 12:12
        Permalink

        Ich bin einfach nur sprachlos :(

  • 4. Juli 2015 um 17:26
    Permalink

    Ich bin sprachlos, weil es mich befremdet, was da abgeht. Es widersprach und widerspricht doch der Einstellung eines Buddhisten: Das Ausüben von psychischen Druck, Einschüchterung, fehlende Rücksichtnahme / Verantwortung der Kursleitung, Ausnützung der Position: Wir sind die Guten, ihr die Schlechten.

    Ich hätte die Erwartung gehabt, dass ich bei dem Aufenthalt in dem Kloster eine gute und bereichernde Zeit habe, zur Ruhe komme. Jetzt lese ich von psychischer und sexueller Gewalt. Ich sage dazu: NEIN, da werde ich sicher nicht hingehen!

    Antworten
    • 4. Juli 2015 um 17:58
      Permalink

      Danke. Das verstehe ich nun.
      Die Erwartung war nicht realistisch, nun ist sie durch die Realität eingeholt worden. Diese Ent-Täuschung ist etwas sehr Heilsames – wenn auch nicht angenehm im ersten Moment – weil Wahrnehmung und Realität in Einklang kommen. Durch die Desillusionierung kannst Du nun klare Entscheidungen treffen, wie „NEIN, da werde ich sicher nicht hingehen!“. Das ist doch auch etwas sehr Positives für Dich, oder? Es ist doch heilsam, so klar zu sein. Andere sind weniger klar diesbezüglich.

      Antworten
      • 18. Juli 2015 um 15:01
        Permalink

        Da ich sie nicht kenne, nehme ich erst mal an, dass dieser Eintrag gut von Ihnen gemeint ist. Ich bin sehr vorsichtig. Und: Ich will mich nicht manipulieren lassen. Ich kann gut für mich selber sorgen. Danke. :)

      • 12. Oktober 2015 um 20:33
        Permalink

        Lieber Oliver, lässt Du Dich nicht gerade von einer Website „manipulieren“? ;)

        Was übrigens amüsant ist, dass Ajahn Brahm als ein „gutes“ Beispiel angeführt wird, der selbst aus seinem Orden ausgeschlossen wurde. (was nicht heißt, dass ich ihn nicht als großartigen Lehrer empfunden hätte)

      • 12. Oktober 2015 um 21:13
        Permalink

        Lieber Nalagiri,
        Ajahn Brahm wurde NICHT aus dem Orden ausgeschlossen. Dazu hättet er ein Parajika begehen müssen. Das hat er aber nicht. Er hat lediglich / oder Buddha sei Dank (je nachdem wie mann/frau das sieht) Frauen vollordiniert – zusammen mit anderen Vollordinierten. Daraufhin wurde sein Kloster nicht mehr als Kloster der Waldtradition von Ajahn Chah gelistet. Er ist aber beides noch: Vollordinierter Mönch und Mitglied des Ordens und zudem auch innerhalb der Waldtradition respektiert. Für Thien Son gilt das alles nicht.

        Ich bin offen zu erfahren, wie diese Website andere manipuliert, d.h. mit falschen Infos bewusst die Wirklichkeit verzerrt, um Menschen in eine von mir gewünschte Richtung zu bringen. Bitte belege Deine Behauptungen oder unterlasse sie. Vielen Dank, t

  • 13. Oktober 2015 um 05:18
    Permalink

    Die Darstellung von Ajahn Brahm ist verzerrt. Er wurde aus seiner SANGHA ausgeschlossen. Ajahn Brahm wurde sein Status als Ordinierer entzogen und er sowie sein Tempel von der Ajahn Chah-Gemeinschaft getrennt, weil nach deren Meinung (und der des höchsten Mönchsgremiums in Thailand) eine Nonnen(bhikkhuni)-Ordination gegen den Vinaya, den Verhaltenskodex im Buddhismus, verstieße, weil Brahm alias Peter Betts seinen Orden dabei bewusst hintergangen habe und es an der nötigen Einsicht fehlen ließ und auch, weil er Missmanagement betrieben habe. Luang Po Sophorn aus dem WPP sagte deutlich, dass Ajahn Brahm nicht länger als Theravada-Mönch, sondern als Mahayana-Mönch anzusehen sei.

    Die Frage wäre also: Welcher Sangha gehört Ajahn Brahm an, wenn ihn seine angestammte ausschloss?

    Antworten
    • 2. November 2015 um 11:41
      Permalink

      Vielen Dank.

      Ich sprach mit 2 oder 3 Mönchen aus der Waldtradition kurz über Ajahn Brahm und da wurde mir das wenig dramatisch berichtet. Deshalb begnügte ich mich mit wenigen Infos. In jedem Fall wurde ihm nicht sein Status als Ordinierter entzogen, dazu hätte er ein Parajika begehen müssen. Wenn es stimmt, dass sie sagen, „dass Ajahn Brahm nicht länger als Theravada-Mönch, sondern als Mahayana-Mönch anzusehen sei“ heißt das ja auch, dass er von ihnen immer noch als Mönch gesehen wird.

      Interessant zu wissen, was sie dazu trieb ihn als „Mahayana-Mönch“ zu deklarieren, dazu müsste er nämlich Bodhichitta entwickelt haben und dem Bodhisattva Pfad folgen. Bodhisattvas gibt es aber auch im Theravada.

      Ich werde in den nächsten Wochen mich mal genau über die Sachlage erkundigen.

      Antworten
  • 13. Oktober 2015 um 09:05
    Permalink

    Wikipedia Ajahn Brahm:
    For his actions of 22 October 2009, on 1 November 2009, at a meeting of senior members of the Thai monastic sangha, held at Wat Pah Pong, Ubon Ratchathani, Thailand, Brahm was removed from the Ajahn Chah Forest Sangha lineage and is no longer associated with the main monastery in Thailand, Wat Pah Pong, nor with any of the other Western Forest Sangha branch monasteries of the Ajahn Chah tradition.
    Das würde ich doch eher als ausgeschlossen übersetzen und wenn ich mich recht entsinne hat er es auch in dem Retreat, das ich bei ihm besuchte, als „expelled“ formuliert, allerdings kann meine Erinnerung trügen und es kann auch sein, dass er dem Ganzen etwas mehr Dramatik hinzufügen wollte um etwas zu übermitteln.

    Manipulation ist nicht als „mit falschen Infos bewusst die Wirklichkeit verzerrt“ definiert, sondern als verdeckte Beeinflussung. Da alle hier aufgeführten Darstellungen auf einseitigen Ausführungen Dritter beruht kann man getrost von einer verdeckten Beeinflussung sprechen.

    Ich bin der Meinung, dass jeder seine eigenen Erfahrungen machen sollte, auch wenn eine gewisse Wachsamkeit nie schaden kann.

    Antworten
    • 2. November 2015 um 12:19
      Permalink

      Das aus Wikipedia (die ich nicht als verlässlich Quelle der Information ansehe) passt mit dem was mir von Mönchen aus der Waldtradition erzählt wurde, man hat die Assoziation/Verbindung zur Linie aufgelöst, aus ihrer Sicht repräsentiert er nicht mehr und ist nicht mehr Teil der Linie der Ajahn Chah Forest Sangha.

      Danke für die Klärung des Begriffes Manipulation. Es ist immer wieder gut, Begriffe präzise zu definieren und zu verwenden. Ich las nun mehrere Definitionen, iR setzt sich Manipulation aus mindestens 2 Dingen zusammen: gezielte und verdeckte Einflussnahme auf andere, so dass ihr Verhalten für eigene Zwecke gesteuert werden kann ohne dass sie das mitbekommen. Manchmal wird noch erwähnt, dass die verdeckte Beeinflussung nicht zu seinem Vorteil, sondern zu seinem Nachteil führt.

      Jetzt erkläre mir mal bitte wir „alle hier aufgeführten Darstellungen“ dieses Kriterium erfüllen? Vor allem „alle“. Und dann nenne mir mal bitte einen konkreten Fall einer solchen Manipulation durch diese Website. Außerdem erkläre bitte, was ist bitte in „all“ den Ausführungen „einseitig“. Dass zB TTS aus der DBO ausgeschlossen wurde, dass mehrere eidesstattliche Versicherungen vorliegen, die sexuelle Übergriffe bezeugen, ist ein Fakt und keine Manipulation, es ist zudem nicht einseitig. Einseitig wäre, wenn TTS der DBO gegenüber gesagt hätte, dass die Vorwürfe nicht stimmen und diese Aussage dann verschwiegen wird. (TTS hatte Gelegenheit sich äußern und stritt die Vorwürfe nicht ab.)

      Die These, weil Aussagen auf Dritten beruhen, sind sie manipulativ ist Unsinn, denn sie sind nur dann manipulativ, wenn sie eben verdeckt und gezielt zur Beeinflussung in eine eigens gewünschte Richtung, die nicht mit dem Willen des anderen übereinstimmt, getroffen werden. D.h., diese These ist viel zu verallgemeinernd und wird niemals immer gültig sein. Für Einzelfälle hast Du keine Belege genannt. Außerdem ist es rein sachlich falsch, das zu behaupten. Viele Aussagen, die hier getroffen wurden, beruhen auf den Aussagen direkt Betroffener. In dem Sinne ist dein substanzloser, nicht auf Fakten basierender Satz.

      Lieber Oliver, lässt Du Dich nicht gerade von einer Website „manipulieren“?

      viel eher eine Manipulation, als was hier auf der Website (oder dem Blog) berichtet wird. Denn diese Aussage zielt mE darauf ab, ohne Belege zu haben, den Blog und die Aussagen, die getroffen wurden, zu verleumden bzw. zu diskreditieren, ohne sich mit den Sachargumenten oder Fakten auseinanderzusetzen und damit in anderen Misstrauen in die zur Verfügung gestellte Information zu wecken. Das kann sehr wohl zum Nachteil der Person führen, da sie verunsichert wird und sich kaum ein klares Bild über die Sache machen kann, wenn Misstrauen in korrekte Informationen geschürt wird; und dann der Manipulierte auf der Basis von Zweifeln, die keine Basis in der Realität haben, nicht frei entscheiden und handeln kann. Genau so arbeiten Sekten!

      Antworten
  • 25. November 2015 um 08:37
    Permalink

    Mögen alle die hier über das Verhalten von Thich Thien Son geschrieben haben und es beurteilt haben, sich über ihre Motivation des Schreibens klar werden.
    Ich wüßte sehr gerne, wie er selbst sein Verhalten begründet und was er persönlich dabei empfunden hat. Doch darüber habe ich hier nichts Deutliches gefunden. Ohne dieses Wissen ist mir eine wahrheitsnahe Einordnung nicht möglich. – Aber vielleicht würden Menschen (ich eingeschlossen), die auf dem Weg sind Erfahrungen zu machen und Erkenntisse zu gewinnen, die er vor ihnen schon gemacht und gewonnen hat, seine Antwort auch noch nicht verstehen können.
    Ohne seine persönliche Darstellung fürchte ich Mißverständnisse und Unverständnis wie ich sie mit der Geschichte von Jesus Christus in meinem christlichen Elternhaus vermittelt bekam. Dieser wurde von den Priestern und Schriftgelehrten angeklagt, weil sie ihn an den Buchstaben der Heiligen Schrift beurteilten und er sich nicht schriftgetreu verhalten habe. Sie meinten der Entwicklung und Vertiefung, die er anstoßen wollte aus Angst vor Veränderung und vor Fehlern Einhalt gebieten zu müssen.
    Ich bin dankbar dafür dass Bhante Punnaratana schweigt. Eine demütige Haltung.

    Antworten
    • 25. November 2015 um 16:05
      Permalink

      Ich wüßte sehr gerne, wie er selbst sein Verhalten begründet und was er persönlich dabei empfunden hat. Doch darüber habe ich hier nichts Deutliches gefunden.

      Er hat sich dazu nicht offiziell geäußert obwohl er die Gelegenheit dazu hatte.

      In Bezug auf Jesus Christus: hatte Jesus das Zölibats Gelübde und hatte dann dennoch Sex mit seinen Schülern? Oder heilte Jesus seine Schüler von sexuellem Missbrauch indem er sie dazu brachte, Sex mit ihm zu haben – also ihr Vertrauen und Körper noch einmal missbrauchte?

      Antworten
    • 25. November 2015 um 16:10
      Permalink

      Ich bin dankbar dafür dass Bhante Punnaratana schweigt. Eine demütige Haltung.

      Klar, es war für alle Nutznießer des Missbrauch-Systems der Odenwald Schule auch besser, dass die Opfer und Zeugen (Lehrer) schwiegen. Heutzutage würden aber sicher nur sehr wenige dieses Schweigen als „eine demütige Haltung“ auffassen.

      Schweigen bei Missbrauch ist unheilsam. Buddha hat bei Missständen in seinem Orden nicht geschwiegen sondern ist diese direkt angegangen.

      Antworten
  • 31. Dezember 2015 um 11:06
    Permalink

    Hallo Tenzin,
    wie weit sind denn die Ermittlungen der Kriminalpolizei? Bekommt TS nun seine gerechte Strafe?
    Michael Dosch

    Antworten
    • 31. Dezember 2015 um 13:46
      Permalink

      Hi Michael, das weiß ich selbst nicht. Nur so viel, die Staatsanwaltschaft tat sich am Anfang recht schwer überhaupt in Gang zu kommen. Das war auch schon bei der ersten Anzeige so. Bei der ersten Anzeige kamen sie überhaupt nur in Gang als es eine Presseanfrage gab. So einen Beschleuniger gibt es diesmal (leider noch) nicht. Werde mich mal erkundigen, was der Stand ist …

      Antworten
      • 24. August 2016 um 02:07
        Permalink

        Ein Blick auf die Homepage von Buddhas Weg und ich denke, man weiß, wie es um die Geschichte steht…

  • 5. Juli 2016 um 07:07
    Permalink

    Die Geschichte von TTS hat bei mir ziemlich viel zerstört. Von „Buddha Dharma Sangha“ ist nur noch Dharma geblieben. Den Buddhismus habe ich hinter mir gelassen.
    „Sangha“??? um Gottes Willen – Die Sangha, die eine Stütze sein sollte, Reaktionen der Menschen in der Sangha, die Abhängigkeit von TTS hat mir gezeigt was Sanghas sind: Ein Haufen Blinder die nicht man zu sich selber ehrlich sind. Süchtig nach Macht, Anerkennung und Gier, hörig bis zum Anschlag. Oder einfach: Verlogen. Sangha ist definitiv kein „Juwel“. _()_

    Antworten
    • 24. August 2016 um 01:00
      Permalink

      Lieber Joram,
      das tut mir wirklich sehr sehr leid zu hören!

      Andererseits denke ich und weiß ich aus Erfahrung, dass es auch sehr integere Sangha Juwelen gibt. Es tut mir sehr leid, dass Du diesen nicht begegnen konntest. Ich bin ja selbst viel Korruption und Machtmissbrauch begegnet (wenn auch nicht sexuellem Missbrauch) aber ich konnte das Aufarbeiten und hinter mir lassen (durch Verstehen und Akzeptanz im Sinne, dass obwohl ich es gar nicht akzeptiere es jedoch meinen inneren Frieden nicht zerstört) und ich hatte die Chance unter wunderbaren Dharma Lehrern und Sangha Juwelen weiter zu gehen. Ich komme heute gerade von einem Retreat mit einem solchen Juwel, Bhante Sujiva.

      Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute. Wenn ich irgendwas für Dich tun kann, lass es mich bitte wissen.
      Herzlichst, T
      _()_

      Antworten
      • 24. August 2016 um 04:41
        Permalink

        Vielen Dank für die netten Worte, die Enttäuschung in der Pagode war genau das Richtige für mich, wenn auch eine sehr unangenehme Erfahrung.

        Sanghas sind keine wirkliche Stütze, Sanghas sind in den meisten Fällen Täuschungen. Den Weg muss man alleine gehen. Irgendwann mal braucht man nicht nur keine Sanghas, sondern auch kein Weg mehr:

        „Meine Lehre ist keine Philosophie. Sie ist das Ergebnis direkter Erfahrung. . .
        Meine Lehren sind Lebenspraxis, nicht etwas, das man verehren sollte. Meine Lehre ist wie ein Floß, das benutzt wird, um einen Fluss zu überqueren. Nur ein Dummkopf würde das Floß herumtragen, wenn er bereits das Ufer der Befreiung erreicht hat.“

        Joram braucht kein Floß mehr. _()_

      • 24. August 2016 um 11:19
        Permalink

        Vielen Dank für deine Beiträge. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute auf dem Weg. Ja, Enttäuschung / Desillusionierung kann sehr heilsam sein – wenn auch schmerzhaft. Die Täuschung aufzugeben ist zudem Teil des Weges.
        Alles Gute Joram, mögen sich Deine spirituellen Wünsche erfüllen.

  • 13. August 2016 um 18:27
    Permalink

    Nach ausführlichem Studium aller Beiträge auf dieser Seite kann ich
    a) nur den Kopf schütteln (über so viel heiße Luft) und
    b) mich in meiner Einstellung ALLEN Religionen gegenüber aufs Neue bestätigt fühlen, – denn ich bin überzeugter Atheist.

    Antworten
    • 24. August 2016 um 01:02
      Permalink

      Hi Kurt,
      a) was ist „heiße Luft“ genau für Dich? Kann ich nicht nachvollziehen. Sind Leid und Missbrauch heiße Luft?
      b) Als Atheist entkommst Du menschlichen Verfehlungen genauso wenig wie als religiöser Mensch. Was also genau bestätigt das? Dass Atheisten wie Religiöse primär Menschen sind die den Verblendungen häufig nachgeben. Statistisch gesehen findet der meiste (sexuelle) Missbrauch nach wie vor im familiären Umfeld statt. Dein Gedanke überzeugt mich daher gar nicht.

      Antworten
    • 24. August 2016 um 01:56
      Permalink

      Was den Atheismus angeht, da bin ich sehr mit Ihnen, doch geht diese Feststellung doch sehr an der grundlegenden Fragestellung und Erkenntnis von Siddhartha Gautama vorbei: Was ist Leiden? Gibt es einen Weg hin zur Auflösung des Leidens?

      Ich sehe diesen Menschen eher als einen (Meta)Physiker, einen Philosophen, einen Psychologen, einen Erfahrungswissenschaftler.

      Was er die Menschen gelehrt hat, läßt sich meines Erachtens auch auf einen recht schlichten Kern reduzieren lassen: Sittlichkeit, Konzentration des Geistes, durch die Konzentration des Geistes, Durchdringung des Geistes, aus dieser: Einsichtswissen.

      Erkenne Dich selbst.
      Erkenne das Selbst.
      Erkenne in Dir den Fluß von Geist und Materie.

      Das hat wenig mit Religion zu tun.
      Aber es scheint ein Bedürfnis bei den Menschen zu geben,
      sich das Schlichte und Einfache in kompliziertere Formen zu gießen.

      Um sich ein Bild von der Tiefe des Geistes zu machen, empfehle ich Ihnen einen Blick auf die Sacred Mirrors von Alex Grey:

      https://www.youtube.com/watch?v=PWP4q5db8XI

      Was er in diesen Bildern beschreibt ist erfahrbar,
      so wie jede andere Körperempfindung auch erfahrbar ist.

      Nur eröffnen sich diese Erfahrungsebenen nur einem gestillten,
      nicht in der Unruhe des Denkens verhafteten Geist.

      Ich denke, früher oder später werden wir alle in Erfahrungswelten jenseits des materiellen Körpers Einsicht nehmen, ganz gleichgültig, ob wir uns vorher Atheist oder Christ/Moslem/Buddhist oder sonstwie genannt haben.

      Und ich, der ich einen kleinen Weg in diese von Grey so anschaulich beschriebenen Tiefen gehen durfte, weiß auch, daß es nach einer solchen unterhalb der augenscheinlichen, grob-stofflichen Welt liegenden Erfahrung kein echtes Zurück mehr gibt in diese.

      Und ich wundere mich mit jedem Jahr, das ich älter werde, daß ich mich dennoch so sehr von ihr habe wieder einfangen lassen…

      Draußen im Lichte gewesen und doch wieder hinabgestiegen in die Höhle, um den Schatten auf den Wänden bei ihrem Leben zuzusehen…

      In Momenten wie gerade diesem kann ich nur den Kopfschütteln über meine eigene Torheit.

      Antworten
  • 24. September 2016 um 21:01
    Permalink

    Es schein mir, dass ich etwas deutlicher werden muss, als bisher.

    Hintergrund für diesen Kommentar mit weiteren Infos ist die Befürchtung, dass Thich Thien Son (Mai Hue Giang Tran) und sein Anwalt vielleicht erfolgreich sein könnten, die Staatsanwaltschaft Frankfurt zu täuschen. (Die Anzeige ging dort vor 2 Jahren und 7 Monaten – am 10. Februar 2014 – ein.)

    Am Freitag veröffentlichte der Spiegel einen Bericht, »Missbrauchsfälle an Schule in Darmstadt: ›Unsägliche Taten‹« der berichtet, wie es einem Lehrer gelang die Staatsanwaltschaft über einen langen Zeitraum erfolgreich zu täuschen. Ein später in Auftrag gegebenes Gutachten räumte das Totalversagen der Darmstädter Staatsanwaltschaft ein:

    B. beherrschte diese Selbstinszenierung offenkundig perfekt: Auch drei weitere Ermittlungsverfahren in den Jahren 1989, 1997 und 2000 legten die Ermittler nach kurzer Zeit wegen mangelnden Tatverdachts zu den Akten. Immer wieder zogen Opfer ihre Aussagen zurück oder Pädagoge B. überzeugte die Ermittler davon, dass das schwierige Elternhaus der Jungen verantwortlich sei für die angebliche Falschbeschuldigung.

    Selbst als die Kripo in Darmstadt auf eine Wohnungsdurchsuchung drängte, reagierte die Staatsanwaltschaft nicht. „Die Staatsanwaltschaft Darmstadt“, heißt es im Gutachten, sei ihrem Auftrag, „schwere Straftaten wie den Missbrauch von Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen konsequent zu verfolgen, nicht gerecht geworden.“

    Mai Hue Giang Tran (Thich Thien Son) hat am 15. und 16.Novemher 2013 vor 5 Mönchen und 3 Nonnen zugegeben, dass er den 12jährigen Hue K. missbrauchte. Es gibt eine Audioaufzeichnung des Treffens, die der Frankfurter Staatsanwaltschaft vorliegt. Ebenso besitzt die Frankfurter Staatsanwaltschaft mindestens eine eidesstattliche Versicherung eines Teilnehmers dieses Treffens, die u.a. aussagt:

    … Dabei gestand er vor uns allen, dass er den damals ca. 12-jährigen […] manipulativ zu sexuellen Handlungen verführt habe, was dieser bestätigte.

    Es handelt sich klar um Machtmissbrauch gegenüber Untergebenen, da er damals einigen jungen, unerfahrenen Mönchen erklärt habe, solche sexuelle Handlungen gehörten zur (geheimen) Mönchsausbildung, um diese »Kräfte« kennenzulernen und zu überwinden.

    … Thich Thien Son versuchte seit 2009 bis jetzt immer wieder, durch Manipulation und psychischen Druck die Mönche zum Verheimlichen dieser Dinge zu bringen …

    Seit seinem Geständnis versuchte er mehrmals, auch mich mit Halbwahrheiten oder Lügen zu manipulieren und einzuschüchtern, damit ich nach aussen schweigen soll bzw. nur seine »stark beschönigte« Version der Situation verbreite.

    Jedes einzelne anwesende Sangha-Mitglied kann dieses Geständnis von Mai Hue Giang Tran zudem bestätigen.

    Als ich – als Repräsentant der Deutschen Buddhistischen Ordensgemeinschaft (DBO) und auf Bitten Hue K.s – in »Buddhas Weg« war, stritt kein einziges Sangha-Mitglied das Geständnis Thich Thien Sons über diesen sexuellen Missbrauch an Hue K. ab.

    Meines Erachtens dürfte es also keine große Sache oder besonders schwierig sein, dass die Staatsanwaltschaft Frankfurt endlich Anklage erhebt.

    Ein weiteres Dokument, das der Staatsanwaltschaft vorliegt, ist das folgende Email das ich nun mit Erlaubnis der Person, die es geleakt hat, hier der Öffentlichkeit zugänglich machen will. Das Email wurde am 17. Juli 2010 10:04 von Hue Chuyen an Thich Thien Son gesendet. Zuvor hatte der Geschädigte, Hue K., Ajahn Brahm um Rat ersucht und ihm erzählte, was ihm widerfahren war. Das Email beginnt:

    Dear Thay,

    Last night Hue_ came into my room and told me that he had spoken with Ajahn Brahm and told him „everything“ .

    He then told me that he had multiple times „blew your dick“ when he was 12 years old and that 11 year old Hue An was present at the time as well. He then mentioned getting SMS’s from a current „boyfriend“ of yours from when you borrowed Hue _s phone.

    Der Namen des Geschädigten wurde im Dokument unkenntlich gemacht und das Dokument wurde zudem eben im Post verlinkt.

    Ajahn Brahm ist ein weiterer Zeuge – mit exzellenter Reputation –, der der Staatsanwaltschaft Frankfurt genannt wurde (2x bereits). Es wird meines Erachtens Zeit, dass die Staatsanwaltschaft Frankfurt endlich Anklage erhebt.

    Dann für diejenigen, die denken, das wäre hier alles ganz easy und man könne das ignorieren, eine Aussage, die ein über 18jähriger Amerikaner die Öffentlichkeit über das Verhalten von Thich Thien Son wissen lassen wollte:

    Weitergeleitete E-Mail (von yogaraum11@web.de, Absender namentlich bekannt)

    „Sehr geehrte Damen und Herren,

    der betroffene Mönch Hue Gioi (William Jackson) hat seine Erlaubnis gegeben, seinen Erfahrungsbericht weiterzuleiten, damit andere Menschen vor Thich Thien Son gewarnt werden können. Er ist über seine Emailadresse zu erreichen und steht jedem für weitere Fragen zur Verfügung. Diese Information, deren Verbreitung auch von ehemaligen SchülerInnen und ehemaligen MitarbeiterInnen des Abtes gewünscht ist, wird breit gestreut und auch in die Öffentlichkeit gelangen, um andere Menschen zu schützen, die gutgläubig in Thich Thien Son noch einen vollordinierten Mönch sehen, was er auf Grund seiner Taten de fakto nicht mehr ist.

    Von: Hue Gioi
    Datum: 8. Juni 2010 16:10:47 MESZ
    Betreff: TTS Allegations

    Dear Venerables,
    My name is Thich Hue Gioi. I am an American Bhikshu. I was ordained in the Vietnamese tradition with Thich Thien Son as my teacher in 2005 and fully ordained in 2008. In the time I have spent at Pagoda Phat Hue in Frankfurt I have experience and witnessed much behavior that took me some time to digest.

    Before I was ordained as a monk. Thich Thien Son took me under his wing and was seemingly very kind an attentive to my needs. Very open minded. This was something that I felt I needed in my life. I had read much about the Buddhist teaching but he was the first monk I saw who embodied much of what I had been reading and he claimed at the time to be of great practice,realization and spiritual might. I believed it.

    I had shared with him I may have some issues with my own sexuality and he told me that I could try them out on him and that he would compassionately go along. Along with tradition teachings in which he added his own spin and the same with practices the sexual „work“ continued until I was ordained in 2005 as a samanera.

    After being at the Pagoda Phat Hue in Frankfurt for a number of years I began to get a different picture of the Master. I started to realize his faults. It was then I started learning more about different traditions from different masters. I also had the opportunity to visit Burma and see Buddhism from different angles. It was that time as well that I read through the Majjima Nikaya and realized that what my teacher was teaching did not match up. I spend the next year in turmoil making plans on how I was going to leave the temple. As well trying to figure out what was real and what was not in the Temple. During this time I spoke with many different teachers as well as a therapist. It was like I had been blind to all these harmful things that had been happening right in front of me.

    Metta and Mudita,
    Thich Hue Gioi

    —————–
    During my stay at Pagoda Phat Hue, I personally witnessed Thich Thien Son’s committing numerous Parajika offenses as a fully ordained Bhikkhu. They are as follows:

    STEALING: Taking large amounts goods through customs in order to avoid tax on them. He also encouraged his students to do the same.

    SEXUAL ACTS: He engaged in sexual acts such as kissing, touching the sexual organs, oral sex, and anal sex. I witnessed these acts occur on at least two people. I also experienced such acts myself, which occurred before I ordained as a monk. Thich Thien Son’s explanation for the sexual acts was, “It is a short cut. You need to experience both sides of your sexuality to become a good practitioner.” He told me in confidence that he „has had sexual contact 10 men and with a woman, but was not aroused“. As well, he has encouraged minors to kiss him and others. But he justifies this as only touching skin to skin.

    CLAIMED ENLIGHTENMENT: He said that he had no sexual desire and that he also had numerous psychic powers, including mind reading, seeing past lives, etc. Due to his behavior, I have reason to doubt this.

    I could make a very long list, but instead I will point to what I believe to be the roots of his conduct:
    He is very judgmental of his own behavior but believes the way out of this is shamlessness. He as well, expects perfection of himself, but he is unable to live up to these standards. In turn he is very critical to those close to him. He tries to present this perfection to the outside world. Thus, he tries to prove his abilities by accepting many large challenges but often due to his arrogance creates a heavey burden for those around him. He expects others around him to clean up after his mistakes, and blames them for their incompetence to do so which pushes people away. Telling them they are not compassionate, or loyal. To counter-act this abandonment, he assumes the guise of accepting responsibility for the problems of his students and ordained.

    He tells his students they are not capable to see as clearly as him, especially women. This would not be a novel issue in its self, but the cycle that follows is to him. Many of his students become dependent on him, and he does not teach them how to solve the problems on their own, but rather presents them the problems to solve. He tells them he knows where their problems come from and can solve them and proceeds to make up likely stories, which are often half-truths. They become dependent on him for each step then he blames them for being too needy (this is called a double bind in psychology). He often tries to get away from his students to do things in private, such as secretly indulging in sexual relationships, and going on trips to different countries without his robe, and other instances.

    He does this to escape the trap he has created for himself. It is the cycle that all of us in samsara have, but his, is seemingly very clear. He is lonely and believes that these behaviors will bring him lasting happiness. This behavior then reflects in the way that he teaches his students without clear direction. He helps them to find their problems, but leaves them to their own devices on how to solve them, because the way he solves his own is by indulging in sensual pleasures, but as a Buddhist monk, he cannot openly teach this and I believe, even let himself believe this is the case.
    —————–

    Antworten
  • 27. September 2016 um 12:21
    Permalink

    Was man im nachfolgenden BBC Artikel lesen kann, klingt ziemlich genau wie das, was in der Pagode vorging – der Unterschied ist, dass es die FWBO/Triratna zu einem gewissen Grad aufgearbeitet hat und Maßnahmen ergriff (sagen sie), dass es sich nicht wiederholt. Ein weiterer Unterschied ist, dass weder spiritueller Leiter noch Geschädigte ordinierte Mönche waren:

    http://www.bbc.com/news/uk-england-hampshire-37432719

    Antworten
    • 27. September 2016 um 15:22
      Permalink

      Ich erfahre eben von einem Kritiker der FWBO/Triratna (kann das aber nicht verifizieren), dass das mit der Aufarbeitung auch im Kontext gesehen werden muss:

      The ’safeguarding‘ policy they put in place came only after they learned the BBC were investigating (like the removal of video on their website claiming that sex between teacher and student was acceptable, ‚ inspiring‘) and is ENTIRELY discretionary. Every aspect of it refers complaints straight back to within the organization, even where criminal behaviour takes place. IMHO there can be no genuine safeguarding without external scrutiny and if a centre learns residents have been having sex with children, the first people to call should be the police. (In the case of the center featured, two cases of children under the age of thirteen have been swept under the carpet, the police stating they were unable to prosecute due to lack of third party corroboration … Again, while they claim they have learned from their mistakes and changed, none of the ever increasing number of victims coming forward has EVER received an apology or been compensated. In short, their response has been cosmetic rather than genuine and the whole exercise has been geared towards further concealment rather being about initiating change. On the other hand, as soon as the programme aired, they began removing videos on their site that referred to sex between teacher and student. So change is occurring, albeit your force rather than will So, all in all, best to keep warning people …

      Antworten
  • 15. November 2016 um 15:29
    Permalink

    Update 15 November 2016

    Nach ca. 2 1/2 Jahren hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt die Ermittlungen gegenüber Thich Thien Son (bürgerlich Mai Hue Giang Tran) wegen dem Fehlen „eindeutiger Indizien“ eingestellt.

    Was juristisch eindeutig ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Von daher ist diese Entscheidung für mich nicht nachvollziehbar.

    Es erscheint mir völlig absurd, dass was Realität für die Gemeinschaft, Täter und Betroffenem ist, was Thien Son vor der Gemeinschaft explizit zugab (wurde aufgezeichnet, liegt der Staatsanwaltschaft vor, eidesstattliche Versicherung eines Anwesenden des „Bekenntnisses“ von Thien Son liegt der Staatsanwaltschaft ebenso vor), wegen dem 2 Psychologen in der Pagode den Betroffenen „behandeln“ sollten, wegen dem die Gemeinschaft zu Thích Nhất Hạnh fuhr, um Rat zu holen, was die Gemeinschaft auch mir gegenüber freimütig einräumte (dass Thich Thien Son (Hue Giang Tran) den Betroffenen als 12jährigen sexuell missbraucht haben soll),… usw. usw., dass das alles sind nicht „eindeutige Indizien“ für die Staatsanwaltschaft Frankfurt sind. Das ist wirklich sehr schwer zu akzeptieren.

    Antworten
  • 15. November 2016 um 16:07
    Permalink

    Die Frage stellt sich, was man noch tun kann. Hier zeigt sich erneut das Dilemma: Täterschutz vor Opferschutz.

    Antworten
  • 15. November 2016 um 18:10
    Permalink

    Ich schließe mich dir an, Tenzin!
    TS ist sehr gut in Manipulation! Er schafft es immer wieder, Menschen zu blenden und zu betrügen. Er ist jetzt kein Mönch mehr aufgrund des Deliktes. Seinen Schülern und alle anderen Menschen erzählt er aber, dass dies sein Weg sei, den er gehen und erfahren musst, um noch besser, erfahrener und weiser zu werden. Dann ist für seine Schüler wieder Friede Freude Eierkuchen. Der Meister hat so eine Überzeugungskraft, dass er sogar Richter und auch Staatsanwaltschaft blenden kann! Bessere und eindeutige Indizien gibt es zu seiner Tat nicht mehr. Eventuell spielt Geld in diesem Fall eine große Rolle….

    Antworten
    • 15. November 2016 um 18:19
      Permalink

      Hi Michael. Danke.
      In Bezug auf deinen letzte Satz: ich bin kein Fan von Verschwörungstheorien.

      Geld hat aber scheinbar bei der Anwaltsauswahl von TTS eine größere Rolle gespielt.

      So weit ich weiß, soll der Anwalt von TTS sich auch größte Mühe gegeben haben, eine Verschwörung von mir ausgehend gegenüber TTS zu konstruieren – was natürlich völlig absurd ist. Die Staatsanwaltschaft hat mich zu der Sache auch nicht befragt. Aber die Strategie des Anwalts und TTS – Verleumdung, Vertrauenswürigkeit untergraben, Leugnung und Angriff scheinen funktioniert zu haben.

      Schade, aber karma ist letztlich unfehlbar.

      Wichtig ist: der Betroffene, sein Anwalt, die DBO, einige andere und auch ich: wir haben unser bestes gegeben. Mehr war nicht möglich.

      Antworten
  • 15. November 2016 um 18:27
    Permalink

    Jetzt wird es seitens TS heißen:“Ihr wollt doch unseren Meister nur Böses und ihn schädigen! Aber seht her, unser Meister hat nichts Schlechtes getan. Denn sonst hätte die Staatsanwaltschaft ihn längst festgenommen!“
    Wer glaubt wird selig!

    Antworten
    • 15. November 2016 um 18:29
      Permalink

      Genauso. Das war ja schon vorher seine Strategie.

      Antworten
    • 28. November 2016 um 15:43
      Permalink

      „Vor allem offenbart ihr Bericht verheerende Versäumnisse von Ermittlungsbehörden, der Schulverwaltung, dem Lehrerkollegium und der Schulleitung. Immer wieder gab es Hinweise, Warnungen, sogar Ermittlungsverfahren gegen Buß. Sie wurden jedoch fast immer eingestellt nach allenfalls halbherziger Überprüfung: ‚Es ist erschreckend, in welchem Ausmaß die zuständigen Institutionen hier versagt haben‘, beklagt die ehemalige Richterin Tilmann.“

      „Viele jüngere Kolleginnen hätten ihn als ‚großen Pädagogen‘ betrachtet und angehimmelt, erzählte eine Lehrerin den beiden Ermittlerinnen: ‚Wie die Groupies umschwirrten wir ihn!'“

      Über den Lehrer Buß. Bei TTS ging es nur um einen Fall.

      http://m.spiegel.de/spiegel/a-1123230.html

      Antworten
  • 23. November 2016 um 12:17
    Permalink

    Wenn, wie Du von einem Mönch der Pagode erfuhrst, der ehemalige Polizeipräsident Schüler von TTS war, dann ist viel wahrscheinlicher, dass Druck auf die ermittelnden Beamten ausgeübt wurde. Zu viele Politiker haben sich auch mit TTS sehen lassen, das Jugendamt hat versagt, da wird also ggf. entsprechend Druck gemacht, die Sache erst zu verschleppen und dann untern Teppich zu kehren. Die Einstellung des Verfahrens folgte unmittelbar auf ein Interesse an diesem Fall seitens eines namhaften Presseorgans. Solche Beispiele gibt es immer wieder, gerade erinnerte Elke Heidenreich bei Markus Lanz an den Fall Udo Proksch („Lucano“, siehe Wiki).

    Antworten
    • 23. November 2016 um 13:22
      Permalink

      Nun ja. Ich bin da vorsichtig mit solchen Dingen zu spekulieren. Merkwürdig ist in jedem Fall, dass bei der Fülle der Evidenz, die ein Geständnis von TTS mit einschließt, die Staatsanwaltschaft das Verfahren einstellt.

      Antworten
  • 8. Januar 2017 um 00:59
    Permalink

    So traurig wie es ist, vielleicht ist es gar nicht so verwunderlich, dass die Staatsanwaltschaft keine Anklage erhebt, wenn ich das hier lese:

    Zudem sähen die Opfer, dass die Täter „völlig unangemessen“ bestraft würden, sagt Schnitzler – und oft zurück in den Sport fänden.

    Dafür gibt es viele Beispiele, zu viele. So sagten etwa sieben Jungen in Süddeutschland gegen ihren Eishockeytrainer aus, Anklage wurde dennoch nicht erhoben. Bei anderen Vereinen arbeitete er als Jugendtrainer weiter – und spielt heute in der zweiten Eishockeybundesliga.

    http://www.spiegel.de/spiegel/sexuelle-gewalt-in-vereinen-junge-sportler-sind-besonders-gefaehrdet-a-1128908.html

    Antworten
  • 14. Februar 2017 um 21:00
    Permalink

    Hallo zusammen,
    ich habe mir jetzt den Artikel und die Kommentare durchgelesen und bin etwas ratlos.
    Ich war vergangenes Wochenende (kannte die Vorwürfe noch nicht) zu einem Kloster-Schnupper-Wochenende in Buddhas Weg. Betreut wurden wir von der Ehrw. Nonne Young Gong und wir sind/waren von ihr und der Stimmung in Buddhas Weg sehr begeistert.
    TTS ist uns nicht über den Weg gelaufen, aber ein Teilnehmer der auch schonmal für eine Woche als Voluntär dort gearbeitet hatte, erzählte von einem jungen Mann der dort wohl der Chef sei und sehr autoritär sei. Die Beschreibung passt sehr gut.
    Nun bin ich sehr verzweifelt. Ich fand das Wochenende sowie eben auch die Nonne sehr beeindruckend und das Wochenende hat mich dem Buddhismus sehr nahe gebracht.
    Wie sehr Ihr z.B. Young Gongs Rolle und/oder gibt es Berichte, dass sich etwas dort geändert haben könnte?
    Viele Grüße
    K.

    Antworten
    • 15. Februar 2017 um 14:02
      Permalink

      Lieber K.,
      das ist sehr schwer zu beantworten.

      Als ich damals auf Einladung der betroffenen Person dort war und wir miteinander sprachen (waren glaube 14 Personen) gab es wenig Einsehen und eine Verteidigungshaltung gegenüber Thien Son. Es wurde aus meiner Sicht schnell klar, dass das nicht mit der nötigen Ehrlichkeit und kritischen Selbstreflexion aufgearbeitet wird und es am wichtigsten war, Thien Son eine Pause zu geben damit die Wogen sich glätten können mit dem Ziel, dass er so schnell wie möglich wieder aktiv werden kann. Meine Schlussfolgerung war, dass sich die kranke Struktur fortsetzen und früher oder später wieder verfestigen wird und dass wir mit neuen Geschädigten rechnen müssen.

      Es ist nicht unüblich, dass die Menschen in solchen Gruppen sehr inspirierend sind. Es sind häufig begeisterungsfähige Idealisten, die in solche Gruppen geraten. Am Ende ziehen sie aber nur neue potentielle „Opfer“ in die Gruppe mit ihren Qualitäten und Charisma. So wurden damals von den jungen Ordinierten unabsichtlich – aber auch nicht völlig unbewusst – neue junge Männer angezogen, die, wenn sie Thien Son gefielen, Opfer seiner Manipulation wurden und in Verbindung mit der kranken Gruppenstruktur dann in seinem Bett als Sexobjekte landeten. Das gaben 2 Mönche zu.

      Die Mehrheit der Ordinierten und Laien äußerte die Ansicht, dass es völlig ok wäre, wenn Thien Son Sex mit jungen Schülern habe, weil es ja Sex unter Erwachsenen wäre. Die Machtdynaniken und Manipulationen, die das ermöglichen und den Schaden für die Betroffenen, blendeten sie völlig ignorant aus – bis auf eine einzige Person (eine Nonne).

      Für mich war das wenig überzeugend.

      Du musst für dich selbst entscheiden. Keiner kann dir das abnehmen.
      Alles Gute, Tenzin

      Antworten
      • 15. Februar 2017 um 21:23
        Permalink

        Hallo Tenzin.
        danke für Deine ausführliche Antwort.
        So wie Du es beschreibst „inspirierend“ würde ich es nicht einmal nennen. Young Gong wirkte einfach sehr offen, in sich ruhend und halt sich sehr viel Zeit genommen uns gewisse buddhistische Inhalte und Regeln, wie z.B. respektvolle Sitzhaltung im Dharmagespräch, zu erläutern. Eigentlich auch nichtmal sonderlich charismatisch, eher herrlich normal. Sie lachte auch sehr viel über Kleinigkeiten, dies wurde auch meist eher schweigend zur Kenntnis genommen. Also richtig in den Bann gezogen hatte Sie niemanden, sie war einfach sehr sympathisch. So dass es mir eben auch schwer fällt, die erhobenen Vorwürfe, ja auch gegen die gesamte Leitung/Mannschaft, einzuordnen,

        Ich hatte wie gesagt ein sehr schönes Wochenende dort. Es war (auch im Nachhinein) keineswegs sektiererisch wie einige mit „im Nachhinein wurde mir einiges klar“ beschrieben haben.

        Ich werde möglicherweise nochmal dorthin zurückkehren. Vielleicht werde ich auch Dinge mit anderen Augen sehen, vielleicht hat/wird sich ja auch etwas verändert und man hat im Stillen aus Dingen gelernt.

        Das werde ich aber versuchen für mich selbst zu bewerten, danke aber für die offenen Worte.

        Alles Gute,
        K.

      • 15. Februar 2017 um 21:26
        Permalink

        Lieber K.
        Vielen Dank und dann alles Gute auf deinem Weg,
        T

  • 15. Februar 2017 um 08:27
    Permalink

    Ich selber war über 5 Jahre im Kreise der Sangha involviert. Als die Vorwürfe aufkamen bin ich auch aus allen Wolken gefallen. Eine wichtige Säule meines Lebens geriet ins wanken. Ich musste für mich nach dieser durchweg positiven Zeit eine Entscheidung treffen. Tief im innersten sagte mein Herz das ich dies mit diesen Bedingungen nicht weiter unterstützen kann. Konsequent wäre es gewesen wenn sich TTS aus der Sangha komplett zurück gezogen hätte und das hätte eventuell auch meine Entscheidung beeinflusst. Jedoch sieht man ja nun das er weiter seine Strippen zieht. Ich denke jeder sollte es für sich selbst entscheiden wie er das ganze für sich bewertet. Aus der heutigen Sichtweise kann ich sagen, es war bei mir kein leichter Schritt aber für mich der richtige. Entscheiden sollte es jeder für sich selber. Aus der Ferne würde ich sagen im gesamten hat sich dort nichts gewandelt, es ist der selbe Brei wie vor den Missbrauchsvorwürfen.

    Antworten
  • 6. September 2017 um 16:51
    Permalink

    Im Mönchsorden von TTS war ich kurz als Anwärter 2013 und kenne daher viele der hier im Blog erwähnten Menschen. 2016/17 war ich 18 Monate lang im seinem neu gegründeten „Dao Zhi Orden“ vor dem ich hier warnen will.

    Dieser Laien Orden besteht größtenteils aus Leuten die noch nicht lange zum (nahen) Umfeld von Thich Thien Son gehören. Sie sind allerdings bereits völlig manipuliert und nicht mehr in der Lage eigenständige und verantwortungsbewusste Entscheidungen zu treffen. Alle sind ausschließlich in abhängigen Verhältnissen zu TTS, in psychischer Hinsicht oder auch in finanzieller.

    Das gefährliche an dieser Gruppe ist, das sie wirklich sympathisch ist. Allerdings sind sie maßlos naiv oder skrupellos. Ich habe sehr darum gekämpft die Missbrauch Geschichte im Orden aufzudecken und zu bearbeiten, was schlichtweck unmöglich war. Ich gebe einfach mal ein paar Zitate von meinen damaligen Ordensbrüdern und Schwestern wieder.

    1.)“Sex mit einem zwölfjährigen find ich nicht schlimm, solang keine Gewalt im Spiel war“ Von einer Schwester
    2.)“Ich habe TTS gefragt ob das stimmt mit dem Missbrauch und er hat Nein gesagt“ oder „frag doch TTS einfach ob das stimmt.“ Das sagten mir mehrere Brüder und Schwestern, wohl bemerkt von denen die meisten mit TTS gerade mal ein bisschen über ein Jahr näher zu tun hatten.
    3.)“Das geht uns nichts an“ sagt(brüllt) eine Ordensschwester, die seit Jahren das Kinderprogramm in Buddhas Weg bei Festen organisiert.
    4.)“Da steht kein Name drunter, diese Seite ist unseriös“ Ein besonders dummes Kommentar über diesen Blog, wobei Tenzins Name nicht übersehbar ist, wenn man den Blog auch wirklich lesen würde. Noch dazu mit Kontakt Möglichkeit. Als ich Tenzin das erste mal schrieb, bekam ich innerhalb von 3 Stunden eine ausführliche Antwort.
    5.) Kein Zitat, aber ich möchte noch erwähnen, das sich schlicht niemand im Orden Zeit dafür nehmen wollte mehr zu erfahren, was sehr einfach möglich gewesen wäre. Doch alles was die heile Welt in frage hätte stellen können wurde abgeblockt. Absurder weise gibt es dort aber Personen, die von sich behaupten sich damit auseinander gesetzt zu haben, obwohl das nicht im geringsten stimmt.
    6.) „Ich kann doch Thay nicht verurteilen aufgrund von Aussagen dritter, das ist nicht buddhistisch“ ein Dao Zhi Bruder. Darauf hin bot ich ihm an, den Kontakt zu mehreren früheren Mönchen aus Buddhas Weg herzustellen. Das wollte er aber lieber nicht tun.

    Ich schreibe hier aus dem selben Grund wie schon einige Menschen hier vor mir, die Kommentare zu diesem Blog hinterließen. Ich möchte andere Menschen davor bewahren das sie die selbe schmerzhafte Erfahrung machen müssen, wie ich sie gerade durchlebe. Wenn man nach Buddhas Weg kommt bringt man soviel Eifer und Tatkraft mit und man verbindet sich mit den Leuten dort. Und wenn man dann plötzlich vor dieser hässlichen Wahrheit steht, bricht ein Riesenteil des gewohnten Lebens einfach weg. Meiner Familie sei Dank, die mir seid dem Ausstieg aus Buddhas Weg und Dao Zhi Orden Geborgenheit gibt, das es bei mir keinen tiefen Absturz gab. Aber nicht jeder hat das Glück auf eine solche Familie zurückgreifen zu können. Daher kann ich nur jedem raten, sich fern von Buddhas Weg und dem Dao Zhi Orden zu halten.

    Antworten
    • 12. Mai 2018 um 11:54
      Permalink

      Lieber Dennis, danke für deinen offenen Beitrag und Mut unter Deinem Namen zu schreiben. Ich hoffe Lesende nehmen ihn sich zu Herzen. Es freut mich zu lesen, dass Du Stütze in Deiner Familie gefunden hast und ich wünsche Dir von Herzen alles Gute. T

      Update:
      Ich muss einen Punkt oben am Ende des Artikels berichtigen. Bei genauerer Recherche fand ich heraus, dass die Tonbandaufnahme, in der TTS den Übergriff zugibt, am Ende doch nicht bei der StAw angekommen ist. D.h. sie lag ihr offensichtlich nicht vor, als sie entschied, die Ermittlungen einzustellen.

      Antworten
  • 18. Mai 2018 um 17:55
    Permalink

    Noch ein Update:

    Im neuen SPIEGEL Nr. 21/2018, 19.05.2018 erschien ein sehr gut recherchierter Artikel zu Thich Thien Son und seinen andere schädigenden Aktivitäten. Er enthält einige neue und unbekannte Details. Mehrere Betroffene kommen zu Wort. Der Artikel heißt »Buddhas Irrweg«, Untertitel »Missbrauch!  Ein buddhistischer Abt aus Frankfurt am Main versprach Erleuchtung – und verging sich unter diesem Vorwand offenbar an seinen Klosterschülern.« In der »Hausmitteilung« des SPIEGEL heißt es:

    Auch im Bud­dhis­mus ge­schieht Un­hei­li­ges: Der Abt Thich Thi­en Son ver­sprach in hes­si­schen Klös­tern über Jah­re Er­leuch­tung – und soll un­ter die­sem Vor­wand Klos­ter­schü­ler se­xu­ell be­läs­tigt ha­ben. Ann-Kat­rin Mül­ler und Anna Sa­wer­thal re­de­ten mit Be­trof­fe­nen und mit Zeu­gen ei­nes Ge­sprächs, bei dem der Abt Se­xu­al­kon­tak­te ein­ge­räumt ha­ben soll. Alle Er­mitt­lun­gen ge­gen ihn wur­den al­ler­dings ein­ge­stellt. Die Er­in­ne­run­gen der Be­trof­fe­nen sei­en nicht kon­kret ge­nug und die Aus­sa­gen nicht kon­stant ge­we­sen. Mül­ler war ver­blüfft, dass die Be­trof­fe­nen den Abt im­mer noch ver­tei­di­gen: »Alle ha­ben erst mal be­tont, was für ein ta­len­tier­ter Mann er sei und wie er ih­nen ge­hol­fen habe; da­bei hat er sie trau­ma­ti­siert.«

    Der Artikel steht seit 18 Uhr in der Digitalausgabe https://magazin.spiegel.de/SP/2018/21/ zur Verfügung und erscheint morgen in der Printausgabe. Ein etwas längerer Teaser ist auf SPON zu finden: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/frankfurt-buddhistischer-abt-soll-klosterschueler-sexuell-belaestigt-haben-a-1208449.html

    Antworten
    • 21. Mai 2018 um 14:01
      Permalink

      Der aktuelle Artikel im Spiegel ist miserabel recherchiert! Eine Politikjournalistin, die fast ausschließlich über sexuellen Missbrauch schreibt..schon das hinterlässt einen gewissen „Geschmack“. Die meisten Infos sind aus dem Internet abgeschrieben und es geht nach wie vor um Vorwürfe, die ca 10 Jahre alt sind.
      TTS wird im Artikel mehrfach als Abt benannt und der Titel, den er längst abgelegt hat, wird ebenfalls aufgeführt.
      Es wird behauptet, dass er Seminare für und über Kinder hält, was schlichtweg nicht wahr ist. Die angeführten Seminar „Schattenkinder“ + „Familienkarma“ sind weder für Kinder noch mit Kindern!
      Es mutet an, dass es hier um eine Schmutzkampagne geht und nicht um einen gut recherchierten Artikel. Das Niveau würde ich eher der Zeitung mit den 4 großen Buchstaben zuordnen als einem „Nachrichtenmagazin“. Diese Bezeichnung hat der Spiegel in meinen Augen seit langem nicht mehr verdient.

      Antworten
      • 21. Mai 2018 um 17:44
        Permalink

        Na ja, also ich würde vielleicht erst mal anfangen, festzustellen, dass das Verhalten von „Thay“ Thich Thien Son „miserabel“ und schädigend war.

        Shot the Messanger (der SPIEGEL als mieser Recherchierender), Täter-Opfer Umkehr oder Verschwörungstheorien – wie zB Thien Son sei „Opfer einer Intrige der DBO und der Deutschen Buddhistischen Union (DBU)“ – sind klassische Verteidigungsmuster bzw. Nebelkerzen in solchen Fällen.

        Wie dem Artikel zu entnehmen ist, Betroffene wurden aufgesucht, mit ihnen wurde gesprochen. Dokumente wurden ausgewertet, mit der Staatsanwaltschaft wurde kommuniziert … kurz, eine umfangreiche Recherche wurde durchgeführt. Das wird ja im Detail beschrieben im Artikel – auch das mit Betroffenen direkt gesprochen wurde – oder? Dass sich viele Teile davon mit Sachen decken, die man im Internet findet, ist ein interessanter Umstand. Offenbar wurden dann diese Infos an diesen Stellen im Internet (wo sie sich decken) korrekt dargestellt. Spricht dann für „das Internet“ bzw. diese Stellen im Internet wo es sich deckt, aber eben weniger für Abschreiben ;-)

        In der Tat wird TTS mehrfach Abt genannt. Warum? Kontext: Er war Abt und hat als Abt junge Mönche (vor allem aber nicht nur), die ihm vertrauten, durch sexualisierte Gewalt geschädigt. Er verkaufte ihnen das ja sogar als Teil des Mönchstraining (!)

        Ich sehe allerdings auch, dass es an mindestens einer Stelle im SPIEGEL missverständlich ist „Der Abt Thich Thien Son ist nicht ganz so bekannt, in Hessen aber eine Größe. Er gründete das Kloster ‚Pagode Phat Hue‘ in Frankfurt am Main und leitete später auch ‚Buddhas Weg‘ im Odenwald.“

        Allerdings wird das später aufgefangen, da es dann heißt „Im Frankfurter Kloster Pagode Phat Hue wurde zwar ein neuer Abt benannt, doch ohne Thich Thien Son geht es offenbar nicht. Er bringt die Spenden, er zieht neue Interessierte an. Das sagen die, die sich im Kloster und in der buddhistischen Szene auskennen. Sogar im Impressum der Internetseite steht sein Name noch.“

        Es wird behauptet, dass er Seminare für und über Kinder hält, was schlichtweg nicht wahr ist. Die angeführten Seminar „Schattenkinder“ + „Familienkarma“ sind weder für Kinder noch mit Kindern!

        In der Tat, wenn man sich die „Schattenkinder“ Beschreibung durchliest, das scheint eher für Erwachsene zu sein, es geht aber auch um Kinder – nun zumindest, das „innere Kind“ ;-) Kleiner Scherz.
        In der Bildergalerie von »Buddhas Weg« kann man allerdings sehr wohl Veranstaltungen finden, wo auch Kinder anwesend sind. Der Text im SPIEGEL sagt:

        In seinem alten Kloster „Buddhas Weg“ gibt er Seminare, auch für und über Kinder, zuletzt im April dieses Jahres: „Schattenkinder – Sonnenkinder“ und „Familienkarma“. Zu Ostern leitete er eine Meditationsklausur.

        Also wenn TTS tatsächlich KEINE Seminare für oder über Kinder geben sollte, dann wäre zumindest ein Satz im Artikel falsch. In dem Fall würde ich vorschlagen, die SPIEGEL Redaktion zu kontaktieren und das korrigieren zu lassen. Habe ich öfter mal gesehen, dass eine Sache korrigiert wurde. Fehler können passieren. Allerdings stellt ein Fehler nicht den ganzen anderen Inhalt des Artikels in Frage – gut, außer bei den üblichen Verteidigungsstrategien von Tätern und deren Unterstützern. Denn diese greifen gerne einen (möglichen) Fehler heraus, um dann alles was gesagt wurde zu diskreditieren. Machen Täter und ihre Unterstützer auch besonders gern mit den Aussagen derer, denen der Täter geschadet hat (also seinen „Opfern“): aus den Berichten der Opfer des Täters, werden kleine Details herausgesucht, die nicht stimmen oder unstimmig erscheinen, um dann den ganzen Bericht über Missbrauch infrage zu stellen und das mutig berichtende Opfer (bzw. den / die Betroffene/n) zu diskreditieren und unglaubwürdig erscheinen zu lassen.

        Yups, war ja zu erwarten. Machen Sie ja auch: ein (möglicher) Fehler und schwupps haben wir „eine Schmutzkampagne“ und keinen „gut recherchierten Artikel“. Dann noch ein bisschen weiter in die Erde stampfen: „Das Niveau würde ich eher der Zeitung mit den 4 großen Buchstaben zuordnen als einem ‚Nachrichtenmagazin‘.“ und abschließend den Sargdeckel drauf: „Diese Bezeichnung hat der Spiegel in meinen Augen seit langem nicht mehr verdient.“ Wie der Missbrauch wird eben auch der Messanger, hier der SPIEGEL, in den Keller weggesperrt und verdrängt.

        Eine Sache noch, die Vorwürfe sind 10 Jahre her. Stimmt. Aber auch hier bitte Kontext beachten. Bei sexualisierter Gewalt kann es Jahrzehnte dauern, bis die Betroffenen sich öffnen und über ihre Erfahrungen anfangen zu sprechen. Das gilt ganz besonders für Männer (oder Jungs), die Opfer sexualisierter Gewalt geworden sind. Eine Studie fand heraus, dass es durchschnittlich 21 Jahre dauert bis sie anfangen darüber zu sprechen und dass sie durchschnittlich weitere 7 Jahre brauchen, bis sie beginnen, das Erfahrene aufzuarbeiten.

        Empfehlenswerter (kurzer) Artikel als Einstieg dazu in Spiegel Online:

        Der Artikel beginnt mit dem Satz:

        50 Jahre ist es her, doch Mani hat seither nie mit jemandem darüber gesprochen. Nicht mit seinen Eltern, nicht mit Freunden, nicht mit seinen Partnerinnen. Erst in einem Internetforum vertraut er sich anderen an, die Ähnliches erlebt haben.

        Das ist nur der eine Teil, dann dauert es noch mal ne Weile bis gegebenenfalls die Öffentlichkeit davon Kenntnis nimmt oder Medien darüber berichten. D.h. in diesem Fall sind 10 Jahre eher schnell. Auch der Hinweis auf das „Verfallsdatum“ macht wenig Sinn und ist wohl eher ’ne Nebelkerze. Wenn eine Frau vor 10 Jahren ihr Baby verloren hat und heute darüber sprechen kann und dann findet sich ein Medium, dass das relevant findet, dann wird eben 10 Jahre später darüber geschrieben. Es gibt ja auch Artikel zu Gewalt und Missbrauch in Kinderheimen, die noch viel länger als 10 Jahre zurück liegen.

      • 21. Mai 2018 um 18:02
        Permalink

        Dann noch ein Hinweis: Es waren 2 Journalistinnen, die das recherchierten und schrieben.

        Die zweite Journalistin arbeitet für den Standard in Österreich und hat bereits zu Missbrauch im Buddhismus für das Monats-Magazin DATUM aus Österreich recherchiert und geschrieben: Datum 11/2017 “Auch du, Buddha?” Den Artikel kann man für 1,50€ erwerben / lesen.

      • 30. Mai 2018 um 21:56
        Permalink

        Kleiner Nachtrag J.B., die „Politikjournalistin, die fast ausschließlich über sexuellen Missbrauch schreibt…“ und der Sie hier einen „Geschmack“ andichten schrieb 2017 u.a. auch über sexuellen Missbrauch im Boxen: http://www.spiegel.de/spiegel/missbrauch-junge-hamburger-boxerin-wirft-trainer-sexuellen-missbrauch-vor-a-1155332.html oder vor kurzem sexuelle Belästigungsvorwürfe beim WDR oder Missbrauchsvorwürfe im weltberühmten Fechtzentrum in Tauberbischofsheim: http://www.spiegel.de/spiegel/missbrauchsskandal-in-tauberbischofsheim-haltet-bloss-die-klappe-a-1147491.html

        Hier ein Überblick von Artikeln von ihr beim SPIEGEL: http://www.spiegel.de/suche/index.html?suchbegriff=Ann-Katrin+Müller

        D.h. sie ist vertraut mit diesen Themen, wieso sollte sie also nicht auch über die Vorwürfe gegenüber Thich Thien Son schreiben?

  • 23. Mai 2018 um 07:33
    Permalink

    Es war mir völlig klar, dass Sie gegen alles Argumente haben werden.
    Es wird aber deutlich, dass Sie ganz offensichtlich weder das Buddhistische Seminarzentrum (und seine Angebote) kennen, noch TTS.

    Ich verfolge Ihren Blog seit Jahren und es ist mir völlig unverständlich wie ein „buddhistischer Mönch“ diese Energie aufbringen kann eine Seite wie diese zu betreiben.
    Die Achtsamkeitsregeln scheinen Ihnen nicht wichtig zu sein in Ihrer Praxis.
    Man kann Missstände aufzeigen und es ist wichtig Schweigen zu unterbinden. Die anderen Menschen können sich dann ihr Urteil selbst bilden und Konsequenzen ziehen. Sie sollten die Freiheit haben sich selbst Meinungen zu bilden.

    Dauerhaft jedoch die Energie aufzubringen Menschen und Gemeinschaften abzuwerten und anzuprangern mit Details, bei denen ich kein Zeuge war, ist ein Akt der Rache und Aggression. Der Demütigung und der Zerstörung. So kann man Menschen zerstören.
    Es ist ebenfalls eine Form der höchsten Demütigung und Abwertung.
    Und weit weg von einer Buddhistischen Ethik.

    Antworten
    • 23. Mai 2018 um 08:24
      Permalink

      Nun ja, gehen einem die Argumente aus, kann man ja mal ganz achtsam ne ad hominem Attacke fahren ;-)

      Aber Schwamm drüber. Sie kennen mich nicht und verstehen mich nicht, wie Sie ja selbst schreiben. Dann fällt es sicher schwer, sich einen Reim auf das Ganze zu machen. Wenn Sie verstehen wollen, beantworte ich gerne Ihre Fragen. Warum ich diesen Blog und die angeschlossene Website betreibe, wird via Menüpunkt “Über” auf dem Blog oder auf der Startseite der Website und zusätzlich dort unter “Einleitung” erklärt.

      Ansonsten wäre auch mal ein Perspektivwechsel hilfreich. Mitgefühl für die Betroffenen oder Sorge um das Wohl potenziell zukünftiger Betroffener ist bisher Ihren Kommentaren nicht zu entnehmen.

      Potenzielle Opfer zu schützen, Schaden zu verhindern, das Leid Betroffener ernst zu nehmen, ihnen eine Stimme zu geben, treibt mich an. (Stimme geben: Auf meinem englischen Blog finden Sie daher einige Testimonies. Auch dieser Blog hat einige (wenige) Erfahrungsberichte. Er hätte einen mehr, wenn nicht ein Anwalt einen Verfasser erfolgreich einschüchtern hätte können. Zudem stehe ich mit Betroffenen in Kontakt – aus ganz unterschiedlichen buddhistischen Gruppen.) Implizit ist das öffentlich machen – wenn keine anderen Mittel helfen – auch immer eine Hilfe für den Täter, weil er im besten Fall weniger anderen schaden kann und gewisse Grenzen gesetzt bekommt. Ohne das bekommt er leider die falschen Signale, nämlich, dass er so weiter machen kann wie bisher. Ein Täter ist für mich immer auch ein Opfer. Allerdings verfügen buddhistische Lehrer die ihre Macht missbrauchen über ein größeres Netzwerk, Anhänger und Medienkontakte – ganz im Gegensatz zu denen, denen er schadet / geschadet hat / schaden könnte. Dem was entgegenzusetzen ist eine Art Ausgleich, Gleichgewicht herstellen. Der / die Leser kann dann selbst prüfen und entscheiden, was ihn oder sie überzeugt oder stimmig erscheint. Ohne Gegengewicht wird es einseitig. Sehr einseitig.

      Antworten
  • 23. Mai 2018 um 12:34
    Permalink

    Ha ha – gut gekontert …
    Kennen Sie mich denn werter Herr Tenzin?
    Kennen Sie meinen Hintergrund und wissen Sie, ob ich Betroffene dieser Intrige kenne oder nicht? Wissen Sie wie ich mich engagiere in meinem Leben – zu welchen Themen und Dingen? Und welches Wissen oder Kompetenzen ich bezüglich der Thematik Missbrauch habe?
    (sehr interessant, dass auch ich sehr schnell hier in eine „Schublade“ von Ihnen gesteckt werde – und das nur aus der Tatsache heraus, dass ich nicht inhaltlich auf die Thematik eingegangen bin, sondern die Rahmenbedingungen kritisiert habe…
    Sie wissen also schlichtweg nicht, welches Wissen ich inhaltlich habe – bilden sich aber eine deutliche Meinung über mich und prangern sie an. Selbe Vorgehensweise wie bei TTS zum Bsp…wirklich sehr interessant ..

    Ich wollte gerne mal loswerden, dass Ihre „Machenschaften“ nicht besser sind, als die anderer „Täter“
    Und ich habe übrigens alle Ihre Unterseiten und auch die englische Version gelesen.
    In meinen Augen handeln sie trotzdem „Auge um Auge …“, bekämpfen Krieg mit Krieg
    Und das ist für mein Verständnis in keiner buddhistischen Ethik vertretbar.

    Ich rechnen Ihnen allerdings an, dass Sie meinen Beitrag veröffentlichen!

    Antworten
    • 23. Mai 2018 um 13:02
      Permalink

      Hi, habe gar nicht behauptet Sie zu kennen noch Spekulationen über Sie angestellt, oder? Dass Ihre Kommentare kein Mitgefühl für die Betroffenen erkennen lassen, ist mE ne Tatsache oder habe ich etwas übersehen?

      Es geht allerdings weder um Sie noch um mich. Von den Tatsachen haben Sie ja auf den angeblich dubiosen Charakter / Motivation der Nachrichtenüberbringer gelenkt und diese versucht schlecht zu machen. Da Kontext schon auch wichtig ist, habe ich meinen Hintergrund und Motivation transparent gemacht. Ihr Hintergrund lassen Sie ja im Dunkeln. Sachliche Argumente außer dass (wahrscheinlich) TTS keine Kinderkurse gibt kann ich nicht erkennen.

      Mir ist auch nicht ersichtlich was meine „Machenschaften“ sein sollen. Ich lüge nicht, spreche die Wahrheit aus, korrigiere mich bei Fehlern, stimme guten Argumenten zu, ich missbrauche niemanden, ich kämpfe nicht mal gegen irgendjemand. Ich sehe auch keinen Krieg noch mich im Krieg. Ihre Meinung sei Ihnen unbenommen. Sie trägt nur nicht zur Sachdiskussion bei sondern geht weiter in ad hominem.

      Ich rechnen Ihnen allerdings an, dass Sie meinen Beitrag veröffentlichen!

      Beiträge werden bei mir grundsätzlich nicht zensiert, es sei denn es sind verleumderische Inhalte oder persönliche Attacken, die sich gegen andere richten.

      … Betroffene dieser Intrige …

      Eine Intrige liegt hier nicht vor.

      Alles Gute für Sie!

      Antworten
      • 14. Juni 2018 um 11:16
        Permalink

        Beiträge werden bei mir grundsätzlich nicht zensiert, es sei denn es sind verleumderische Inhalte oder persönliche Attacken, die sich gegen andere richten.

        Sicher?

        Ist wohl mehr so wie jeder Politiker, daß er behält, was er verwenden kann, oder? Musavada…

        Viel besser wäre es, wenn sich Mönche um Mönchsdinge kümmern, und sich nicht so oder so der Laien für einen unpassenden Lebensunterhalt, Unterhaltung bedienen und sich Vinaya annehmen würden.

      • 17. Juni 2018 um 11:06
        Permalink

        Samana Johann,

        ich bin nur ein niederer Mensch, noch nicht einmal in der Religion des Buddhismus zu Hause (so daß ich erst einmal die von Dir verwendeten Begriffe aus dem Pali-Kanon nachlesen mußte), aber was ich gelernt habe und weiß, ist, daß derjenige, der eine Behauptung aufstellt, diese auch belegen soll – wo hat denn Tenzin Peljor Musavada (Lüge) betrieben? Ist das, was er hier tut, denn ein „unpassender Lebensunterhalt“, wo betreibt er denn hier „Unterhaltung“? Ist das, was er hier tut, nicht doch Lehre und Aufklärung?
        Und noch etwas habe ich gelernt: Wenn irgendwo ein Unrecht geschehen ist, dann soll man es nicht unter den Teppich kehren, sondern seine Stimme erheben.

      • 17. Juni 2018 um 13:20
        Permalink

        Ich verfolge diese Diskussion nun schon seit über 3 Jahren. – Und stelle fest, daß mein Geist ihr gegenüber mehr und mehr abstumpft. – Das Kloster ist bei mir direkt um die Ecke, mit diesem Hintergrundwissen würde es mir schwerfallen, dort Anschluß an die Sangha zu suchen. – Ich habe mir das Haus auch mehrfach aus der Nähe angesehen, auch mit dem ein oder anderen dort Praktizierenden Gespräche gesucht. – Ein Dhamma-Bruder, der in Burma ordiniert ist, gibt auf seinen Deutschlandreisen regelmäßig dort Kurse, auch assistiert er wohl TTS und vermag für sich unterscheiden zwischen dem, was TTS trotz allem in seinen Kursen zu geben vermag und seinen irdischen Unzulänglichkeiten. – Für ihn, der ganz gewiß nicht zu den Verschweigern gehört, ist es möglich mit all seiner Güte trotz dem, was war, mit TTS zusammenzuarbeiten. – Und es soll in dieser Sache in dieser Sache wohl intern auch in der Sangha offene Aussprachen gegeben haben.

        Für mich fühlt es sich so an, als wäre zu dieser Sache hier im Forum alles gesagt. – Tenzin hat eine dankenswerte Aufklärungsarbeit geleistet, und jedem, der sich auf TTS bzw. das ‚Kloster Buddhas Weg‘ einlassen möchte, steht es frei, sich mit dieser Arbeit auseinanderzusetzen und sie in sein eigenes Urteilsvermögen mit einzubeziehen.

        Über die Jahre des Mitlesens fragte ich mich zuletzt jedoch auch immer öfter, ob nicht diese Aufklärungsarbeit zu einer Art Selbstzweck geworden ist, in sie viel zu viele Spiegelungen hineinfließen, die in der eigenen Ursprungserfahrung des durch eine Sekte Ausgebeutetseins liegen.

        Es steht mir nicht an, eine Antwort auf diese Fragestellung zu suchen.
        Ich sehe nur immer wieder in meinen eigenen, sicherlich deutlich kürzeren Retreats,
        welche Schliche mir mitunter spielt mein Geist.

        Und noch mehr erkenne ich, wie gerne er mich im Alltag auf Wege führt,
        die mich in die Zerstreuung führen, auch wenn diese sehr hehre Ziele vorgeben zu haben.

        Wir wären nicht die ersten Aufklärer, die unbemerkt zu Verfolgern würden
        und dessen Geistesqualitäten sich durch diese Jagd mehr und mehr verwandeln…

        Eine schwierige Geschichte, die mit dem Stein.
        Wie ihn aufheben, ohne zugleich auch zu werfen…?

      • 17. Juni 2018 um 14:41
        Permalink

        Danke Stefan für Deinen Kommentar und auch das Feedback, das er enthält sowie die wichtigen, selbstkritischen, reflektierenden Gedanken am Ende.
        Die Sorge ist berechtigt, diese haben auch schon andere geäußert. Ich habe sie selbst.

        Von meiner Seite wollte ich mehrfach schon aufgeben und nichts mehr schreiben – inklusive alle Blogs (vor allem den Englischen) schließen. Viele, die hinter den Kulissen meine Arbeit aber seit Jahren unterstützen, baten mich das nicht zu tun. Mein Ziel war ja eigentlich, das Ganze an die DBU zu delegieren, wo es mE auch hingehört. Nur alle Bemühungen diesbezüglich sind ja letztlich bisher gescheitert. Eine Institution der evangelischen Kirche hat sich als professioneller, einsichtiger, hilfreicher, klarer, konstruktiver, mitfühlender erwiesen als der Dachverband der Buddhisten – den ich zwischenzeitlich schon völlig abgeschrieben habe/hatte.

        Viele kennen glaube den Hintergrund meiner Aktivitäten und Motivation nicht und vor allem nicht meine Bemühungen, diese Dinge in verantwortliche, professionelle Hände zu delegieren. Deshalb habe ich gestern die Über-Seite auf diesem Blog überarbeitet, die ein bisschen die Historie des Blogs aufzeigt. (Zu meiner Motivation schrieb ich da nix, das steht ja glaube auf der Startseite von „Buddhistische Sekten“ oder habe ich an anderer Stelle im öffentlichen Raum geäußert.)

        D.h. meine Aktivitäten im Kontext gesehen: aus meiner Sicht (und auch der von Unterstützer_innen meiner Arbeit), ich fülle lediglich eine Lücke, wo bisher keine buddhistische Institution (wie zB die DBU) Verantwortung übernommen hat. Details zur DBU in dem Zusammenhang hier: http://www.buddhistische-sekten.de/Einleitung.html#DBU

        Zu meiner Motivation, knapp, hier ein Auszug aus einer Email, die ich am 3. Juni versandte:

        Tatsache ist folgendes:

        1. Hintergrund / Motivation:
        Als ich mich kritisch informieren wollte über die NKT im Jahr 1996 lagen nirgendwo kritische Informationen vor. Also wurde die NKT / Lama Dechen als unbedenklich von der Sektenleitstelle Berlin beschieden – es läge nichts vor. (Ich war dort vorstellig also habe versucht mich zu informieren.)

        Bei der Reflexion wie ich in Sekten und diese Dinge reinrutschen konnte, machte ich mehrere Faktoren aus. Auf meiner Seite vor allem gutgläubige Naivität und Unwissen, auf Sektenseite gut geölte Propaganda Machine, PR Maschine, Lügen und Täuschung, die man nicht einfach als Außenstehender durchschauen kann. Auf Seite der Buddhisten: das einfach keiner den Mund aufgemacht hat, dass man bei der NKT großen Schaden nehmen kann. Das Bild das ich seit dem habe ist…

        2. Ein Bild:
        Da ist ein schöner Wald. Aber im Wald gibt es Fallen für Tiere: Erdlöcher, Schlingen. Die Tiere ahnen nichts davon, gehen in den scheinbar sicheren Wald und verfangen sich in den Schlingen oder fallen in die Löcher und sterben jämmerlich. Nun, da ich von den Fallen weiß, soll ich untätig sein?

        Für mich waren diese Aktivitäten mehr wie das Aufstellen von Warnschildern – also eine Aktion der Fürsorge, des Schützenwollens. Wobei ich jedem überlasse, wie ernst er das nimmt oder was er mit der Information anfängt und darauf achte möglichst verlässlich zu informieren und gute Begründungen für meine Ansichten zu geben. Eigentlich will ich nicht mal jemand überzeugen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Allerdings, wenn es einen Mangel an kritischen Informationen gibt, hat der sich informieren Wollende einfach ungute Startvoraussetzungen und könnte potenziell sich von geschickt agierenden Führern und deren Gruppen täuschen lassen… (mit möglichem langfristigen Schaden).

        Nicht desto trotz, der Mensch, d.h. ich, kann auch von solchen Aktivitäten besessen werden. Hier sehe ich schon eine Gefahr – dies umso mehr, da der Umfang in den letzten Jahren größer wurde und ich mir Dinge ansehen musste (zB Rigpa), an denen ich gar nicht interessiert war und wofür ich auch keine Zeit aufbringen wollte.

        Nur als Beispiel Rigpa: Beim 1. oder 2. Treffen der Ethik AG in der DBU wurde ich von SRB gefragt: Hast du die Sachen zu Sogyal Rinpoche gelesen? Meine Antwort: Nein, will ich auch nicht, interessiert mich nicht. Habe genug mit den NKT Sachen zu tun. SRB: Was machst Du dann in dieser AG, wenn Du die Details zu Anschuldigungen nicht zur Kenntnis nehmen willst? Meine Antwort: OK, aber da gibt es nicht so viel Neues, das ist alles alt und anonyme Blogs wie Behind the Thangkas lese ich grundsätzlich nicht und verschwende damit auch nicht meine Zeit. SRB: Der Blog wird von einer bekannten Journalistin betrieben. SRB drückte mir dann den Ausdruck von Behind the Thangkas in die Hand, den ich widerwillig annahm. Auf der langen Rückfahrt im Zug dachte ich über den Satz von SRB nach: „Was machst Du dann in dieser AG, wenn Du die Details zu Anschuldigungen nicht zur Kenntnis nehmen willst?“ Ich sah ein, dass das ein Widerspruch ist, also las ich mich durch den ganzen Ausdruck durch. Ich war danach fix und fertig. Dachte, wenn nur 5% davon stimmen, wäre das schlimm genug. Ich nahm Kontakt mit der Journalistin auf, sie versicherte für alles Belege zu haben von mindestens 2 Personen. Sie brachte mich mit Betroffenen in Kontakt oder diese meldeten sich bei mir nachdem ich meinen ersten Post dazu auf dem englischen Blog schrieb. So kam das mit Sogyal Rinpoche.

        Bei TTS ging es über das DBU Forum, Herbert und die DBO. Also entweder Du siehst hin oder nicht. Nur wenn Du hinsiehst, ist dann Nicht-Handeln die beste Option? Manchmal ja, wahrscheinlich bei Missbrauch eher nein. Diesen Zwiespalt habe ich ja in einem Artikel für die BA thematisiert.

        Bei Triratna lief es ähnlich ab …

        Das Ganze scheint nun zu einer einzigen Endlosschleife geworden zu sein – die mittlerweile auch belastend für mich selbst ist.

        Als jüngste Entwicklungen – aus aber ganz anderem Kontext – kam nun noch Ole dazu. Auch hier verwies ich die Email Schreiberin, die sich an mich gewandt hatte, an die DBU. Die DBU kümmerte sich aber nicht, ja verweigerte sich, das Problem anzuerkennen, zu sehen und zu handeln…

        Wie gesagt, seit 2008 habe ich viele Mühen aufgebracht (ohne konkrete Ergebnisse 10 Jahre später), dass strukturell via DBU zu lösen / an sie zu delegieren.

        Im Positiven: Bei der neuen MV Ende April 2018 wurde die Ethik / Ethik Charta AG erneut beschlossen und es wurde auch beschlossen, die alte (in der ich mitarbeitete) wieder zu beleben. Auch wurde beschlossen zeitnah Ansprechpartner (Ombudsfrauen / – männer) zu benennen. D.h., das Wegdelegieren ist eine Option für die Zukunft. Mal sehen … Habe mich bereit erklärt wieder in der Ethik / Ethik Charta AG mitzuarbeiten.

      • 17. Juni 2018 um 19:34
        Permalink

        Jedenfalls eine interessante Wendung, die das bisher hier Veröffentlichte nimmt, da muß ich unweigerlich denken an eine ZEN-Vorlesung an der hiesigen Uni, zu der ich nach über 10 Jahren vergangenen Woche einmal wieder in Heidelberg gegangenen bin.

        1. Koan des Hekiganroku

        Kaiser Wu aus Liang fragte Bodhidharma: ’Was ist der erste Ursprung der heiligen Lehren?’ Bodhidharma sagte: ‘Leerheit, nichts als Leerheit.’ Der Kaiser fragte: ’Wer ist dieser, der vor mir steht?’ ‘Ich weiß es nicht.’ Der Kaiser konnte die Bedeutung dieser Worte nicht verstehen. Bodhidharma setzte dann über den Strom und kam nach Wei.
        Später wandte sich der Kaiser an den Meister Shico und befragte ihn. Meister Shiko sagte: ’Aber Euer Majestät wissen doch wohl, wer das ist? Oder  nicht?’ Der Kaiser erwiderte: ’Ich weiß es nicht.’ Da sagte Meister Shiko: ’Das ist der große Avalokiteshvara, der das Siegel des Buddhageistes weitergibt.’
        Da reute es den Kaiser und schließlich sandte er einen Boten ab, um Bodhidharma zurückzubitten. Meister Shiko aber riet ihm: ’Eure Majestät sagen es lieber niemandem, daß sie einen Boten schicken wollen, ihn zurückzuholen, dem könnte das ganze Land nachlaufen, er kehrte doch nicht wieder um!’
        Wie sehr diese Begebenheit mit Bodhidharma, dem Begründer des Zen in China im 6. Jahrhundert n. Chr, in Kaiser Wu weiter gewirkt hat, können wir aus der Grabinschrift erkennen, die der Kaiser zum Gedächtnis an Bodhidharma verfaßt hat:

        Weh mir! Ich sah und sah ihn nicht!
        Ich traf und traf ihn nicht!
        Empfing und empfing ihn nicht!
        Heut’ wie vor Jahren schon
        Klag ich es an, hasse mich darob!

        Ich kannte diese Überlieferung zuvor schon in einer leicht abgeänderten Form:
         
        Der Kaiser sagte: ‚Man vermag kaum aufzuzeichnen, wie viele Tempel ich bauen, Predigten des Buddha ich abschreiben und Mönche ich weihen ließ. Welche Verdienste habe ich mir dadurch erworben?‘ Der Meister erwiderte: ‚Gar keine.‘ Der Kaiser: ‚Weshalb?‘ Darauf der Meister: ‚Das sind nur wertlose Verdienstgründe, die noch eng mit der Wiedergeburt verknüpft sind. Sie sind wie Schatten, die der Gestalt folgen, sie besitzen keine eigene Wesenheit.‘ Der Kaiser: ‚Worin bestehen denn wahre Verdienste?‘ Der Meister: ‚Es ist das reine Wissen, wunderbar und rund. Sein Wesen ist Leere und Stille. Solcherlei Verdienst läßt sich nicht durch weltliches Tun erlangen.‘ Darauf fragte der Kaiser von neuem: ‚Welches ist der höchste Sinn der heiligen Wahrheit?‘ Der Meister: ‚Offene Weite – nichts von heilig!‘ Der Kaiser: ‚Wer ist das, der mir so zu entgegnen wagt?‘ Der Meister: ‚Nicht wissen!’

        Der Kaiser soll zum Zeitpunkt des Aufeinandertreffens noch ein sehr junger Mann von 19 Jahren gewesen sein. – Und nun ließe sich vortrefflich darüber streiten, ob Bodhidharma, als er ihn traf, sich noch auf dem mittleren Weg befand, ob er ihm wirklich mit solch einem lauten Dhama-Donner gegenübertreten mußte.

        Der über 80jährige Professor, der glaubt ein ausgebildeter ZEN-Lehrer zu sein, ist ebenso im Geist des Kaisers befangen wie ich und gewiß auch die meisten anderen seiner Zuhörer.

        Selbst Buddha sei nach über 2 1/2 tausend Jahren erst auf dem halben weg…

        Wir könnten uns nur üben, üben, üben…

        Zuweilen ist’s mir, als hörte ich das Lachen des Alten in seinem Boot: ‚Oh, diese Menschen, es ist doch nur DIES.‘

        Man kann der offenen Weite nichts hinzufügen und nichts weg von ihr lassen,
        aber das Nicht-Tun intellektuell zu verstehen und es in der Praxis umzusetzen,
        sind zwei verschiedene Dinge.

        Alle, die wir uns hier miteinander unterhalten, befinden uns, die Vermutung liegt nahe,
        in der Welt des Tuns.

        Alle, die wir hier uns miteinander unterhalten, füttern ein sehr spezielles Verlangen unseres Geistes,
        das auf unserem Weg liegt.

        Wie man wohl auch sagen könnte, das es auf dem Weg bestimmter Wesenheiten liegt,
        sich einem unvertrauenswürdigen Lehrer anzuvertrauen, wie es auf dem Weg eines jeden Kindes liegt,
        zumindest einmal eine heiße Herdplatte oder ein Bügeleisen anzufassen.

        Bodhidharma ließ der Sage nach die Kinder Kinder sein,
        zog sich zurück in irgendeine Klause, setzte sich vor Jahre schweigend vor eine Wand und meditierte,
        die Geistigkeit der Wand der Geistigkeit der Menschen vorziehend,
        in der Gewißheit, daß das leere Gefäß schon kommen würde…

        Wie heißt es im Gesang vom Erkennen des Tao:

        Der beste Schüler klärt es einmal und für immer.
        Die andern sind sehr gelehrt, doch bezweifeln sie viel.
        Leg´ doch die schmutzigen Gewänder ab, an denen du hängst.
        Warum bist du so stolz auf deine frommen Übungen?

        Shodoka, Logion 15

        Und je tiefer ich in mich hineinfühle
        und je tiefer ich schaue,
        desto mehr sagt mir die Intuition:

        Ungebrochenes Licht,
        nichts von heilig,
        alle Übungen,
        alle Schriften
        und Regeln nichts als Krücken,
        die uns in die Nähe des Lichtmeers wollen führen.

        Wer sie nicht losläßt,
        wird nie das Nadelöhr passieren.

      • 17. Juni 2018 um 19:49
        Permalink

        Zum Abschluß noch ein kleines Gedicht:

        Querung des Flusses (2. Fassung)

        Bei dem Versuch,
        einen Fluß zu überqueren,
        wäre Siddhartha Gautama
        beinahe ertrunken.

        Völlig erschöpft,
        den Fluten entronnen,
        fragte er sich:
        Wie jemals das große
        ‚Nichtswa(h)rmeer‘ erreichen,
        wenn schon unmöglich zu queren
        dies’ irdische Rinnsal.

        Und er erkannte:
        Keine Brücke,
        keine Furt,
        nicht ein Weg,
        kein Tun,
        kein Verlangen
        würde ihn führen
        hinüber.

        Unter einem nahgelegenen Baum
        setzte er sich nieder,
        endlich bereit zu ertrinken,
        zu entsinken
        auf den Grund aller Gründe
        hinab.

        Oder wie Meister Joshua im Thomas-Evangelium sagt:

        Jeder, der die Welt erkannt hat,
        hat eine Leiche gefunden.
        Und wer eine Leiche gefunden hat,
        steht über der Welt.

        Evangelium des Thomas, Logion 56

        Solange der Geist nicht befriedet ist,
        sucht, die Anhaftung an diesen Erkenntniskörper
        und seine Sinnespforten
        nicht aufgibt,
        wird das nichts.

        Schrieb er, um es sich wieder und wieder selber
        ins Bewußtsein zu rufen.

        Und Bodhidharma lacht und lacht und lacht…

      • 17. Juni 2018 um 13:35
        Permalink

        Hi Borstel,
        Dein Kommentar war zwar nicht an mich gerichtet, aber es betrifft mich ja, deshalb hier was mir bekannt ist.

        Im ersten Augenblick war ich erstaunt über Johanns Kommentar. Dann langsam dämmerte es mir. Wenn ich mich recht erinnere, hatte Johann hier früher mal (und auch hinter den Kulissen via Email) recht viele Kommentare oder Meinungen / Ansichten gepostet, die ich erst bestätigte, versuchte darauf konstruktiv zu reagieren, da sie aber aus meiner Sicht von den eigentlichen Inhalten wegführten und konstruktive Diskussionen untergruben oder Leser aus meiner Sicht abschreckten, sich in der Diskussion zu engagieren, blockte ich ihn dann und löschte auch Kommentare. Das teilte ich ihm auch mit. (Soweit meine Erinnerung, Details kann ich noch mal genau nachsehen.)

        Hier ist ein Kommentar von Johann noch online, da bekommst du eine Idee wovon ich rede:

        Werter „Bhikkhu“ im Mantel eines Admin und Schafrichters, es ist einfach erbärmlich was sie hier abziehen. 1000 Laien können den Lehren Buddhas nicht so viel Schaden machen wie ein „Mönch“.

        Das schlimme ist, Sie meinen auch noch gutes zu tun.

        Sieh dir die gesamte Diskussion in dem Thread an und frage dich, was da hilfreich sein soll, dann stelle dir vor, es gibt mehrere solche Kommentare in Diskussionen, was würde das bewirken? (Der Thread hat im Positiven zu einer Veränderung bei Mike A. geführt, mit dem und dessen Mutter ich auch via Email – glaube sogar Telefon(?) – Kontakt hatte…)

        Aus meiner Sicht ist das eine Art Troll-Verhalten, auch wenn wahrscheinlich nicht absichtlich. Ich hatte auch versucht E-Mails zu beantworten, das stellte sich aus meiner Sicht auch nicht als hilfreich heraus. Den Kontakt brachen dann ich und andere völlig ab.

        Da ich diese Abläufe, Handlungen, Erfahrungen + Bewertungen nicht in Erinnerung hatte, als ich schrieb:

        Beiträge werden bei mir grundsätzlich nicht zensiert, es sei denn es sind verleumderische Inhalte oder persönliche Attacken, die sich gegen andere richten.

        und ich sofern ich mich erinnere, Johann explizit sperrte, hat er sich in meiner Beschreibung – zurecht – nicht wieder gefunden und ging wohl (vermute ich) davon aus, dass ich lügen würde. (Was Musavada heißt, war mir auch unbekannt ;-))

        Genau genommen müsste ich also schreiben:

        „Beiträge werden bei mir grundsätzlich nicht zensiert, es sei denn es sind verleumderische Inhalte oder persönliche Attacken, die sich gegen andere richten oder von mir als unproduktives Troll-Verhalten eingeschätzte Kommentare.“

        Persönliche Attacken gegen mich lasse ich meist stehen – es sei denn sie sind total unterirdisch wie einige von den Tsem Leuten, die mich auch via Email, Twitter und Shugden Foren trollen / verleumden.

      • 17. Juni 2018 um 14:12
        Permalink

        Was man zum Profilieren nutzen kann, laßt man. Mit „Opferrolle“ einnehmen, kann man in der Welt gewinnen, indem man kamma und Wirkung negiert.

        Keine Vinaya lebt man davon anderen Bösewichtige und Opfer zu präsentieren. Als könnte man jene, die einander suchen, ob einem Element, trennen.

        Jedenfalls ist die Aussage, zitiert im ersten Beitrag, gesehen und gelesen gelogen. Rationalisieren von Vergehen macht Dinge nicht weg.

        Beiträge werden bei mir grundsätzlich nicht zensiert, es sei denn es sind verleumderische Inhalte oder persönliche Attacken, die sich gegen andere richten.

        Wenn Sie sich auf die Disclaimer (wie vertrauensgetrieben von U&W) hängen, dann müßen Sie den Blog löschen.

        Aber genug der sicher zu einfachen und tiefen Wurzelentferntipps aus/als met(t)a.

        Bestes Gelingen in Dingen, die Sie nicht angehen würden, würden Sie sich an die Tradition und nicht „Heldenwege“ halten.

      • 17. Juni 2018 um 15:05
        Permalink

        Samana Johann B. ist meiner Meinung nach kein Troll, sondern hat nur eine sehr spezielle Ansicht bezüglich des Theravada bzw. Pali Buddhismus, die nicht sehr viele Menschen teilen können, Er betreibt u.a. die Webseite http://sangham.net/index.php und ist auch in anderen buddhistischen Foren kein Unbekannter.

      • 17. Juni 2018 um 15:46
        Permalink

        Man kann da auch wirken unzensiert gutes und schechtes tun, ohne aus seinem Gefängnis deuten zu müssen.

        Aber wie Upasaka Volker schon sagte, sich den Juweln hingeben, und buddhistieren mit Anscheinsvollmachten, ist was anderes.

        Guter Text zu verstehen, warum moderne, und Westler das Dhamma nicht mögen (inkl. Hints zum Kernproblem hier:

        Zweitens hat Buddhismus keinen Willen. Er paßt sich nicht an. Leute passen Buddhismus, in deren verschiedensten Absehen, an. Und weil die Anpasser nicht immer weise sind, ist da keine Garantie, daß die Anpassungen geschickt sind. Nur weil andere Leute (erg.: vielleicht) Änderungen am Dhamma vorgenommen haben, rechtfertigt das nicht die Änderungen, welche wir tun wollen. Denken Sie zum Beispiel daran, wie manche Mahāyāna-Traditionen die Vinaya-Prozeduren abgelegt haben, die mit Lehrer-Schüler-Sexualmissbrach umgehen: War dieses ‚das Dhamma sich weise selbst an deren Bedürfnisse anpassend‘?

        http://zugangzureinsicht.org/html/lib/authors/thanissaro/headandhearttogether/Section0015.html

        Da ja nie zimperlich mit „spams“ zum Motivieren und Verdiensteteilen, für bessere Hingaben, hier aktuelles, wer was für seine gute Zukunft tun will:

        Aber Vorsicht für Zirkelnbestrebte, Sie könnten interesse an der Welt (d.h. sechs Sinne) verlieren: achtung Befreiungsgefahr!

        An sonsten möchte meine Person darauf vertrauen, daß es den Buddhisten, wie auch Terzin, so gut geht, daß gute Wege noch öffen sind und Zuflucht nichts im Wege steht in dieser seltenen und kurzen Existenz.

      • 17. Juni 2018 um 16:35
        Permalink

        Hi Johann, bin noch mal ein paar der Email Wechsel und Kommentare zwischen uns, der DBO oder von Ihnen durch gegangen.

        Unrecht will ich Ihnen natürlich nicht tun.

        Beim Durchsehen der Emails und Kommentare fand ich auch sehr viel Hilfreiches, wie zB auch Zitate aus dem Pali Kanon. Wahrscheinlich war mir irgendwann das, was Sie hier – wenn ich es richtig verstehe – als „nie zimperlich mit ’spams‘ zum Motivieren und Verdiensteteilen, für bessere Hingaben“ bezeichnen, einfach zu viel – deshalb habe ich es als „trollhaft“ bewertet und entsprechend reagiert. Allerdings ein echter Troll hat ’ne schlechte Absicht, er will den anderen auf die Palme bringen, nerven, Diskussionen eskalieren und unbrauchbar machen. Das Gefühl hatte ich nicht. Daher schrieb ich „eine Art Troll-Verhalten, auch wenn wahrscheinlich nicht absichtlich“.

        Einige der von Ihnen gesendeten Zitate habe ich nun auch hier eingebaut.
        Danke dafür!

        Ansonsten, ist meine Aussage nicht gelogen, weil Lügen die Absicht der bewussten Täuschung voraussetzt, die hatte ich nicht. Ich habe Sie einfach vergessen oder nicht an Sie und meine Reaktion gedacht als ich das schrieb.

        Sie kennen sich ja bestens mit den Schriften aus, muss ich Ihnen eigentlich nicht sagen, was ’ne Lüge ist. Sie setzt die Absicht der Täuschung voraus, die hatte ich nicht. Generell bin ich da sehr vorsichtig, denn wie Bhikkhu Bodhi schreibt, die Lüge ist zutiefst zerstörerisch. Auch gehen Aufklärung und Lüge nicht zusammen. Die Lüge zerstört Vertrauen und den sozialen Zusammenhalt, sie schadet einem selbst, weil sie von der Wahrheit oder Wirklichkeit wegführt.

        In den ganzen Missbrauchs-Systemen ist Lüge und Selbstbetrug recht präsent. Das hat eine der Betroffenen auch vor kurzem hier sehr gut beschrieben:

        Keeping a secret from one’s own community is lying by omission and eventually yields to uttering direct untruths. That small bag you are traveling with contains ritual implements, not your birth control. You are standing outside your teacher’s door to get his laundry, not because he has asked you to come by for sex.

        In my own case, these small lies, and the much larger lie they represented, began to corrode my personal sense of integrity, and with it my sense of connection to those around me. Survivors find themselves in a double bind. To preserve their relationship with the teacher, they must hide things and lie. But lying means breaking a fundamental Buddhist precept. In my own case, telling myself it was “skillful means” was not enough to wipe out my feelings of uneasiness. This ongoing situation forced a wedge between me and my dharma siblings, people I very much cared for.

        Mir war immer klar, dass ich nur etwas gegen diese zutiefst täuschenden und oft schädigenden Systeme und deren mächtige „Propaganda“ erreichen kann, wenn ich der Wahrheit verpflichtet bleibe. Die Wahrheit der Lüge und Täuschung entgegensetze. (Dazu gehört auch Fehler zuzugeben und zu korrigieren.) Menschen aus solchen Gruppen vertrauen nur noch schwer anderen Menschen, das einzige Gegenmittel ist Offenheit und Ehrlichkeit, die ermöglichen neues Vertrauen und damit erst eine Brücke, überhaupt hilfreich sein zu können.

        Offenheit und Ehrlichkeit sind die Grundlage für Vertrauen. – XIV. Dalai Lama

      • 17. Juni 2018 um 17:21
        Permalink

        Es ist nicht so wichtig bloße Schriften zu kennen, als seinen Geist. Würde Meister Terzin vorsätzlich lügen, wäre jedes Abgeben mit Ihm Unsinn. Nicht ehrlich zu sein, vorallem sich selbst, hat Tiefgang und da mag man oft viele Existenzen mit Rationalisieren von Ausweichen verbringen.

        Nur soviel, an Bodhisattabestrebte, auch wenn der Große Bodhisatta viele Vergehen in allen Silas hatte, unerwacht und ohne dem Dhamma, so hat er nie sacca, Wahrheit verletzt, in keiner Existenz.

        Lassen Sie all den Unerlaubten Unpassenden Unsinn hier und nehmen Sie Zuflucht und Dhamma Vinaya als Ihr Rettungsboot. Andere können es auch nutzen, wenn die Sinnlosigkeit der Welten erkennen.

        Für Haushälter und Aussenseiter gibts deren Gesetze und Richter, massig davon.

        Selbst wenn jemand mit böser Absicht einem Entgegnet, rechtfertigt dieses Schülern des Buddhas nicht zum Nehmen was nicht gegeben ist und Existenzen zu zerstören.

  • 23. Mai 2018 um 20:06
    Permalink

    Sie können die Wahrheit nicht wissen weil Sie nicht dabei waren, tun aber alles, um einem Menschen und einer Gemeinschaft, bewusst zu schaden. Und das sind in meinen Augen „Machenschaften“. Und es ist sehr befremdlich für mich, wenn das von einem buddhistischen Mönchen so praktiziert wird. Das ist ebenfalls eine Form von Missbrauch.

    „Aufmerksames Zuhören und liebevolles Sprechen“
    … Ich werde keine Nachrichten verbreiten, ohne ganz sicher zu sein, das sie der Wahrheit entsprechen und werde nichts kritisieren oder verurteilen, worüber ich nichts Genaues weiß. Ich will Äußerungen unterlassen, die Uneinigkeit oder Zwietracht verursachen können oder die dazu führen können, dass Familien oder Gemeinschaften zerbrechen

    kommt Ihnen das bekannt vor? Als buddhistischer Mönch?

    Das ist meine Kritik. Da sehe ich den Krieg, den Sie führen. Sie zeigen Missstände auf. Soweit so gut.
    Anstatt dann aber Freiraum zu lassen, damit Menschen sich selbst ein Bild machen können, „laden Sie permanent und über Jahre hinweg nach“. ..warum verwendet ein Mensch so eine unerschöpfliche Energie auf das verbreiten von Nachrichten, die er gar nicht alle als wahr einschätzen KANN? Das lässt die Vermutung aufkommen, dass da persönliche Hintergründe nicht bearbeitet wurden.

    Ich habe mit keinem Wort Betroffene von Missbrauch erwähnt. Dass ich kein Mitgefühl habe für Menschen, die sowas erleiden mussten, ist eine Unterstellung – und eine Spekulation.
    Und dass ich meine Hintergründe im Dunkeln lasse, liegt vor allem daran, dass ich mich Ihnen gegenüber niemals öffnen würde. Wie bereits erwähnt, ich verfolge Ihren Blog seit Jahren..
    Ich habe nie das Wort „dubiose Charaktere“ verwendet und auch niemanden schlecht gemacht, der Nachrichten überbracht hat. Ich stelle Fragen. Ich frage danach, warum Menschen die Motivation aufbringen sich an gewissen Themen „festzubeißen“. Das hat in meinem Verständnis immer persönliche Beweggründe.
    Und da würde ich jedem der Betroffenen wünschen, dass Sie die Erkenntnis erlangen, dass man solche Themen nur auf persönlicher Ebene lösen kann. Nicht öffentlich, Nicht, indem man auf andere zeigt.

    Ebenfalls alles Gute für Sie!

    Antworten
    • 23. Mai 2018 um 22:26
      Permalink

      Nein ich war nicht dabei als TTS Menschen, die ihm vertrauten, zu sexuellen Handlungen manipulierte. (Ich nehme an Sie auch nicht, oder?)

      Allerdings liegen der DBO (und mir) fünf eidesstattliche Versicherungen vor und ich habe mit Betroffenen gesprochen sowie weitere Erfahrungsberichte gelesen. Man muss nicht alles selbst erlebt haben oder sehen um eine Wahrheit zu erkennen.

      Dass ich einem Menschen oder Gemeinschaft bewusst schaden will, ist nur eine weitere (falsche) Unterstellung, die Ihre Ad Hominem fortsetzt. Folge ich Ihrer Logik, dann folgt, Sie waren ja auch nicht in meinem Bewusstsein um erkennen zu können, dass ich bewusst anderen schaden wolle. Wie können Sie es also wissen? Sie waren ja nicht dabei.

      „Aufmerksames Zuhören und liebevolles Sprechen“
      … Ich werde keine Nachrichten verbreiten, ohne ganz sicher zu sein, das sie der Wahrheit entsprechen und werde nichts kritisieren oder verurteilen, worüber ich nichts Genaues weiß.

      Also Sie wissen ja schon ganz sicher recht viel über die Motivation anderer, die angeblich miese Recherche des SPIEGEL, Intrigen.
      Sagen wir doch einfach was Sie wollen: bitte nichts in der Öffentlichkeit, es ist nichts geschehen, es ist alles eine Intrige. Die anderen falsch, Sie richtig, der arme Herr Son ein Opfer.

      Ich weiß nicht von welchen Freiraum sie sprechen, den ich beschneide. Es gibt genügend Freiraum im Internet und auch hier auf dem Blog. Der Leser ist mündig und kann denken und einordnen. Ich manipuliere nicht. Die Infos sind soweit mir bekannt korrekt.

      Ich würde sagen wir lassen es mal an der Stelle. Sie gehen den üblichen Weg, ad hominem, und säen Zweifel an den Tatsachen, den Nachrichtenüberbringern, das Problem liegt beim Messanger: festbeißen, persönliche (unbearbeitete) Hintergründe, fragwürdige Motivation – alles Klassiker für ein gut lanciertes ad hominem. Der Charakter des anderen ist schlecht oder fragwürdig, also kann der Inhalt des Berichteten nicht stimmen.

      Und da würde ich jedem der Betroffenen wünschen, dass Sie die Erkenntnis erlangen, dass man solche Themen nur auf persönlicher Ebene lösen kann. Nicht öffentlich, Nicht, indem man auf andere zeigt.

      Nun das ist wohl ein bisschen zu allgemein gehalten. Nicht alles lässt sich intern lösen. Wenn es stinkt muss Luft ran, sagte mir ein Psychologe in Bezug auf diese Themen letzten Samstag. Sehen Sie das hier einfach als Luft ran lassen. Sie müssen auch den Blog nicht weiter verfolgen, nicht dass Sie sich noch festbeißen ;-)

      Also dann noch einmal alles Gute. Weitere Kommentare mit Ad Hominem werde ich blocken, sie lenken von der Sache ab. Es geht nicht um Sie und nicht um mich.

      Antworten
  • 24. Mai 2018 um 22:48
    Permalink

    Über den Fall wird mittlerweile auch in weiteren Medien berichtet:
    http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Die-Klostergemeinschaft;art675,2997249
    http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Frueherer-Leiter-eines-buddhistischen-Zentrums-soll-sich-an-Schuelern-vergangen-haben;art675,2997248
    https://www.extratipp.com/frankfurt/buddhistischer-wegen-vorwurf-sexuellen-missbrauchs-kloestern-frankfurt-odenwald-unter-verdacht-9881729.html
    http://1min.spdns.de/item/406703_fr%C3%BCherer-leiter-eines-buddhistischen-zentrums-soll-sich-an-sch%C3%BClern-vergangen-haben
    http://1min.spdns.de/link/406153_die-klostergemeinschaft
    https://www.ad-hoc-news.de/sonstige/der-buddhistische-abt-thich-thien-son-soll-sich-nach-spiegel-informationen/56738020

    Antworten
  • 17. Juni 2018 um 17:12
    Permalink

    TECHNISCHER HINWEIS VON ADMIN

    Mir fiel auf, dass die Verschachtelung von bis zu 10 Ebenen der Kommentare, die Kommentare vor allem auf Mobilgeräten nicht lesbar machen. Auch auf dem Desktop wurde es zunehmend schwer, sie gut lesen zu können.

    Daher habe ich die Verschachtelungslevels auf 3 heruntergesetzt. Wenn ihr damit noch Schwierigkeiten habt, lasst es mich bitte wissen, dann setze ich die Verschachtelung auf nur 2 Ebenen.

    Antworten
  • 22. Juni 2018 um 15:21
    Permalink

    Es erschienen noch einige Nachfolgeartikel in der Lokalpresse, zB in der Frankfurter Neuen Presse oder hier in den Weinheimer Nachrichten. Diese fand ich alle recht gut und informiert, sie gaben auch neue Infos. Habe sie am Ende des Posts verlinkt.

    Der letzte Artikel der Weinheimer Nachrichten fasst recht gut die Nachfolgeentwicklungen und Situation vor Ort zusammen sowie Stand Staatsanwaltschaft und gibt auch interessante Infos zum Opferanwalt Steffen, der heute den damals zwölfjährigen Geschädigten vertritt:

    Steffen hat als Richter zahllose Prozesse geleitet. Unter anderem das Verfahren um den fünffachen Mord an einer türkischen Familie durch Rechtsextreme in Solingen. Nach seiner Pensionierung hat er sich ganz bewusst als Opfer-Anwalt spezialisiert.

    Leider hat die Staatsanwaltschaft keinen Anlass gesehen, die Ermittlungen wieder aufzunehmen.

    Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft akzeptiert er nicht. »Ich habe die Nachricht, dass es keine neuen Erkenntnisse gibt, nach gerade mal zehn Tagen bekommen. Das war keine juristische Prüfung«, sagt er am Telefon.

    https://www.wnoz.de/Das-Schweigen-in-Buddhas-Weg-dedb7a02-1805-48a0-bccc-0b223fa37e58-ds

    Antworten
    • 22. Juni 2018 um 18:11
      Permalink

      Das hat was:

      ‚Am 3. Juni schreibt er dort als Wochenimpuls „Solange du dich nicht traust, Deine Schattenseiten anzuschauen, wirst Du nie Deinen Schatz finden“. Das ist sehr weise. Offenbar ist aber im Kloster selbst niemand bereit, Schattenseiten anzuschauen.‘ (WNOZ)

      Antworten
      • 22. Juni 2018 um 22:03
        Permalink

        Ja, die Journalistin scheint ein gutes Gespür für die Zusammenhänge zu haben und es dann auch gut auf den Punkt bringen zu können. Finde den Artikel wirklich gut. Er ist auch inhaltlich präzise.

      • 22. Juni 2018 um 23:38
        Permalink

        Darf ich Dich in dem Zusammenhang mal was anderes fragen, etwas, das mich seit Jahren beschäftigt: Wie stehst Du zur Kommerzialisierung von Dhamma? – Ich vermag es nicht eindeutig zu sagen, ob es aus meiner an Geiz grenzenden Sparsamkeit heraus geboren war, daß ich mir seinerzeit wünschte, Meditation zu lernen und daß diese Gabe (kosten)frei zu erfolgen habe oder ob das bereits damals von meiner inneren Führung her kam, die immer schon wußte, daß Seelsorge eine der höchsten Formen des Dana darstellt.

        Und wenn ich dann auch noch sehe, zu welchen Preisen in Häusern wie Buddhas Weg oder auch dem Benediktushof von Willigis Jäger (in meinen Augen) viel zu kurze Seminare angeboten werden und dann auch noch all diese bunten Seminarblumensträuße betrachte, dann werden meine Zweifel diesbezüglich nicht kleiner. – Dann frage ich mich, was im Mittelpunkt steht: Der himmlische Weg und die Hilfe für Zufluchtsuchende oder die Geschäftstüchtigkeit.

      • 23. Juni 2018 um 07:20
        Permalink

        Abgesehen davon, dass ich persönlich, „Buddhas Weg“ in viele Aspekte als „Anti Dharma“ erfahren hatte, musst du bedenken, dass jede Organisation Kosten hat die von irgendjemand getragen werden müssen. Es ist fern der Realität zu glauben, dass Meditation, oder die echten buddhistischen Wege in unsere kapitalistische Umgebung, kostenlos gelehrt werden können, außer wenn jemand dies in seiner Freizeit tut. :-)

        Ja, manche Organisationen versuchen Buddhismus zu einer profitablen Geschäftsidee zu machen. Ob das so ist oder nicht, muss jeder selber urteilen.

      • 23. Juni 2018 um 09:19
        Permalink

        Hallo Joram,

        Du meinst, es ist fern der Realität, der Du bislang begegnen durftest. – Hier und da gibt es ja Laienbewegungen, die rein nach dem Dana-Prinzip arbeiten, die mir bekannte ist eine ziemlich große sogar. – An der ein oder anderen Stelle menschelt es sicherlich auch in ihr, aber ohne dieses ‚Floß‘, wäre ‚mein‘ Verständnis des Geist-Materie-Phänomens vermutlich ein grundlegend anderes.

        Und nach einem Retreat (und ich für meinen Teil benötige dieses Floß, weil ich mich nicht mit dieser eisernen Disziplin daheim hinzusetzen vermag und schon gar nicht über mehrere Tage am Stück) wundere ich mich immer wieder selbst, was für Räume, Flöße, der Mensch zu erschaffen in der Lage wäre, ließe er hinter sich diese Fessel des gewinnoptimierenden Denkens.

        ‚Die Wahrheit ist ein pfadloses Land.‘ – Doch wir benötigen, so meine Auffassung Wege (Flöße), die uns bis an die Grenzen dieses Landes tragen. – Räume, die uns schützen, Brüder und Schwestern, die uns beistehen in Krisen, Krisen, die unweigerlich kommen, wenn wir einigermaßen ernsthaft praktizieren, weil geistige Entfaltung ja immer einhergeht mit Spannungsabbau, dem aufsteigen alter, angehäufter geistiger Fesseln, deren Aufstieg unseren Geist trüben und auf sie reagieren lassen, zumindest so lange, bis man irgendwann diese Wirkzusammenhänge beginnt zu verstehen.

        Ob das Floß, auf dem wir reisen, eines des Dharma ist oder eines des Anti-Dharma, dies wird jeder für sich und beständig prüfen müssen, aber dafür hat den seinen Weg Praktizierenden Siddhartha Gautama ja auch reichlich Prüfmaßstäbe an die Hand gegeben.

        Ich für meinen Teil vermag nicht zu sagen, wie weit mich mein Floß tragen wird. – Intellektuell ist es mir völlig klar, daß der Tag kommen wird, an dem ich dieses Floß werde verlassen müssen, um den Fluß direkt zu erfahren. – Eine Krücke ist und bleibt eine Krücke, eine Sehhilfe, eine Sehhilfe. – Und die Schmetterlingsraupe muß sich zwangsläufig früher oder später verpuppen…

        Ich für meinen Teil vermag nur zu sagen, wie weit und über welche Stromschnellen mich mein Floß getragen hat. – Und ich weiß nur zu sagen, daß man, wenn man mit Aufrichtigkeit und frischen Mutes im Weinberg des Herrn sein Werk verrichtet und dabei durch Erfahrungen hindurch geht, die Traumata, Schmerzen, aufblühen und süße Früchte tragen lassen, daß wenn man mehr und mehr hinter die Ich-Erfahrung zurücktritt und mit jedem Schritt rückwärts, der Geist eine Fessel mehr ablegt und sich mit Freude und Dankbarkeit entfaltet (ja, auch Freude und Dankbarkeit können an dieser Stelle zu einer Fessel werden, deren Auflösung gewiß schwerer ist als die von Neid und Haß und Mißgunst…), dann spürt man in jeder Faser seines Wesens, sadhu, sadhu, sadhu, den Weg, den Siddhartha Gautama der leidenden Kreatur gewiesen, dieser Weg ist nicht irgendein Weg, der uns auch nur will führen in die Welt der Trennung, nein, dieser Weg ist ein himmlischer Weg.

        Und meine Auffassung ist: Wer diesen Weg kommerzialisieren will und um seine völlige Schlichtheit herum (es ist nur ein Floß und kein 5-Sterne-Kreuzfahrtschiff für die Bequemlichkeit des Geistes und seine Defilements) dem stets nach Erfahrung gierenden Geist offeriert all diesen bunten Sträuße von Wegen, der muß sein von Sinnen, dem wird doch irgendwann zwangsläufig die Floßschiffahrt zu einem nackten Selbstzweck.

      • 23. Juni 2018 um 11:28
        Permalink

        Hi Stefan. Ich schreibe dir ne Antwort gegen heute Abend.

      • 23. Juni 2018 um 13:03
        Permalink

        Gerne. – Wobei ja eigentlich Dein Sein als Bhikkhu gewissermaßen schon eine Antwort inkludiert. – Aber droben in Siedelsbrunn leben auch Bhikkhus und dennoch hat es diesen äußerst breitgefächerten Seminarbetrieb.

        Spannende Folgefrage:

        Warum Deine Hinwendung zum tibetischen Buddhismus?

        Meine Auffassung ist: Als der Buddhismus nach China kam, ging er eine Symbiose mit dem alten chinesischen Wissen ein und wurde zum ZEN. – Als er nach Tibet kam, ging er eine Symbiose mit dem alten tibetischen Wissen ein und wurde zum tibetischen Buddhismus. – Als er in den mittleren Osten getragen wurde, entstand das ursprüngliche Christentum in der Verbindung mit alten jüdischen Überlieferungen und altem gnostischem Wissen.

        Ich bin der Auffassung, wenn der ‚himmlische Weg‘ im Westen Fuß fassen soll, so wird etwas Neues entstehen müssen, eine Symbiose mit unserem ganzen, gesammelten Wissen.

        Die frühen westlichen Mönche haben in sich Früchte hervorgebracht und manche dieser Früchte wurden in den Westen getragen. – Wenn Dhamma hier wirklich keimen soll, so wird das, so meine Überzeugung, nur mit einem abermals gewandelten Fahrzeug geschehen.

        Und gerade in der Quantenphysik ist man schon dermaßen weit, das eine Symbiose eigentlich nur ein Katzensprung wäre. – Das intelektuelle Wissen ist da, es mangelt uns aber an jenem viel wichtigeren Wissen aus Erfahrung.

      • 23. Juni 2018 um 22:33
        Permalink

        Antwort kommt später. Wollte erst mal die für heute zugesagte senden…

      • 24. Juni 2018 um 12:43
        Permalink

        Danke. Unser kulturelles Gefäß wird stark von 1) Wissenschaft, 2) Psychologie, 3) Aufklärung bestimmt. Aus meiner Sicht passt Buddhismus sehr gut in dieses Gefäß und diese vier Schwergewichte können sich gegenseitig befruchten und von einander lernen.

        In Tibet war das kulturelle Gefäß eher (wenn ich das richtig verstehe) Naturreligion mit Geistern, lokalen Gottheiten, Dämonen etc. Das hat sich dort dann – aber natürlich nicht ausschließlich – mit dem Mahayana/Vajrayana Buddhismus (so wie von den Indern Sangharakshita/ Padmasambhava und Atisha, oder via große Übersetzer wie Marpa, die nach Indien reisten und indische Meister hatten, gelehrt) verbunden. Diese Färbung ist wahrscheinlich weniger relevant für “Westler”, aber der Indo-Tibetische Buddhismus hat eben sehr sehr viel mehr zu bieten, das sich gut in unser kulturelles Gefäß aufnehmen lässt. Persönlich sehe ich da zB Methoden des Geistestrainings, Umgang mit Emotionen, Ethik, Konzentration, eine Fülle meditativer, hoch effektiver Praktiken, Philosophie (zur Kultivierung korrekter Ansicht und damit zur Erkenntnis der Leerheit oder Selbstlosigkeit), eine ausgefeilte Psychologie (aus dem Abhidharma stammend), dann anspruchsvolle Methoden des Vajrayana…

        Beim Tibetischen Buddhismus landete ich, weil einige ihrer Aktivisten (die NKT) einfach an den Orten wo ich mich bewegte und lebte (Berlin Mitte und Prenzlauer Berg) Bücher, Poster u.a. Werbemittel via missionary drive verbreiteten so dass ich als ich auf der Suche nach Buddhismus war da direkt reinstolperte. Mir war gar nicht klar, dass es nicht “den” Buddhismus sondern nur Buddhismen gibt.

        Der tibetische Buddhismus hat seine ganz speziellen Stärken und Probleme. Letztere spreche ich ja deutlich an, erstere lassen mich weiter dabei bleiben. Es sind auch Leuchttürme von Personen mit unglaublich stabilen und verlässlichen Qualitäten wie S.H. der Dalai Lama oder Mingyur Rinpoche oder auch Ringu Tulku Rinpoche, die mich inspirieren und mich nicht haben abwenden lassen – trotz der Probleme. Also der Reichtum des Indo-Tibetischen Buddhismus und was er mir gibt und gegeben hat sowie geben wird, hält mich bei der Stange. Wobei ich Lehrer aus unterschiedlichen Traditionen habe, auch aus der Theravada Tradition und Methoden aus diesen in meine Praxis integriere bzw. diese anwende.


        So, hoffe meine doch recht persönlichen Antworten haben Deine Fragen beantwortet?

        Bei der ersten habe ich bewusst vermieden andere im Vorgehen zu bewerten. Mir erschien es sinnvoller das aus individueller Praxissicht zu beleuchten.

      • 23. Juni 2018 um 22:30
        Permalink

        Hi Stefan.

        Als Gebender gebe ich Dharma grundsätzlich als Geschenk.
        Für mich stimmt es nicht, das zu verrechnen und Dharma ist ja auch nicht als kommerzielles Produkt gedacht. Bis auf einen Ort* (aus organisatorischen Gründen, die mit dem Ort zusammenhängen), basieren rein formell alle meine Kurse daher auf Dana-Prinzip.

        Mental achte ich darauf, vor jedem Kurs (oder auch der Planung) immer eine gute Motivation zu erzeugen, dass das was ich gebe, den Menschen helfen soll und es ein Geschenk ist und ich den Anwesenden und den Drei Juwelen dankbar sein kann, dieses Geschenk machen zu können und ich nichts zurück bekommen möchte. Also, ich übe mich, keine Dankbarkeit, Gaben oder Geld zu erwarten für das was ich gebe, sondern dankbar zu sein, das überhaupt machen zu können und andere (und damit auch mich) so beschenken zu können.

        Aus Sicht des Zuhörenden sehe ich mein Geben (wenn ich an Kursen teilnehme) als Möglichkeit, Großzügigkeit zu praktizieren. Großzügigkeit zu praktizieren, heißt für mich primär loszulassen. Geben ist nur durch Loslassen möglich. Wenn Geiz oder Anhaftung mich blockieren, sehe ich mir das an und arbeite mit verschiedenen Methoden daran, um die Knoten des Geizes oder der Anhaftung, die mich blockieren, zu lockern oder zu lösen.

        In dem Sinne ist das für mich auf beiden Seiten Praxis, als Gebender und als Zuhörender (oder Nehmender).

        Nach jedem Kurs, den ich gegeben habe, widme ich das Heilsame der Anwesenden, auch ihre Spenden, als auch mein Tun für sie, alle Lebewesen und auch mein Erwachen (zum Wohle aller). Auf die Art versuche ich, einen kommerziellen Geist zu vermeiden oder wenn er entsteht, daran zu arbeiten, dass er nicht zu dominant wird, sich vermindert oder ganz auflöst.

        Den einzigen Kurs wo ich bewusst Geld nehme ist ein Kinderkurs. Der Grund ist pädagogischer Natur. Die Eltern schätzen sonst den Wert des Kurses nicht, in Folge dessen werden die Kinder eher unregelmäßig kommen und damit ist der Nutzen für die Kinder dahin (der Kurs ist sehr ausgefeilt und die Module bauen aufeinander auf). (Bei dem Kurs haben wir zudem Raummieten u.a. Kosten … aber wir machen ihn definitiv nicht um Geld zu verdienen sondern wirklich für die Kinder. Es ist also kein kommerzielles Denken dahinter.)

        So mache ich das. Andere machen das anders und da bin ich tolerant. Ich beurteile das auch nicht groß. Wenn etwas unverhältnismäßig teuer ist, fällt mir das schon auf. Grundsätzlich schätze ich Orte und Plätze die nach dem Dana Prinzip arbeiten und diese unterstütze ich auch.


        * Manchmal werde ich auch zu Orten oder Ereignissen eingeladen wo es ein Honorar gibt. Das nehme ich dann an, aber ich mache Honorar nicht zu einer Bedingung. Wenn ich gefragt werde, welche Honorarhöhe ich mir vorstelle, antworte ich, dass ich da keine Vorstellungen habe und ich das gerne und als Geschenk gebe. Wenn der andere auch etwas geben will muss er selbst entscheiden wie und was. Ich habe da keine Präferenz. So reagiere ich darauf.

  • 19. Juli 2018 um 22:49
    Permalink

    Guten Abend, ich habe mir jetzt fast die gesamte Diskussion durchgelesen und mich mit Zeitungs- und Internetberichten zur TTS beschäftigt. Bin echt baff und auch ein bisschen ratlos. Denn demnächst habe ich einen Akupunktur-Termin im Gesundheitszentrum in der Pagode Pat Hue, nachdem mir ein Freund die Empfehlung gab. Ich sollte mir, was ich auch tat, einen Termin bei Thay geben lassen. Nun stellt sich mir die Frage: Handelt es sich bei jenem „Thay“ um TTS oder um Thich Tu Tri? Hätte inzwischen bei beiden kein so gutes Gefühl mehr, aber sollte es sich um TTS handelt, werde ich den Termin wahrscheinlich absagen. Vielleicht weiß es ja jemand der hier Mitlesenden, ich wäre für eine Antwort echt dankbar.

    Antworten
    • 19. Juli 2018 um 23:12
      Permalink

      Hi Robert, soweit mir bekannt, gibt nur Thich Thien Son Akupunktur.
      Außerdem, rufe doch an und frage, um welchen Thay es geht. Du kannst auf den Bildern sehen wer wer ist – im Falle sie verkaufen Dir ein x für ein u, erkennst Du das zumindest. Dass sie nur noch Thay schreiben ist ja bereist bewusst unscharf und hat den Aspekt der Täuschung, weil eben keiner mehr weiß ob es sich um Vater oder Sohn handelt. Kannst ja vorschlagen, falls Du anrufst, sie sollen Thay Junior oder Thay Senior schreiben, damit jeder Bescheid weiß ;-)

      Antworten
    • 20. Juli 2018 um 00:56
      Permalink

      Hallo Robert,

      klingt ein wenig, als kristallisiert sich an Deinem Problem eine ganz andere Fragestellung. – Thay wird wie die meisten von uns nicht nur eine Seite haben, seine Fähigkeiten in Akupunktur werden sicherlich auf einem anderen Blatt stehen, als seine persönlichen Verfehlungen. – Ich glaube, Deine eigentliche Frage lautet vielmehr, ob Du die Pagode mit Deinem Geld unterstützen möchtest. – Und ein wenig klingt womöglich auch Deine Angst durch, Du könntest über eine Akupunkturbehandlung (so etwas macht ja mittlerweile fast jeder Orthopäde und auch sehr viele Hausärzte) in irgendein Abhängigkeitsverhältnis geraten.

      Ich denke, wenn Du dem Rat Deines Freundes folgen willst und Dich dort behandeln lassen magst, warum dann nicht auch bei Thay, wenn er auf dem Gebiet fachlich gut sein soll. – Wenn Du aber nun mit all dem Hintergrundwissen das nicht mehr möchtest, denke ich, wird es besser sein, Du suchst Dir anderswo einen Therapeuten.

      Ansonsten gilt immer noch: Versuch macht klug. – Im Vorgespräch zur Akupunkturbehandlung könntest Du Thay ja auch von Deinem Zwiespalt berichten. – Und uns hernach, wie er darauf reagiert hat ;-)

      Ich hatte einmal einen Hausarzt in Heidelberg, der setzte die Nadeln ganz gut, aber daß er das immer in eine esoterische Beratungs glaubte mit einbetteten zu müssen, um die ich nicht gebeten hatte, zumal ich für ihn in dieser Hinsicht nicht offen war, ließ mich irgendwann von seinen Behandlungen Abstand nehmen.

      Will sagen: Du suchst Dir den zu Dir passenden Therapeuten aus. – Und wenn Du mal mehr suchen solltest, wirst Du das auch ganz alleine tun.

      Antworten
  • 21. Juli 2018 um 19:56
    Permalink

    Hallo Tenzin, hallo Robert,

    ich möchte euch für eure Antworten danken. Und ich möchte um Entschuldigung bitten, denn ich habe in meinem Schreiben nicht die komplette Wahrheit gesagt. Denn offen gesagt war mir diese etwas peinlich, aber ich hätte nun ein ganz blödes Gefühl, wenn ich diese nicht nun noch nachtragen würde.

    Mein Termin steht mir nämlich nicht erst bevor, sondern er fand bereits statt. Und ich schäme mich irgendwie dafür, mich nicht mehr daran erinnern zu können, wie Thay aussah. Ich habe mir sowohl die Fotos von Thay Thien Son wie auch von Thay Tu Tri angesehen, wieder und wieder. Und die Erinnerung will einfach nicht zurückkommen. Ich war bei meinem Termin in der Pagode irgendwie wie benebelt, so blöd es klingen mag. Und ich hatte die Ganze Zeit ein eigenartiges Gefühl der Ehrfurcht. Die Mönche und Nonnen, die im Flur an mir vorbeigingen, als ich noch wartet, riefen in mir ein wohliges, friedliches Gefühl hervor, und so baute sich jene Ehrfurcht in mir auf, gleich vor den großen Meister treten zu dürfen. Ich wollte ihn dann auch in unserem Gespräch nicht anstarren oder mustern, natürlich sah ich ihn und unterhielt mich mit ihm, aber alles lief irgendwie wie ein Film für mich ab, irgendwie unwirklich. Zum besseren Verständnis muss ich vielleicht noch dazu sagen, dass ich eine lange Leidensgeschichte hinter mir habe. Ich war bei etlichen Ärzten, Osteopathen, Heilpraktikern, sogar bei Akupunkteuren, hatte vieles versucht, nichts hat mir bisher geholfen. Die Schulmedizin weiß bei mir inzwischen auch nicht mehr weiter. Dabei handelt es sich nicht etwa um Krebs oder eine schwere oder gar tödliche Krankheit. Aber um eine Sache, die mich inzwischen fertigmacht und meine Lebensqualität massiv mindert.

    Tja, und so begab ich mich an jenem Tag in die Pagode und hoffte hier, bei dem nun wohl letzten Anlauf den ich nehmen wollte, auf Hilfe. Und war dementsprechend bereit, mich frei und unvoreingenommen auf Thay und seine Behandlung einzulassen. Umso besser war es vielleicht im Nachhinein betrachtet, dass ich all die Informationen, die ich nun über den Fall TTS mir angelesen habe, zu diesem Zeitpunkt noch überhaupt nicht hatte. Sonst hätte ich mich nicht entsprechend fallen lassen können.

    Inzwischen denke ich jedoch, dass es wirklich TTS war, und nicht sein Vater. Die Behandlung war durchaus angenehm, das Gespräch aber nicht in Form eines lockeren Plauschs, sondern halt eher sehr punktuell. Er fragte, ich antwortete. Selbst etwas zu fragen, etwa nach der Zielstellung seiner Behandlung, den Chancen und der vermutlichen Anzahl der notwendigen Folgebehandlungen, traute ich mich einfach nicht. Ich wollte ihn beim ersten Mal einfach machen lassen.

    Geändert hat sich an meinem Zustand nach der Erstbehandlung nichts, aber davon bin ich auch nicht ausgegangen. Mir ist schon bewusst, dass bei Akupunktur immer mehrere Behandlungen braucht, ehe eine Wirkung eintreten kann. Bei den anderen Akupunkteuren hatte ich auch nach mehreren Anwendungen keine Wirkung verspürt. Aber das waren westliche Schulmediziner, die Akupunktur eher als Nebengeschäft anbieten. Bei den Buddhisten hatte und habe ich einfach die Hoffnung, dort eine andere, erfolgsversprechendere Akupunkturbehandlung erhalten zu können. Von Menschen, aus deren Kultur sie stammt, und nicht von Menschen, die sie womöglich nur in Fortbildungsseminaren irgendwo irgendwann mal in ihren basics gelernt haben.

    Momentan tendiere ich, trotz meines jetzigen Wissens, die Behandlung fortzusetzen. Demnächst steht der zweite Termin an. Einfach in der Hoffnung, dass mir in meiner zermürbenden gesundheitlichen Situation geholfen werden kann. Aber die Sache mit TTS und dem 12-jährigen Mönch will mir nicht aus dem Kopf gehen, wie auch andere Dinge. Und die verbieten es mir eigentlich in meiner ethischen Überzeugung, noch einmal zu ihm zu gehen. Ein Dilemma, ich bin einfach hin- und hergerissen, wie man meinen Zeilen vermutlich anmerkt.

    Also – Entschuldigung noch einmal, dass ich nicht direkt mit der kompletten Geschichte rausgerückt bin. Ich hoffe, ihr seht es mir nach, kann aber auch verstehen, wenn ihr nun etwas verärgert seid.

    Liebe Grüße,
    Robert

    Antworten
    • 21. Juli 2018 um 20:28
      Permalink

      Die Krankenkassen haben Akupunktur untersucht. Ergebnis; In Einzelfaellen, etwa bei Knieschmerzen, half es, bei vielen Beschwerden nicht. Wo man aber reinstach, war fast egal.
      Trotzdem braucht man dafuer eine Qualifikation und Zulassung. Wer sagt eigentlich, dass TTS oder ein anderer Thay die haben?

      Antworten
    • 21. Juli 2018 um 20:47
      Permalink

      Lieber Robert,
      vielen Dank für Deine Ehrlichkeit und Deine Korrektur.
      Ich hatte meine Antwort bewusst kurz gehalten und weder geraten noch abgeraten hinzugehen. Die Entscheidung liegt allein bei Dir.

      Nun, da ich Deine Situation besser kenne, möchte ich Dir folgendes berichten. Damit könntest Du vielleicht Deine Erfahrungen und Situation einordnen oder eine breitere Perspektive auf die Sache bekommen.

      1) als ich auf Bitten des Betroffenen in Buddhas Weg war und mit Teilen der Gemeinschaft sprach, saß da eine Frau, die vehement TTS verteidigte. „Ohne ihn wäre ich nicht mehr hier“ „Er hat mich geheilt“ – oder so sagte sie.
      2) Eine Person berichtete mir, dass das Stechen der Nadeln so war, als wollte TTS dieser Person bewusst Schmerz zufügen.
      3) Es ist nicht unüblich, dass Menschen heilende Qualitäten (oder überdurchschnittliche Talente) und ein großes Ego haben.
      4) Ein Freund, der ein ganz spezifisches Problem hat und seit Jahren unterschiedlichste Heiler (auch in Indien aufsuchte) und Heiler mit „Siddhis“ kennenlernte, berichtete mir u.a. von einem, der richtig gut war aber dem es völlig an Mitgefühl mangelte, der total egozentrisch war und nur auf das Geld der Leute aus, die er dann auch oft noch in ihrer Verzweiflung sitzen ließ, vernachlässigte, weil ihr Leid ihn schlicht nicht interessierte. Für viele war er dennoch die letzte Hoffnung – und manchen konnte er tatsächlich helfen.

      Damit möchte ich ausdrücken, dass unheilsame geistige Muster und Qualitäten – wie zB eine gute Fähigkeit zur Akupunktur – koexistieren können, das eine schadet, das andere hilft. Allerdings können unheilsame geistige Muster Qualitäten auch vergiften. Die Qualität kann zB missbraucht werden, um Menschen abhängig zu machen, ungesund an sich zu binden oder z.B. für die Befriedigung des eigenen Narzissmus oder der eigenen Gier nach Geld, Sex oder Anerkennung / Ehre auzunutzen. Wenn in einer Person stark Unheilsames und großartige Qualitäten zusammen auftreten ist das meist verstörend für Außenstehende. Die wenigsten können das einordnen oder Trennen oder gar als parallel existierende Phänomene einfach akzeptieren. (Bei Künstlern bis zu einem gewissen Grad schon, denke ich.)

      Was ich nicht sagen will, dass TTS Heilqualitäten hat, ein guter Akupunkteur ist oder es nicht ist. Das kann ich grundsätzlich nicht einschätzen und sagen. Sollten aber unheilsame geistige Muster und Qualitäten hier koexistieren und Du könntest das eine (die Qualität) nutzen ohne durch das andere (unheilsame geistige Muster, wie zB ein sehr großes Talent andere zu manipulieren) Schaden zu erfahren, hättest Du Gewinn.

      Dir alles Gut Robert!
      PS: Verärgert bin ich nicht!

      Antworten
    • 21. Juli 2018 um 21:20
      Permalink

      Hallo Robert,

      war mein erster Ratschlag noch ein wenig zurückhaltend, würde ich nach der langen Geschichte sagen: Geh‘ weiter hin und versuche vielleicht wirklich, wenn das Deine Ehrfurcht zuläßt, mit ihm über Deine Bedenken zu sprechen.

      Zweifel ist ein großes Hindernis auf dem spirituellen Weg und ich denke, ich weiß aus eigener Erfahrung heraus ganz gut, wovon ich da spreche, wenn ich das sage. – Man könnte jetzt einwenden, es ist ja nur eine Akupunktur, wie ich das in meinem ersten Kommentar auch gemacht hatte, aber da waren mir ja auch noch nicht die näheren Hintergründe bekannt.

      Wenn Du Heilung suchst, brauchst Du Vertrauen, brauchst Du Hingabe. – Was Du nicht brauchst, das sind Akupunktursitzungen, in denen Du die ganze Zeit über Dir Fragen stellst, die nichts mit der eigentlichen Behandlung zu tun haben.

      Und Du brauchst auch viel weniger Vertrauen und Hingabe an den Heiler selbst als Vertrauen und Hingabe in Dir, an die Kraft, die er zu vermitteln vermag, mit der Du im Idealfall selber in Kontakt kommst.

      Seine Fähigkeiten, Menschen an Punkte zu führen, an denen es wirklich weh tut, sollen groß sein, obwohl er selber, was hier ja sehr offensichtlich ist, auch noch äußerst schmerzvolle Punkte in sich zu bearbeiten hat.

      Aber zwischen Deine Zeilen lese ich auch irgendetwas, das ich schlecht umschreiben kann, bei dem ich denke, Du mußt auch vorsichtig sein, weil es sich anfühlt wie eine Tendenz zur Verantwortungsabgabe.

      Und Du klingst auch so, als wäre die aus Deiner Krankheit heraus geborene Suche nach Hilfe Deine erste Annäherung an das hinter Akupunktur und Heilung liegende Thema. – An irgendeiner, zumeist leidbehafteten Stelle geht es immer los. – Und letztlich liegen alle Stolpersteine und sämtliche Tendenzen zur Anhaftung in uns selbst.

      Aus dem Bauch heraus würde ich Dir raten wollen, das Symptom, das Deine Lebensqualität einschränkt, als Weckruf zu verstehen, Weckruf, aufzubrechen auf den spannenden Weg zum Selbst.

      Mach Deine Entwicklung begleitend mal einen Retreat, dann aber bei einem Lehrer, der einen besseren Leumund hat, nach allem, was ich hier gelesen habe, würde ich sagen, Retreats (nicht Akupunkturbehandlungen) bei TTS sind eher was für Leute, die schon Tritt gefaßt haben auf ihrem Weg, die selber klar erkennen können, wenn Machtspiele und ähnliches mit ins Spiel kommen.

      Liebe Grüße

      Stefan

      Antworten
      • 21. Juli 2018 um 22:36
        Permalink

        Lieber Stefan,
        kleiner Einwand vom mir. Es gibt Dinge und Personen, da sind Zweifel angemessen. Diese Zweifel sind dann kein Hindernis sondern ein Schutz. Zudem geht es bei Akupunktur nicht um einen spirituellen Weg – wobei Dir das ja auch klar zu sein scheint.

        Im Spirituellen sollte sich Vertrauen auf tatsächlich vorhandene Qualitäten stützen. Der Lehrer sollte zudem mehr Qualitäten als Fehler haben.

        Im Heilbereich kann Vertrauen zwar auch beim Fehlen von Qualitäten funktionieren (wie zB beim Placebo Effekt), aber wer sich mit Vertrauen und der Sehnsucht nach Heilung einer hoch manipulativen Person öffnet und mit ihr anfängt über die eigenen Zweifel zu kommunizieren, kann da auch großen Schaden nehmen. Denn ungleich einem Placebo Medikament, das man mit Vertrauen zu sich nimmt und das durch die Kraft des eigenen Vertrauens zur eigenen Heilung beitragen kann, kann eine manipulative Person, die Öffnung, die durch Vertrauen entsteht und die Sehnsucht nach Heilung, durch Worte und Handlungen zum eigenen Nachteil missbrauchen. Eine Mensch, dem man sich vorbehaltlos und unkritisch mit Vertrauen öffnet, kann einen mit Worten tief vergiften. Ein nichtbelebtes Placebo Medikament, das man mit Vertrauen einnimmt, kann das nicht. Im schlimmsten Fall zeigt es keine Wirkung.

        Ich hatte zwei buddhistische Lehrer vom Typus Thich Thien Son und würde da grundsätzlich zur Vorsicht raten, weil deren Kraft und Geschick die eigenen Fähigkeiten iR bei weitem übersteigt.

        Hier 2 Texte zum Thema Vertrauen aus spiritueller Sicht. Im Kalama Sutra begrüßt der Buddha sogar Zweifel: »Recht habt ihr, Kálámer, daß ihr da im Unklaren seid und Zweifel hegt. In einer Sache, bei der man wirklich im Unklaren sein kann, ist euch Zweifel aufgestiegen. …«

        http://buddhistische-sekten.de/Vertrauen-Buddhismus-Geshe-Thubten-Ngawang.html
        http://info-buddhismus.de/Buddha-Ueber-Enge-Freunde-Mitra-vargha.html

        LG T

      • 21. Juli 2018 um 23:57
        Permalink

        Einmal mehr danke für Deine Links, mit ihnen werde ich mich wohl mal eingehend beschäftigen müssen, ich denke, ich bin auch so ein Kálámer… – Zuweilen auch nicht leicht…

        Osho sagte in einer seiner Diskurse einmal, daß sich der Kraft eines ‚Lehrers‘ eigentlich niemand entziehen könnte, die einen, die sie spüren, sind wie verliebt, die anderen, die sie spüren, gehen als Reaktion erst einmal auf Distanz oder fliehen…

        Der Kálámer in mir prüft und merkt dann eigentlich sehr schnell, wenn irgendwelche ‚Lehrer‘ auf Reibung gehen und mir ihrerseits ihr Mißtrauen mir gegenüber spiegeln.

        Zu TTS habe ich kein eigenes belastbares Bild, nur wenige Eindrücke, ich habe ihn einmal auf einem Sommerfest reden hören und einmal mit einer Laienschülerin von ihm, die im Kloster wohnt, versucht, über die Problematik zu sprechen. – Ansonsten habe ich nur das hier mit aller Aufrichtigkeit gezeichnete Bild von Dir und jenes von meinem Mönchs-Dhamma-Bruder, der, wenn er in Siedelsbrunn weilt, auch mit TTS zusammenarbeitet und über seine Kurse durchaus Positives berichtet.

        Gerade denke ich: Die Fragestellung von Robert zeigt nur einmal mehr, wie sehr TTS das Kloster und den Tempel belastet.

        Aber ich denke, Robert hat sich die Antwort schon selber gegeben. – Und Du hast es gerade eigentlich auch noch einmal klargestellt: Akupunktur ist zwar kein spiritueller Weg, aber in dem im Tempel gegebenen Kontext sind die Übergänge vermutlich fließend.

      • 22. Juli 2018 um 12:22
        Permalink

        Gerne Stefan. Ich lese auch noch Deine Kommentare in dem anderen Thread, hatte diese dort nur kurz überflogen und die Links als mögliche Unterstützung gepostet.

        Ich bin kein Fan von Osho – nicht, dass er nicht auch Vernünftiges gesagt hat, aber er ist größenwahnsinnig geworden (als er in Amerika landete – so eine Doku stark basierend auf den Aussagen seiner Sekretärin – soll er gesagt haben »I am the Messiah America is waiting for“, er selbst ist lachgassüchtig geworden, seine Community wurde paranoid, kriminell (versuchte u.a. die lokale Bevölkerung zu vergiften um die Wahlen zu manipulieren) und seine Community machte sich der Vernachlässigung und dem Missbrauch von Kindern schuldig …
        Als kleiner informativer Überblick (in Englisch):

        Besonders der Artikel in Link 2 ist hier relevant und interessant. Er ist lang, für ’nen knappen Überblick hier was ich dazu auf FB schrieb.

        Das Problem bei Aussagen solch halbseidener oder manipulativer oder verrückt / größenwahnsinnig gewordener – ja gefährlicher – „Gurus“ ist, dass ihre Aussagen meist nur ihnen selbst und ihrer eigenen Legitimation dienen. Der verurteilte und hingerichtete „Guru“ Shoko Asahara wurde von seinen Anhängern als unglaublich inspirierend beschrieben, sie machten besondere Erfahrungen in seiner Gegenwart etc etc Wenn Du Dir Dokumentationen zu Hochstaplern ansiehst – eine lief mal vor ein paar Jahren im Kino (richtig gut!) und ich hatte eine Lehrerin die Hochstaplerin ist als auch einen Hochstapler im Strafvollzug (sah ihn vor kurzem in einer Annonce zu einem halbseidenen Medikament als Arzt posieren) – dann verstehst Du vielleicht warum ich hier so widerspreche, denn deren Charisma und Überzeugungskraft, kann sich kaum keiner entziehen. (In der Doku hatte einer der Hochstapler sogar einen Millionär überzeugt für eine Reise zum Mond (!) vorauszuzahlen und der Millionär – selbst nach Verurteilung des Hochstaplers – sprach noch von ihm wie von seinem besten Freund. Wie kam das? Der Hochstapler hatte eine hohe Sensibilität für die emotionalen Bedürfnisse des Millionärs und hat diese gnadenlos ausgenutzt, um das Vertrauen des Millionärs zu gewinnen und ihn zu manipulieren, um an sein Geld zu kommen. Dem Millionär war die Erfüllung seiner emotionalen Bedürfnisse offensichtlich mehr Wert als sein Geld, denn selbst nach Verurteilung und nachdem das ganze Betrugssystem aufflog, verlor er kein schlechtes Wort über den Hochstapler sondern sprach von ihm als wäre der Hochstapler tatsächlich immer noch sein bester Freund. (Die Hochstapler selbst machten sich hauptsächlich – nicht alle wenn ich mich recht erinnere – über die Naivität und Blödheit ihrer Opfer lustig und gaben im Wesentlichen ihnen die Schuld daran, dass sie betrogen wurden.)

        Ich fand daher den Kommentar von Greg sehr hilfreich und geerdet, denn er fragte nach der Qualifikation und Zulassung von TTS. TTS hat ja auch Menschen „therapiert“ und einige von ihnen im Rahmen der „Therapie“ sexuell missbraucht. Seine Schüler rechtfertigten das, er wolle doch nur helfen – also Missbrauch als Hilfe und Therapie! Hossa! Was ist seine Lizenz für Therapie? Wer hat ihn zum Meister ernannt? Welche Ausbildung hat er überhaupt? Das sind alles rationale Fragen, deren Antworten eruiert werden sollten. Ansonsten verliert man sich in irgendwelchen esoterischen Spähren und befindet sich im Bereich der „Unschärfen“. „Unschärfe (Fuzziness im Englischen) ist der Bereich der Sekten“, fasst das Steven Hassan zusammen. M.E. ist das Wichtigste starken Boden unter den Füßen zu haben und Osho hilft da – und vor allem auch das Zitat – weniger denke ich mal.

        Natürlich gibt es über jeden etwas Positives zu berichten, jeder Mensch hat ja auch gute Seiten, hier geht es aber drum die Gesamtverlässlichkeit einer Person zu erfassen und ob man sich in ein Abhängigkeits- bzw. Heilverhältnis via Akupunktur begeben will und die möglichen Gefahren oder den Nutzen abzuschätzen.

        Sorry, dass ich so penetrant mit meinen Widersprüchen bin. Ich gehe natürlich davon aus, dass auch andere das hier lesen und sich nicht äußern. Viele meiner Kommentare sind auch für die gedacht, die mitlesen aber sich nicht äußern und denen eine „geerdet-ernüchterte Sicht“ – die ich hier versuche zu betonen – nutzen könnte. Es ist also nicht persönlich gemeint, sondern geht mir an sich um die Sache und die Implikationen des Gesagten auch für Mitlesende.

        Danke für Deine Beiträge und die Diskussion!

      • 22. Juli 2018 um 14:10
        Permalink

        Lieber Stefan,
        habe hier eben einen Artikel gelesen – Freunde sandten mir den Link –, der das was ich eigentlich sagen wollen würde zu ungesunden Lehrer-Schüler-Beziehungen und den damit einhergehenden Gefahren (aber auch dem oberflächlichen anfänglichen Nutzen) aber nicht in der Lage bin zu sagen, perfekt zusammenfasst. Leider in Englisch, aber brilliant!

        LG T

      • 22. Juli 2018 um 16:56
        Permalink

        Lieber Tenzin,

        danke für den weiteren Link, er paßt, soweit ich es auf die Schnelle überblicken konnte, sehr gut zu dieser Diskussion, ist aber nicht mein persönliches Thema (und leider ist mein Englisch auch nicht fluently enough, um dem Schreiber durch alle Höhen und Tiefen seiner traumatischen Erlebnisse und seinen Schlußfolgerungen aus ihnen folgen zu können oder zu wollen…).

        Mein Thema: Hier ich, dort Quelle, dort Wasser, dort Licht, wo zwei Götter sind, so sind sie Götter, wo Ihr jedoch aus Zweien Eins macht, bin ‚ich‘ mitten unter Euch (Joshua meint mit ‚ich‘ an dieser Stelle natürlich etwas anderes als ich mit dem ‚ich‘ eingangs).

        Vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück, daß der Ausgangspunkt meiner Reise ein überaus banaler war, eine profane Liebesbeziehung, die mir alles andere als gut tat…

        Ich erinnere noch, ich fühlte mich dermaßen angezogen von dieser Frau, daß ich mich fühlte wie eine Motte vor der Kerzenflamme und das, obwohl mein Verstand ganz klar sah, daß dieser Mensch mir nicht gut tat. (Aber was ist schon der Verstand, wenn die Gefühle erst einmal Achterbahn fahren…)

        In jenen Tagen fiel mir in der örtlichen Esoterikbuchhandlung ein Buch von Osho in die Hände, das ich an einer wahllosen Stelle (Mastercard?) aufschlug, und an dieser Stelle fragte Osho eine Schülerin, was sie nur machen solle, sie stünde in einer Liebesbeziehung, in der sie sich fühle wie eine Motte…

        Oshos Rat: Stürze Dich in die Flamme.

        Unser Problem ist doch: Auf der einen Seite haben wir alle zwar irgendwo irgendwann einmal gelesen, daß ein spiritueller Weg nicht ohne Ego-Aufgabe zu machen ist, doch wenn es dann hart auf hart kommt, scheuen wir genau diese Flamme.

        (In dem Zusammenhang: Es soll ein Buch geben mit dem Titel: ‚Ich bin ein Leder-Schamane‘, SM unter dem Gesichtspunkt der spirituellen Selbstaufgabe…)

        Wenn ich mit einem anderen Menschen, egal wem, in Kontakt komme, verbindet sich in geradezu magischer Weise sich meine mit seiner Energiespur. – Das Muster, mit dem ich auf einen solchen Energiezugewinn reagiere, ist immer nur meines.

        Die Kindheitstraumata meiner Schwester haben sich als Kindsvater für Ihre Tochter einen Menschen auserwählt, der Sie auf dem Gebiet des Narzissmus um Längen schlägt, sie geht regelrecht durch die Hölle, aber dieser Gang sie zugleich läutert, sehr viel mehr läutert, als daß 20 Jahre brüderlichen Zuredens es vermochten. – Jetzt erst, hört sie mir überhaupt erstmals wirklich zu, vermag sie sich mitnehmen zu lassen auf die Energiespur des ihr wohlgesonnenen Bruders…

        Offensichtlich brauchen wir Menschen all diese Umwege.

        Womöglich bedürfen wir ihr, solange wir nach außen anstatt einmal wirklich tief und geduldig auf die Flamme in unserem Inneren zu gucken.

      • 22. Juli 2018 um 17:08
        Permalink

        Ich werfe jetzt hier einfach mal an dieser Stelle ein Fundstück in die Runde, über das ich vor einigen Wochen einmal gestolpert war:

        https://de.spiritualwiki.org/Hawkins/Skala
        https://de.spiritualwiki.org/Hawkins/Erloesung?from=Hawkins.Erl%C3%B6sung

        Ein Freund, so mußte ich festellen, hatte vor Jahren mir einmal ein paar Bücher von Hawkins empfohlen, damals war die Zeit für seine Lehre in mir aber wohl noch nicht reif…

        Als ich vor Wochen dann erstmals mit ihr in Kontakt kam, war mir, als hielte ich auf einmal die route map meines Lebens in der Hand…

        Und nun habe ich wieder 2 Möglichkeiten: Ich kann dieses Fundstück nehmen, versuchen in es einzudringen, sehen, was in mir mit ihm in Resonanz gehen will, ich kann aber auch vorher erst einmal eine groß angelegte Recherche in den Weiten des Netzes betreiben, um zu schauen, was für ein Mensch dieser Hawkins eigentlich war.

        Letztere Vorgehensweise finde ich nicht sonderlich hilfreich, seine Systematiken hingegen schon.

  • 21. Juli 2018 um 21:40
    Permalink

    Ohje, ich sehe gerade, dass ich in meiner vorigen Antwort Dich und mich selbst anschrieb, dabei meinte ich selbstverständlich Dich und Stefan. Das kommt davon, wenn man in Gedanken schon seine Antworten am Formulieren ist und gleichzeitig schon drauf losschreibt… nicht mein Tag heute.

    Für Deine erneute Antwort vielen Dank, Tenzin. Du triffst dabei den Nagel auf den Kopf, und eigentlich müsste es möglich sein, diese Abwägung rational zu treffen. Jeder Mensch hat sicherlich auch Schwächen und begeht in seinem Leben auch mal Verfehlungen, das steht außer Frage. Ich habe aber in dieser Angelegenheit vor allem ein Problem in der Sache mit dem 12-Jährigen Schüler. Denn Pädophilie verurteile ich auf das allerschärfste, und ich verachte Menschen, die sich an Kindern vergehen. Und genau dies wird am Ende auch der entscheidende Faktor sein. Kann und will ich über sämtliche Schatten springen, und mich entgegen meiner inneren Überzeugung auf einen Menschen einlassen, der diesbezüglich eine beschmutzte Weste hat? Ist meine eigene Verzweiflung über meine Situation so stark, dass ich dazu bereit bin? Es ist einfach eine Frage der Moral. Und ich hadere stark mit mir selbst, dass ich überhaupt in der Situation bin, mir diese Frage zu stellen. Denn wäre meine eigene Situation nicht so wie sie ist, und mein Leben gerade ziemlich in Trümmern, würde ich mir die Frage gar nicht erst stellen, meine Entscheidung wäre sehr klar. Ist es aber egoistisch und damit einhergehend auch unsäglich, in solch einer Situation seine Prinzipien über den Haufen zu werfen, zum eigenen Selbsterhalt? Niemand kann mir die Beantwortung dieser Frage abnehmen, ich muss sie ganz alleine in mir selbst und mit mir selbst ausfechten. Aber Deine Worte sind sehr inspirierend und ich möchte Dir für sie danken und auch dafür, dass du Dich so intensiv und individuell jedem Beitrag hier annimmst, nicht nur den meinigen.

    Um aber nicht weiter vom eigentlichen Thema abzudriften, um das es ja auf dieser Seite geht, belasse ich es nun dabei und wünsche Dir weiterhin alles Gute, und werde mit großem Interesse den weiteren Verlauf Deiner Aufklärungsarbeit hier mitverfolgen.

    LG Robert

    Antworten
    • 21. Juli 2018 um 22:17
      Permalink

      Ha ha, das ist doch auch lustig Robert, dass Du dich gleich selbst mit anschriebst. Mir fiel das nicht mal auf.

      Ohne Dich nerven zu wollen oder mich in Deine Entscheidung einzumischen, möchte ich eine weitere Perspektive hinzufügen – die deine Sicht möglicher Weise erweitert.

      Ich bin ja auch im Strafvollzug ehrenamtlich tätig. Da habe ich auch mit Sexualstraftätern zu tun. Mir sind daher Opferperspektive und Täterperspektive vertraut. Die meisten Täter waren selbst Opfer von Gewalt, Vernachlässigung oder sexueller Gewalt. Soweit mir durch diese Tätigkeit und Gespräche bekannt, unterscheiden Psychologen zwischen Menschen, die sich an einem Kind vergehen, aus Gründen einer Ersatzhandlung (zB der Tochter, weil die Frau keine Sexualität mit dem Mann lebt), oder aus Gründen der Machtausübung, oder der sogenannten Kernpädophilie. Im letzteren Fall spricht man von einer „sexuellen Präferenz für das kindliche Körperschema“ wenn ich das richtig erinnere. Für diese Präferenz kann der Mensch nichts. Letztlich ist eine Person, die kernpädophil ist, nicht wirklich zu verurteilen, sie kann ja nichts dafür, dass sie dieses Körperschema anspricht. Was zu verurteilen ist, sind Handlungen, die diese Person auf der Basis der angeborenen Präferenz an einem Kind begeht. Nicht alle Kernpädophile werden zu Straftätern. Wenn man sich mal mit Empathie in eine Person hineinversetzt, die so eine Präferenz hat, da entsteht eigentlich Mitgefühl. Sie ist gefangen in Vorstellungen und Begehren, die nicht zu erfüllen sind. Das ist doch tieftraurig!

      Aus buddhistischer Sicht – und letztlich auch ein Therapeut, oder jeder, der seine Menschlichkeit bewahren will – kann man Mitgefühl mit der Person haben, das Problem verstehen und als Problem akzeptieren und gleichzeitig ganz stark gegen jedes Ausleben der Präferenz sein. In dem Sinne muss eigentlich keine Person verurteilt werden sondern Handlungen einer Person, die anderen schaden sind zu verurteilen oder abzulehnen. Eine Person, die sich selbst nicht kontrollieren kann, braucht Hilfe sich zu kontrollieren – oder erst mal Grenzen wie eine Konsequenz mittels Verurteilung und Strafvollzug (ggf sogar Sicherungsverwahrung).

      Ob es in diesem Fall um eine Form einer Ersatzhandlung, um Machtmissbrauch oder Kernpädophilie geht, kann ich nicht sagen. Meine Annahme als Laie auf Basis von Berichten und Details, die mir bisher vorliegen, mutmaße ich eher Machtmissbrauch. Das macht es natürlich nicht besser und das soll es auch nicht. Aber es könnte Deine entstandenen Konflikte – die aus einem Spannungsfeld zwischen Hilfe suchen und Deinem Ethik-Wertesystem zu resultieren scheinen – vielleicht mittels einer Differenzierung etwas entspannen?

      LG T

      Antworten
  • 22. Juli 2018 um 20:02
    Permalink

    Drei Dinge, die mir zu der Thematik einfallen:
    1. Jenseits der Frage, welcher Form der Pädosexualität TTS einzuordnen ist, würde ich seine Taten insbesondere dann nicht in seine Bewertung als Akupunkteur einbeziehen, wenn er dafür Reue gezeigt, um Vergebung gebeten hätte, Konsequenzen gezogen hätte usf. Das scheint allerdings, sagen wir einmal, etwas fraglich zu sein; letztlich macht er doch verdeckt weiter, wie bisher, mit seiner Tätigkeit (ohne daß ich ihm irgendwelche erneuten Übergriffe unterstellen will!!).
    2. Wenn TTS (egal ob Vater oder Sohn) Robert mit Akupunktur behandelt hat, dann ist das in der Tat keine Religionsausübung, sondern eine medizinische Therapie. Auch wenn ich doch recht skeptisch bin, was den Nutzen der Akupunktur anbelangt (Greg hat es hier in seinem Kommentar gut festgestellt): Um die Heilkunde in Deutschland ausüben zu dürfen, muß TTS entweder die Approbation als Arzt oder aber eine Zulassung als Heilpraktiker haben. Anderenfalls macht er sich nach §5 HeilprG strafbar!
    3. Unabhängig davon fiel mir bei Roberts Schilderung des Besuchs bei TTS auf, wie intensiv dieser Kontakt war: „Ich war bei meinem Termin in der Pagode irgendwie wie benebelt, so blöd es klingen mag. Und ich hatte die Ganze Zeit ein eigenartiges Gefühl der Ehrfurcht. Die Mönche und Nonnen, die im Flur an mir vorbeigingen, als ich noch wartet, riefen in mir ein wohliges, friedliches Gefühl hervor, und so baute sich jene Ehrfurcht in mir auf, gleich vor den großen Meister treten zu dürfen. Ich wollte ihn dann auch in unserem Gespräch nicht anstarren oder mustern, natürlich sah ich ihn und unterhielt mich mit ihm, aber alles lief irgendwie wie ein Film für mich ab, irgendwie unwirklich. … Selbst etwas zu fragen, etwa nach der Zielstellung seiner Behandlung, den Chancen und der vermutlichen Anzahl der notwendigen Folgebehandlungen, traute ich mich einfach nicht. Ich wollte ihn beim ersten Mal einfach machen lassen.“
    Bei allem, was recht ist, aber das klingt eindeutig N I C H T nach einer gesunden Beziehung zwischen einem Therapeuten und einem Klienten bzw. Arzt und Patienten (und ich muß es wissen, denn ich bin selber Arzt).

    Ich will Robert zu nichts raten, außer, Vorsicht walten zu lassen, wenn er die Dienste von TTS erneut in Anspruch nimmt.

    Antworten
  • 30. Juli 2018 um 14:08
    Permalink

    UPDATE

    Hier der Bayrische Rundfunk auf YouTube zur Pagode / Buddhas Weg. Was ich besonders gut finde: für Jugendliche mit einer Jugendlichen, genau die Zielgruppe, die am gefährdetsten ist. Ich finde Marias Mut und Klarheit, die 16 Jahre alt war und buddhistische Nonne in der Gemeinschaft der Pagode Phat Hue / Buddhas Weg werden wollte, besonders beeindruckend. Aber auch die Intervention von Marias Lehrer und die Unterstützung der Sektenberatung Nordrhein-Westfalen, ermöglichten Maria den Ausstieg. Klasse!

    https://youtu.be/BTsBJTSslPc

    Antworten
    • 30. Juli 2018 um 16:43
      Permalink

      Ich hatte inzwischen meinen zweiten Besuch in der Pagode. Und nun bin ich mir auch 100% sicher, dass es TTS ist, bei dem ich mich in Behandlung finde. Mir gelang es, bei meinem Besuch meine negativen Gefühle auszublenden und mich frei auf die Massage (von jemand anderem) und anschließende Akupunktur durch TTS einzulassen. Und ich habe diesmal auch ein paar Fragen zur weiteren Behandlung gestellt, die mir TTS sehr freundlich beantwortete.

      Insgesamt war meine Nervosität vom ersten Mal nicht mehr da, und auch dieses „auf einer Wolke fühlen“ empfand ich nicht mehr. Beim zweiten Mal ist man wie bei so vielem halt schon die Abläufe und auch die Atmosphäre gewohnt. Und die Atmosphäre empfand ich dieses Mal auch nicht mehr ganz so mystisch, was daran lag, dass der Behandlungsraum kein separates Zimmer, sondern ein Platz von ca. 12 Plätzen in einem großen Raum war, dessen einzelne Behandlungsplätze nur von Vorhängen voneinander abgetrennt waren. So konnte man dann auch die Gespräche der anderen Patienten ungewollt mitverfolgen, was ich als gar nicht mehr so angenehm empfand. Auch ein Entspannen während der Akupunktur war so nur schwer möglich.

      Irgendwelche Manipulationsversuche von TTS gab es nicht, es ging wirklich in unserem kurzen Gespräch rein um die Akupunktur. Und auch wenn es in meinem vorherigen Kommentar sicher so aussah als sei ich auf gewisse Weise anfällig und könnte zum Opfer von Manipulationen werden, halte ich mich diesbezüglich eh für recht gefestigt. So tief ist meine Verzweiflung nicht, dass ich mich unbedacht irgendwelchen Wunderheilern oder ähnlichem hingebe und auf gewisse Weise aufgebe. Meine Zeilen klangen aber fast, als wäre dem so, das gebe ich zu, da habe ich mich wahrscheinlich zu krass ausgedrückt.

      Ich habe nun jedenfalls die Entscheidung getroffen, noch ein weiteres mal hinzugehen. Und sollte ich auch danach keine gesundheitliche Besserung verspüren, werde ich danach den Schlussstrich in Sachen „Buddhistisches Gesundheitszentrum“ zu ziehen. Denn ich bin seit jeher ein recht rational und sachlich denkender Mensch, zudem ein Skeptiker, und setze klare Grenzen.

      Liebe Grüße
      Robert

      Antworten
      • 31. Juli 2018 um 13:02
        Permalink

        Danke Robert für Deinen Bericht. Von Herzen alles Gute für dich, Gesundheit und Heilung sowie sehr gute spirituelle Freunde auf Deinem Weg wünsche ich Dir. Liebe Grüße, Tenzin

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: