Die zwei Kandidaten für den Titel und die Position des „Karmapa“ veröffentlichten eine gemeinsame Stellungnahme

In einer gemeinsamen Stellungnahme vom 11. Oktober 2018 sprachen sich Seine Heiligkeit Ogyen Trinley Dorje und Seine Heiligkeit Trinley Thaye Dorje für eine Heilung der nunmehr Jahrzehnte währenden Spaltung innerhalb der Karma Kagyü Schule des Tibetischen Buddhismus aus.

Laut einer Veröffentlichung auf www.karmapa.org verbrachten beiden Kandidaten für die Position und den Titel des „Karmapa“ die letzten Tage gemeinsam in Frankreich und diskutierten, wie sie die Karma Kagyü Tradition stärken und bewahren können. Danach veröffentlichten sie eine gemeinsame Stellungnahme, in der sie Wege diskutieren, die Spaltung in ihrer Linie zu überwinden.

Der Karmapa ist das Oberhaupt der Karma Kagyü Schule, einer Unterschule der Kagyü Tradition, die eine der vier Hauptschulen des Tibetischen Buddhismus ist. Nachdem der 16. Karmapa, Rangjung Rigpe Dorje, im Jahr 1981 verstarb, wurden nachfolgend zwei unterschiedliche Kandidaten innerhalb der Gruppe der vier Hauptschüler des 16. Karmapa identifiziert: Ogyen Trinley Dorje und Trinley Thaye Dorje.¹

Seine Heiligkeit Trinle Thaye Dorje (links) und Seine Heiligkeit Ogyen Trinley Dorje (rechts)² | © www.karmapa.org

Eine Einigung über den rechtmäßigen Kandidaten konnte nicht erzielt werden. So kam es nachfolgend zu einer tiefen Spaltung in der Karma Kagyü Tradition. Eine Mehrheit der Tibetischen Buddhisten erkennt Ogyen Trinley Dorje (rechts im Bild) als rechtmäßigen Karmapa an, eine einflußreiche Minderheit erkennt Trinley Thaye Dorje (links im Bild) als rechtmäßigen Karmapa an.

Die Erklärung enthält den folgenden Aufruf an alle Karma Kagyü Praktizierende:

Wir bitten alle in der Karma Kagyü Gemeinschaft, sich uns anzuschließen, um unsere Linie zu stärken und zu bewahren. Wir betrachten es als unsere kollektive Verantwortung, die Harmonie unserer Tradition wiederherzustellen, die eine Linie von Weisheit und Mitgefühl ist.

In Bezug auf sie selbst, bestehe der Hauptzweck des Treffens darin, sich kennen zu lernen. Mit dem Treffen verbinden sie die Erwartung, dass sie eine „starke Verbindung“ miteinander entwickeln.

Hier die vollständige Übersetzung der Erklärung:

Wir sind beide sehr erfreut über diese Gelegenheit, uns in einer friedlichen und entspannten Umgebung kennenzulernen. Wir beide hatten diesen Wunsch seit vielen Jahren, und wir sind erfreut darüber, dass dieser Wunsch nun erfüllt wurde.

Der Zweck unseres Treffens war es hauptsächlich, Zeit miteinander zu verbringen, so dass wir eine persönliche Beziehung aufbauen konnten. Wir waren in der Lage, frei miteinander zu reden und zum ersten Mal übereinander zu lernen. Wir konnten daher mit etwas beginnen, wovon wir erwarten, dass es sich in eine starke Verbindung entwickeln wird.

Während unseres Zusammenseins sprachen wir auch über Wege, die wir einschlagen können, um die Spaltungen zu heilen, die sich unglücklicher Weise innerhalb unserer kostbaren Karma Kagyu Linie in den letzten Jahren entwickelt haben. Wir betrachten es als unsere Pflicht und Verantwortung, alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Linie zusammenzubringen.

Dieses Unterfangen ist von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Karma Kagyü Linie sowie für die Zukunft des Tibetischen Buddhismus und den Nutzen aller fühlenden Wesen. Wir bitten daher alle in der Karma Kagyü Gemeinschaft, sich uns anzuschließen, um unsere Linie zu stärken und zu bewahren. Wir betrachten es als unsere kollektive Verantwortung, die Harmonie unserer Tradition wiederherzustellen, die eine Linie von Weisheit und Mitgefühl ist.

Seine Heiligkeit Ogyen Trinley Dorje
— Seine Heiligkeit Trinley Thaye Dorje

Der Tibetologe Thierry Dodin aus Frankreich kommentiert das Treffen beider Karmapas für die Tibet Sun wie folgt:

Es ist noch zu früh, wirklich qualifizierte Kommentare abzugeben. Aber einige Punkte kann man schon herausheben, um die Situation zu beleuchten.

Erstens, dieses Ereignis findet zu einer Zeit statt, in der beide [Ogyen Trinley und Thaye Dorje] sich in ihrem persönlichen Leben in einer Phase der Orientierung befinden und Entscheidungen treffen müssen, die eine nachhaltige Wirkung haben werden.

Zweitens, bisher war dies nur ein Treffen, um eine „persönliche Beziehung zu herzustellen“ zwischen den beiden einzigen Personen, die in der Lage sind, die Spaltung zu überwinden.

Und drittens, wie gut sich die Beziehung zwischen den beiden auch immer entwickeln wird — der Weg, der vor ihnen liegt, ist steinig. Personen und Institutionen, die im letzten Vierteljahrhundert gut von diesem Schisma gelebt haben, werden nicht sang- und klanglos verschwinden. Abgesehen davon, kann es nur einen Karmapa geben und die Fakten, die in diesen Jahren geschaffen wurden, können nicht einfach ungeschehen gemacht werden.

Siehe auch
Updates

¹ Shamar Rinpoche, Tai Situ Rinpoche, Jamgon Kongtrul Rinpoche und Gyaltsab Rinpoche—die vier „Vajra-Regenten“ und Hauptschüler des 16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje (1924–1981)—erkannten zu Beginn gemeinsam Ogyen Trinley Dorje als Kandidat für die Nachfolge des 16. Karmapa an.

Ogyen Trinley Dorje wurde später auch vom 14. Dalai Lama, Tenzin Gyatso, als Nachfolger für den 16. Karmapa anerkannt und von der chinesischen Regierung bestätigt.

Shamar Rinpoche stellte nach einiger Zeit die spirituelle Legitimation dieses Kandidaten, Orgyen Trinley Dorje, durch die anderen drei „Vajra-Regenten“ und auch den 14. Dalai Lama in Frage und präsentierte einen zweiten Karmapa Kandidaten mit dem Namen Thinley Thaye Dorje. Diesen setzte Shamar Rinpoche zu Lebzeiten als Karmapa ein.

Innerhalb von Deutschland wurde Shamarpas Kandidat, Thinley Thaye Dorje, zum spirituellen Linienhalter des Karma Kagyü Dachverbands (KKD), der später in Buddhistischer Dachverband Diamantweg (BDD) umbenannt wurde. Thinley Thaye Dorje, folgen zudem buddhistische Zentren von Gendün Rinpoche, wie z.B. das Retreat-Zentrum im Möhra, oder andere westliche buddhistische Lehrer wie z.B. Lama Jampa Thaye. Der Kandidat Ogyen Trinley Dorje, ist das spirituelle Oberhaupt der Karma Kagyü Gemeinschaft Deutschland e.V..

Siehe auch:

² Trinley Thaye Dorje ist kein buddhistischer Mönch mehr. Er ist mit Rinchen Yangzom verheiratet. Ogyen Trinley Dorje ist buddhistischer Mönch.

Die zwei Kandidaten für den Titel und die Position des „Karmapa“ veröffentlichten eine gemeinsame Stellungnahme

12 Gedanken zu „Die zwei Kandidaten für den Titel und die Position des „Karmapa“ veröffentlichten eine gemeinsame Stellungnahme

  • 14. Oktober 2018 um 16:58
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    Ich drücke beiden sehr die Daumen für ihr Vorhaben. Hoffen wir mal, daß nicht (allzu menschlich) andere relevante Würdenträger etwas gegen die Pläne Ihrer Heiligkeiten einzuwenden haben.

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    • 14. Oktober 2018 um 18:52
      Permalink

      Einzuwenden derzeit sicher weniger – zumindest, solange die Folgen nicht absehbar sind und einem ggf. bedrohlich erscheinen.

      Ole äußert sich wie folgt:

      Great and noble students and friends everywhere,

      From the far west my thoughts to the historical meeting in rural France between our Gyalwa Karmapa, Thaye Dorje and Orgyen Trinley.

      Most important for our work is that the Karma Kagyu linage becomes united again and stays unbreakably so into the future, able to express the whole richness of our transmission.

      Therefore, please continue your practice without unnecessary speculation and as always with full confidence in Karmapa Thaye Dorje, who knows what is best for our lineage, and closely support him.

      All the best to you all and please don’t share any assumptions until the picture is complete. We should not stand with egg on our face in this most important matter.

      Yours, Lama Ole

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    • 15. Oktober 2018 um 23:56
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      Hi Borstel,
      hier sind drei weitere Kommentare (alle in Englisch).

      Der erste ist ein Kommentar von Beru Khyentse Rinpoche auf Facebook:

      To all monastic and lay practitioners with expansive view, holding the lineage of Karma Kagyu and residing in east and west in all parts of the world, who revere Rigpe Dorje, the 16th Gyalwa Karmapa:

      I, the one who holds the title Beru Khyentse Rinpoche, would like to respectfully express the following request:

      A long-held and heartfelt aspiration has been fulfilled today. I am filled with great devotion, joy, and happiness in the wake of recent events, with the two supreme Gyalwa Karmapas meeting and engaging in a free exchange of views and aspirations.

      I, and centres and monasteries associated with me, are enshrining both Karmapas without differentiation; furthermore, I encourage all students to honour and have devotion to both equally.

      In the future, on the basis of common aspiration, sharing our commitments – inseparable like water infused with milk – we all should hold, preserve, and spread the Buddhadharma in general, and the practice lineage, Karma Kagyu, specially; restoring that which is in decline and spreading that which is well-preserved. I thus ask you to strengthen your sincere intentions even more, and I wish that thereby all aspirations may be fulfilled exactly as they were intended!

      Holding clasped hand together,

      I, an ordinary old man, Beru Khyentse Rinpoche, supplicate you all.

      2018 October 12

      In der Tibet Sun gibt es zwei weitere Kommentare von zwei Tibetologen, Vijay Kranti (Indien):

      The meeting between HH Ogyen Trinley Dorje and HH Trinley Thaye Dorje in France over the past few days, and their joint statement today, is a big welcome development on the Tibetan and Mahayana Buddhist front.

      This development becomes more important because supporters of both religious gurus have been exchanging rival claims for the past many years. This had, unfortunately, done more harm to the Tibetan cause and image of Mahayana Buddhism in general, and the unity and image of Karma Kagyu school and its great lineage in particular. Non-Tibetan friends of Tibet, especially Indian well-wishers like myself, see it as a great positive sign.

      Their joint statement today reflects admirable maturity and wisdom on the part of both spiritual masters. Let us hope that both these teachers will take the image of Kagyu lineage to new heights of glory with the blessings of their Gurus like HH the Dalai Lama and HE Tai Situ Pa. The world can now look forward to the return of the same glory and joy in the campus of Rumtek monastery in Sikkim as it was known for in the days of the previous HH Karmapa.

      und Thierry Dodin (Frankreich):

      It is still too early to make really qualified comments. But some points can be made already now to highlight the situation.

      First of all, this happens at a time when both find themselves in a phase of orientation in their personal lives, with decisions to take that will have a lasting impact.

      Second, so far this was only a meeting to ”establish a personal relationship” between the only two individuals who can repair the schism.

      But, third, at the same time, however good a relationship may develop between them, the way ahead is going to be stony. Persons and institutions who lived from the schism a quarter of a century long are not going to simply disappear. Besides, there can be only one Karmapa really, and the facts which have been established in this time cannot be undone.

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  • 16. Oktober 2018 um 20:19
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    Danke, sehr aufschlußreich! Spannend finde ich, daß Lama Ole doch ziemlich zurückhaltend ist, während für mich Beru Khyentse Rinpoche aus meiner westlichen Perspektive recht begeistert von dem Treffen zu wirken scheint.
    Einen sehr schönen Kommentar zum Artikel aus der Tibet Sun möchte ich hier gerne zum Abschluß zitieren: „The piece by Tibetologist Vijay Kranti of Delhi or Lawrence of McLeod Ganj is both succinct and succulent, to say the least.“

    Antworten
    • 16. Oktober 2018 um 20:49
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      Nun, Beru Khyentse vertrat schon immer diesen Standpunkt. Tatsache ist aber, es kann nur einen Karmapa geben, denn es gibt nur eine Krone, einen König und seine Residenz. S.H. Gyalwang Drugpa ist ebenso begeistert:

      The news of the meeting between Their Holinesses Thinley Thaye Dorje and Ugyen Thinley Dorje in a rural location in France was a pleasant surprise. The meeting has set an example of how spiritual masters can and should come together and resolve internal problems through dialogue, bearing in mind the bigger picture of the interests of the #Dharma in general and the Karma Kagyu Lineage in particular. I congratulate Their Holinesses on taking this brave initiative and I am sure that the young generation of spiritual masters will follow their example in resolving issues through dialogue with a sense of spiritual brotherhood. My best wishes and prayers for the success of Their Holinesses’ initiative for the future of the Karma Kagyu Lineage, #Buddhism in general and well-being of sentient beings. ~ His Holiness the Gyalwang Drukpa

      Interessanter Hintergrundbericht hier: https://theprint.in/opinion/2-karmapas-are-uniting-and-its-time-for-india-to-deal-with-it-in-a-mature-way/134917/

      (Habe ich schon alles verlinkt.)

      Danke für den Kommentar von Tibet Sun, hatte ich gar nicht gesehen. Thierrys Kommentar haben wir übersetzt und oben eingearbeitet. (Ist nun die offizielle Übersetzung.)

      Zu Oles Kommentar: ja, auffallend zurückhaltend. Eine ex-Schülerin kommentierte, dass er eher rate – ihrer Ansicht nach – hier nicht (selbständig) zu denken (während er ja sonst immer das Gegenteil betone). Von mehreren Seiten hörte ich, dass Ole sich rein identitätsbindend und spalterisch so weit aus dem Fenster gelehnt habe und seine Organisation so sehr auf Spaltung und Identität fusst, dass er am wenigsten Interesse an einer Einigung haben würde. Ich bin da eher vorsichtig. Meiner Einschätzung nach wird wohl eher eine Kosten-Nutzen-Analyse (vor allem für seine eigene Position oder Macht) sein Verhalten bestimmen. Am besten wir warten ab, wie sich das entwickelt und beobachten.

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      • 17. Oktober 2018 um 22:11
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        Ein interessanter weiterer Link! Ja, es ist gut möglich, daß Oles Botschaft ein subtiler Versuch ist, selbständiges Denken zu unterbinden, insgesamt aber ist das doch alles etwas nebulös.

        Eine Frage noch zum Abschluß: In The Print schreibt der Autor: „As for settling the Karmapa title, both would possibly recognise the other as ‘emanation’ or ‘manifestation’ of self – probably acceptable in an esoteric tradition, along the lines that ‘the union of two rays always becomes a line’.“
        Und Du schreibst „Tatsache ist aber, es kann nur einen Karmapa geben, denn es gibt nur eine Krone, einen König und seine Residenz.“ Als (wie schon öfters erwähnt) interessierter Laie: Wie paßt beides zusammen? Meinst Du eine einzige Person als Karmapa oder einen einzigen Karmapa, der sich aber in zwei Personen manifestiert hat? Danke schon mal für Deine Antwort!

      • 17. Oktober 2018 um 22:37
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        Von der Funktion her, rein praktisch gesehen, kann es mE nur einen Karmapa geben.

        IR gibt es nur ein Oberhaupt, einen Präsidenten, einen König, eine Krone, eine Regierungszentrale etc – alles andere schafft Probleme. (Sollen beim November Treffen religiöser Führer in Dharamsala 2 Karmapas sprechen und eine Tradition vertreten? Falls es zu demokratischen Abstimmungen kommen sollte, haben 2 dann Stimmrecht? Was, wenn sie sich untereinander nicht einigen können? Wäre es dann nicht auch sinnvoll 2 Sakya Trizins und 2 Dalai Lamas zu haben – vielleicht sogar einen weiblichen und männlichen?)

        Ich bin auch Laie was Wissen betrifft.

        Es kann sicher mehrere „Emanationen“ geben, aber praktisch muss einfach einer den Hut aufhaben oder Boss sein – um das mal salopp zu sagen.

        Theologische Sichtweisen sind sicher flexibler als die Realität rein praktisch gesehen. Es kann 1000 Emanationen oder Manifestationen geben aber 1000 können schlecht alle zusammen Oberhaupt einer Linie sein, oder?

        Aber vielleicht täusche ich mich. Soweit mir bekannt, hat sich in der Geschichte Tibets am Ende immer EIN Kandidat als Oberhaupt – zB auch eines Klosters – durchgesetzt. Aber natürlich kann es mehrere Emanationen eines Lamas geben. Gangteng Tulku Rinpoche gilt als Manifestation oder Emanation oder Inkarnation eines bestimmten Meisters. Es gibt da aber noch zwei andere. Sie werden alle drei als Körper, Sprache und Geist Ausstrahlung (oder so – genauer Begriff steht mir gerade nicht zur Verfügung) dieses Meisters gesehen. Gibt keine Probleme unter ihnen, soweit mir bekannt. Gibt auch Bild von allem dreien. Aber nur Gangteng Tulku steht bestimmten Klöstern vor und führt damit verbundenene Entscheidungen, Pflichten, Repräsentationen und Rituale durch. Die anderen Emanationen oder Manifestationen machen andere Dinge und haben andere Verantwortlichkeiten.

        Bestimmte Meister haben auch fünf Ausstrahlungen oder Emanationen / Manifestationen.

        (Für die Diskussion müsste man eh erst mal die Begriffe klären und differenzieren. Soweit mir bekannt können nur Buddhas Emanationen ausstrahlen, Bodhisattvas ab einem bestimmten Level können belebte und unbelebte Materie manifestieren. Weniger realisierte Bodhisattvas können bewusst ihre Wiedergeburt steuern, also bewusst inkarnieren. Aber das nur als grobe Denkrichtung. Müsste im Detail noch mal geprüft werden.)

  • 18. Oktober 2018 um 19:36
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    Jede Menge politische Spekulationen – das an der Sache soviel „Säkulares“ dranhängen könnte, war mir gar nicht bewußt.
    „Es kann sicher mehrere „Emanationen“ geben, aber praktisch muss einfach einer den Hut aufhaben oder Boss sein – um das mal salopp zu sagen. “ Das auf jeden Fall, wobei es sicherlich ganz praktisch wäre, wenn der eine auf Konferenz x und der andere auf Belehrung y auftreten würde (wenn die gerade zur gleichen Zeit stattfinden, oder nach persönlicher Neigung usw.) – abgesehen davon, daß beim Karmapa „den Hut aufhaben“ fast schon ein Kalauer ist – auf jeden Fall aber sehr treffend das Problem beschreibt.

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  • 29. Oktober 2018 um 21:41
    Permalink

    Hier ein Update. Aus Zeitgründen leider nur in Englisch. Vielleicht hat jemand Lust und Zeit es ins Deutsche zusammenzufassen?

    Though H.H. the XVIIth Karmapa, Orgyen Trinley Dorje, cancelled his attendance at teachings in Canada over the weekend because of health issues he was present online instead. In the talk below, from minute 25 onwards he clarifies the relation of Avalokiteshvara and the Karmapas. (The Karmapas and the Dalai Lamas are being considered to be emanations of Arya Avalokiteshvara, and Tibetans are seen as disciples of Avalokiteshvara.) Then he goes on to speak in detail about: 1) his stay in the U.S., 2) his return to India as well as the passport situation, and 3) the meeting with H.H. Thaye Dorje. This all starts from minute 29:45 onwards. Here is a brief summary of what he says.

    1) Speaking about his current situation, his long stay in the United States, he says for him personally, this time in the U.S, was „probably the most difficult period of my life.“ He mentions health issues, mentally stressful situations – which he has never experienced in his life – as well as external and internal pressures. He says that this happened primarily due to his past karma and temporary circumstances. He says he has to point the finger for the difficulties on himself.

    2) He speaks about receiving citizenship from Domenica (Commonwealth not the Republic). The reasons for doing this is related to the situation in India. While the Indian government „is very kind“ to give travel documents to Tibetan refugees, so that Tibetan refugees can travel within India and also outside of India, from a practical point of view and experiences it is very difficult with this document to travel within India as well as outside of India. Many high lamas who go abroad have got passports from India or other governments. So, HH the Karmapa and his advisers though it’s good to have a passport. He informed the Indian and Tibetan government about it. He wants to go back to India for the November meeting of religious leaders [with HH the Dalai Lama, discussing among others the next Dalai Lama] but needs to get a Visa from the Indian government to receive entry into India first now.

    3) His Holiness also also talks about his meeting with His Holiness Thaye Dorje in France. This meeting, he says could not have happened in India but only abroad. It was kind of spontaneously, he says. Their „first and initial meeting“ was in French country side on Oct 10th and 11th. On two days they met twice. HH Thaye Dorje invited him, he says. They wanted to get to know each other well. Regarding the meeting and the work to be done, he asks all to think years and decades ahead and not to continue and to overcome this split. He says also he requested the meeting with H.H. Thaye Dorje. Also His Holiness the Dalai Lama had suggested this meeting years ago – at that time Sharmapa was still alive. So he thought first to meet Shamar Rinpoche and later H.H. Thaye Dorje.

    https://youtu.be/bObsZ_1EAyI?t=1485

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